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Ein Golf ist ein
Golf ist ein Golf ... bleibt ein Golf. Wenig revolutionär hat sich
die Karosserie im Laufe der Generationen entwickelt. Behutsam wurde
er an den Geschmack der Zeit angepasst. Keine Experimente: Der Golf
der sechsten Generation ist immer noch als Golf zu erkennen. Im
Oktober 2008 stellte Volkswagen seinen neuen
Kompaktklasse-Bestseller vor. Nach Kompaktvan Golf Plus und dem
Kombi Golf Variant komplettiert seit diesem Frühjahr in neues Golf
Cabrio die Baureihe. Bei einer kurzen Ausfahrt vermittelte ein fünftüriger
1,4-Liter-TSI mit 122 PS in Comfortline-Ausstattung erste Eindrücke.
Den in der
Basisversion schwarzen Kühlergrill ziert eine Chromleiste, die die
Comfortline-Ausstattung optisch auswertet. Die fünftürige Variante
bieten natürlich besten Zugang zum Innenraum. Beim Dreitürer hilft
den Fondpassagieren die Einstiegshilfe Easy Entry. Die Übersicht über
die Karosserie war in früheren Generationen eindeutig besser, als
die Gürtellinie flacher und die C-Säule noch nicht ganz so massiv
war. Ab Comfortline verbessert serienmäßig ein ParkPilot-System
die Sicht sowohl nach vorne als auch nach hinten. Das Platzangebot
ist in dieser Klasse nicht zu beanstanden. Die straffen Sitze vorne
bieten Langstreckenkomfort und guten Seitenhalt. Der Laderaum fasst
350 Liter. Die ab der Basisausstattung asymmetrisch geteilte Rückbanklehne
ermöglicht durch Umklappen ein Fassungsvermögen von bis zu 1.305
Liter. Verzurrösen erleichtern das Sichern von Ladung.
Materialqualität und Verarbeitung geben im Innenraum keinen Grund
zur Beanstandung. Die Comfortline-Ausstattung hebt sich auch hier
durch ein paar Chromelemente und zusätzliche Dekorteile mehr von
der Basisversion ab. Das Armaturenbrett ist übersichtlich
gestaltet, was dem Fahrer bei der Bedienung sehr entgegen kommt.

Volkswagen bietet
den Golf in drei Ausstattungsvarianten an. Die Basisausstattung heißt
Trendline. Sie umfasst serienmäßig eine funkfernbediente
Zentralverriegelung, elektrisch einstellbare und separat beheizbare
Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorne, Klimaanlage und
Bordcomputer, Wärmeschutzverglasung rundum und 15-Zoll-Stahlräder
mit Radblenden. Das Handschuhfach verfügt über eine Kühlmöglichkeit.
Unsere Ausstattungslinie heißt Comfortline. Ab Werk sind über die
Trendline-Ausstattung hinaus Komfortsitze mit Lendenwirbelstütze
vorn, Lederlenkrad, Lederschaltknauf und Lederummantelter
Handbremsgriff sowie ein CD-Radio und 16-Zoll-Leichtmetallräder mit
an Bord. Außer dem Fahrersitz ist hier auch der Beifahrersitz höhenverstellbar,
die Spiegel in beiden Sonnenblenden sind zusätzlich beleuchtet.
Noch ein paar Features mehr bietet die Topausstattung Highline.
Extra kosten eine Geschwindigkeitsregelung, Lichtassistent, Rückfahrkamera
oder Parklenkassistent, die Adaptive Fahrwerksregelung DCC sowie
eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik.
Unser
1,4-Liter-TSI-Ottomotor ist ein 122 PS starker
Turbo-Benzindirekteinspritzer (TSI steht für Turbo Fuel Stratified
Injection). Der Motor aus dem Konzernregal wird auch bei anderen
Marken erfolgreich eingesetzt. Das Aggregat hängt gut am Gas und
ist eine ordentliche Motorisierung für das immerhin fast 1,3 t
schwere Gefährt. Zügig ist der Kompakte damit im Antritt,
angemessen souverän sind Durchzug und Leistungsentfaltung. Dabei
arbeitet der Motor ruhig und vibrationsarm. Lediglich der beim kräftigen
Tritt aus Gaspedal wird er im Innenraum akustisch präsent.

Das manuelle
Sechsgang-Schaltgetriebe schaltet sich locker, flockig und präzise.
Die knackig kurze Übersetzung unterstützt zügiges Vorankommen
eher als verbrauchsoptimiertes Fahren. Für die Beschleunigung aus
dem Stand auf Tempo 100 reichen 9,5 Sekunden. Bei 200 km/h erreicht
er seine Höchstgeschwindigkeit. Auf 100 km Stadtverkehr rinnen 8,2
Liter Superkraftstoff durch seine Brennräume, 5,1 Liter sind es außerorts
und 6,2 Liter im gemischten Verbrauch nach EU-Norm (alles
Herstellerangaben, ermittelt unter Idealbedingungen auf dem Rollenprüfstand).
Der Motor erfüllt die Abgasnorm EU5, der CO2-Ausstoß beträgt 144
g pro km.
Der Fronttriebler
glänzt mit einwandfreiem Geradeauslauf und einer direkten
elektro-mechanischen Lenkung. Das Fahrwerk
ist eine gelungene Balance aus angemessenem Fahrkomfort und
sportlicher Straffheit, die für die nötige Sicherheit bei Fahrmanövern
sorgt. Problemlos neutral bis fast sportlich agil ist sein
Fahrverhalten. Im Handling gibt er sich keine Blöße: Flott
angegangene Kurven meistert er sicher und nur mit minimaler Tendenz
zum Untersteuern. Plötzliche Spurwechsel und Ausweichmanöver
absolviert er problemlos und spurtreu. In der
Comfortline-Ausstattung ist der Golf bestückt mit 16-Zoll-Rädern
und Reifen im Format 205/55 (Basismodell steht auf 15-Zöllern).Sehr
gut und im Notfall prompt verzögern Scheibenbremsen rundum (vorne
innenbelüftet).
In
der hochstabilen Sicherheitskarosserie schützen die Insassen Kopfstützen
und Drei-Punkt-Sicherheitsgurte auf allen Plätzen, aktive Kopfstützen
vorn, Front- und Seitenairbags vorne, Kopfairbags vorne und hinten,
Knieairbag für den Fahrer sowie zwei Isofix-Kindersitzhalterungen
hinten. Der Beifahrerairbag ist deaktivierbar, damit dort auch
Kindersitze gegen die Fahrtrichtung montiert werden können.
Seitenairbags hinten (inkl. Gurtstraffer hinten) gibt es gegen
Aufpreis. Einen Crashtest nach EuroNCAP hat der im Oktober 2008
vorgestellte Golf VI bereits zwei Mal absolviert: Zum Marktstart
erhielt er fünf Sterne für Insassenschutz, vier Sterne für
Kindersicherheit und drei Sterne für Fußgängerschutz.

Nach den
neuen Bewertungsnormen (seit 2009) erreichte er das Maximum von fünf
Sternen für seine Sicherheit. Das neue System berücksichtigt neben
Insassen- und Kindersicherheit sowie Fußgängerschutz auch die
serienmäßige Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs mit
Fahrassistenzsystemen. Serienmäßig an Bord sind ABS mit
Elektronischer Bremskraftverteilung EBV und ESP mit
Gegenlenkassistent und Komfortbremsassistent sowie die Elektronische
Differenzialsperre EDS, die Motorschleppmomentregelung MSR und eine
Gespannstabilisierung. Serienmäßig gibt es ein Tire-Mobility-Set
mit Dichtmittel und Kompressor. Die optionale Ausstattung des
Fahrzeugs mit einer Reifendruckkontrolle macht die Montage von
Reifen mit Notlaufeigenschaften möglich.
Ab 16.825 Euro
steht der Golf in den Preislisten der Händler, mit dem 80 PS
starken 1,4-Liter-Saugmotor in der Basisausstattung Trendline. Der
122 PS starke 1.4er TSI steht der ab der Comfortline-Ausstattung und
Preisen ab 21.250 Euro zur Wahl. Mit Siebengang-DSG würde man 1.800
Euro mehr auf den Tisch des Händlers legen. Aufpreis kosten neben
Metallic- oder Perleffekt-Lackierungen Features wie
Geschwindigkeitsregelung, Adaptives Fahrwerk oder Navigationssystem.

Volkswagen gibt
zwei Jahre Garantie auf das Neufahrzeug, drei Jahre auf den Lack
sowie zwölf Monate auf die Karosserie gegen Durchrostung. Die
LongLife-Mobiltätsgarantie gilt beim Einhalten der
Serviceintervalle. Ein Ölwechsel ist nach 15.000 km oder einem Jahr
fällig. Zum Intervall-Service muss das Fahrzeug nach
Service-Intervall-Anzeige (in Abhängigkeit von Einsatz und
Fahrstil) nach spätestens 2 Jahren, zur Inspektion nach 60.000 km
(die erste nach maximal drei Jahren, danach maximal zwei Jahre). Die
Versicherungen stufen das Modell in die Typklassen 15 / 17 / 17 (KH
/ VK / TK) ein.
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