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Stämmiger,
massiver und ein bisschen martialischer kommt das neue sportliche
Top-Modell der 2006 in zweiter
Generation vorgestellten Yaris-Baureihe, der Yaris TS,
daher. Die Front zieren ein weit herunter gezogener Stoßfänger mit
TS-Logo und Scheinwerfer im TS-Design, Seitenschweller, ein dezenter
Dachspoiler und verchromte Endschalldämpfer setzen weitere
sportlich-dynamische Akzente. Was der sportliche Kleinwagen zu
bieten hat, zeigte eine erste Ausfahrt.
Der Yaris TS ist
als Drei- oder Fünftürer zu haben. Beim Dreitürer erleichtert
eine Einstiegshilfe (Easy-Entry-Funktion) auf der Beifahrerseite den
Zugang zur Rückbank. Die Sitze sind straff, aber nicht
unkomfortabel und durchaus langstreckentauglich. Die sportliche
konturierten Frontsitze bieten exzellenten Seitenhalt. Die Übersicht
über die Karoserie geht in Ordnung, die optionale Einparkhilfe
hinten ist dennoch eine gute Empfehlung. Das Platzangebot geht in
beiden Reihen in Ordnung, man darf aber nicht vergessen, dass man in
einem Kleinwagen von 3,80 m Karosserielänge sitzt. Das
Easy-Flat-Sitzsystem ermöglicht, den Innenraum flexibel zu nutzen.
Die Rücksitzlehnen sind neigungsverstellbar. Die asymmetrisch
geteilte Rücksitzbank ist um 15 cm in Längsrichtung verstellbar,
was den Laderaum von 275 Liter in der hintersten Position auf 363
Liter erweitert. Durch Umklappen der Sitzlehnen (Flat-Floor-Funktion)
sind bis 1.183 Liter Gepäck bei dachhoher Beladung bis hinter die
Vordersitze möglich. Ein Unterbodenstaufach fasst zusätzliche 50
Liter. Da sind die 335 kg maximale erlaubte Zuladung etwas knapp
bemessen.

Das Interieur
macht qualitativ einen guten Eindruck. Auch die Verarbeitung ist
nicht zu beanstanden. Chrom-Applikationen im Cockpit, Sport-Lenkrad
und Schaltknauf mit einem perforierten Ledermantel sowie
bernsteinfarben beleuchtete Anzeigeninstrumente und Bedienelemente
zieren den Innenraum des sportlichen TS.

Ab der Basisversion verfügt der Yaris über elektrisch einstellbare
Außenspiegel, das Easy-Flat-Sitzsystem, ein Audiosystem mit
CD-Radio sowie eine Servolenkung und 14-Zoll-Stahlräder.
Interessanter wird es ab der Luna-Ausstattung, die serienmäßig mit
einer funkfernbedienten Zentralverriegelung, elektrischen
Fensterhebern vorne, Scheibenbremsen hinten sowie dem elektronischen
Stabilitätsprogramm VSC (heißt woanders ESP) mit
Traktionskontrolle TRC und 15-Zoll-Stahlrädern vorgefahren kommt.
Der Yaris TS hat zusätzlich zur Luna-Ausstattung serienmäßig
beheizbare Außenspiegel, einen mp3-fähigen CD-Player, einen höhenverstellbaren
Fahrersitz, ins Sportlenkrad integrierte Audio-Bedienelemente, eine
Klimaanlage, Nebelscheinwerfer und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. Das
Lenkrad ist zudem höhen- und längsverstellbar. Nur für den TS
gibt es das Komfort-Paket, welches gegen Aufpreis eine
Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Klimaautomatik und das schlüssellose
Zugangs- und Startsystem Smart Key mitbringt.
Mit Ottomotoren
ab 70 PS (im Test hatten wir schon einen
1.3 mit 87 PS) sowie einem 90-PS-Common-Rail-Diesel ist der
Yaris zu haben. Der 1,8-Liter-Benziner mit Dual-VVT-i und 133 PS im
sportlichen TS rundet die Motorenpalette der Yaris-Baureihe nach
oben ab. Der Motor hat mit der knapp 1,2 t schweren Karosserie
leichtes Spiel, der Yaris TS ist mächtig flott unterwegs. Der
Vierzylinder-Vierventiler läuft ruhig und kultiviert, der kräftige
Tritt aufs Gaspedal lässt ihn aber eifrig fauchen. Ohnehin hängt
der Motor gut am Gas. Seine duale intelligente Ventilsteuerung mit
stufenloser Verstellung der Einlass- und Auslassventile (dafür
steht das VVT-i) garantiert einen effizienteren Verbrennungsprozess,
will heißen: mehr Leistung bei weniger Verbrauch. Sein maximales
Drehmoment von 173 Nm erreicht er zwar erst bei 4.400 U/min., aber
schon in unteren Drehzahlregionen liegt ein adäquates Drehmoment an
(ab 1.500 Touren mindestens 150 Nm), das den Yaris zügig auf Trab
bringt und auch bei schaltfaulerer Fahrweise flott hält. Das
manuelle Fünfgang-Schaltgetriebe wurde eigens für den Yaris TS
entwickelt. Knackig kurze Schaltwege und eine leichtgängige, präzise
Hebelführung machen die Handhabung des Hebels zur Freude.

Für die
Beschleunigung von Null auf Tempo 100 braucht der Yaris TS 9,3
Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit erreicht er bei 194 km/h. Der
Verbrauch liegt innerorts bei 9,2 Litern Superkraftstoff je 100 km,
außerorts bei 6 Litern und im gemischten Verbrauch nach EU-Norm bei
7,2 Litern – bei ökonomischer Fahrweise, versteht sich (alles
Herstellerangaben). Der Motor erfüllt die Abgasnorm EU4, der
CO2-Ausstoß beträgt 170 g pro km.
Dank Frontantrieb
ist der Yaris ein problemloser Begleiter mit gutem Geradeauslauf und
einer direkten Lenkung. Die Karosserie des TS ist etwas tiefer
gelegt, die Basis-Plattform des Yaris wurde zusätzlich verstärkt
(Stabilisator vorne), um den gesteigerten fahrdynamischen
Anforderungen zu genügen. Das Fahrwerk
ist sportlicher abgestimmt als bei den anderen
Yaris-Modellen, die Lenkübersetzung wurde ebenfalls angepasst.
Straffer liegt der Yaris TS auf der Straße, wirkt aber trotz der
modifizierten Feder-Dämpfer-Abstimmung und der ausgesprochen
breiten Reifen nicht unkomfortabel.

Er
klebt förmlich am Asphalt. Die Seitenführung ist auch in flott
gefahrenen Kurven nicht zu beanstanden. Den hoch angesiedelten
Grenzbereich kündigt der Yaris TS durch ein leichtes Untersteuern
an. Plötzliche Ausweichmanöver absolviert er sicher und spurtreu.
Die hohe Präzision der leichtgängigen Lenkung vermittelt guten
Fahrbahnkontakt und jede Menge Fahrspaß.

Für
eine satte Straßenlage und gute Bodenhaftung sorgen die serienmäßigen
17-Zoll-Räder mit Reifen im Format 205/45 R 17. Der Yaris TS glänzt
überdies mit sehr guten Bremsen (Scheibenbremsen rundum, vorne
innenbelüftet), die gut ansprechen und standfest verzögern.
Die
Passagiere schützen im Falle eines Unfalles eine Aufprallenergie
absorbierende Sicherheitskarosserie mit definierten Verformungszonen
und einer besonders verformungsresistenten Fahrgastzelle (MICS
Minimal Intrusion Cabin System), Seitenaufprallschutz, Energie
absorbierenden Materialien im Innenraum, Kopfstützen und
Drei-Punkt-Gurte auf allen Sitzplätzen, aktive Kopfstützen (Schleudertrauma-Schutzsystem
WILL) sowie Front- und Seitenairbags vorne, Kopfairbags vorne und
hinten, Knieairbags für den Fahrer, Sicherheitslenksäule und
Isofix-Kindersitzbefestigungen hinten. Der Beifahrer-Airbag ist ab
der Grundversion abschaltbar, damit Kindersitze auch gegen die
Fahrtrichtung montiert werden können. Dafür gab es dann auch fünf
Sterne für Insassensicherheit im EuroNCAP, drei für
Kindersicherheit und zwei für den Fußgängerschutz. An aktiven
Helfern hat der Yaris ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung
EBD und Bremsassistent. Ab der Ausstattungslinie Luna gibt es
Scheibenbremsen hinten sowie das elektronische Stabilitätsprogramm
VSC (heißt woanders ESP) mit Antriebsschlupfregelung TRC.
Den Yaris gibt es
ab 11.233,19 Euro als Dreitürer mit 70-PS-Motor. Der Yaris TS ist
in der dreitürigen Variante ab 17.180 Euro und als Fünftürer ab
17.900 Euro zu haben. Aufpreis kosten unter anderem Mica-/Metallic-Lackierungen,
eine Einparkhilfe hinten, CD-Wechsler, DVD-Navigationssystem sowie
das Komfort-Paket mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung,
Klimaautomatik und dem schlüssellosen Zugangs- und Startsystem
Smart Key.
Toyota
gibt eine dreijährige Neuwagen-Garantie (bis 100.000 km) inkl. fast
europaweiter Mobilitätsgarantie Eurocare, drei Jahre auf den Lack
sowie zwölf Jahre auf die Karosserie gegen Durchrostung. Zu
Fitnesscheck und Ölwechsel muss der Yaris alle 15.000 km (oder
einmal jährlich), zum großen Service alle 30.000 km (oder alle
zwei Jahre). Die Versicherungen stufen das Modell in die Typklassen
16 / 17 / 21 (KH / VK / TK) ein.
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