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„Ist das ein
Smart?“ wurde ich gefragt, nachdem ich den Wagen eingeparkt hatte. Nein, ganz schön smart ist er ja, aber
kein Smart! Etwa 50 cm länger als die erste
Baureihe des Smart, fast 17 cm breiter, nur 3 cm niedriger –
dafür aber mit bis zu vier Sitzen, wenn man keinen wirklichen
Laderaum braucht.

Mit drei Metern
Karosserielänge ist der iQ zur Zeit der kürzeste Viersitzer. Seine
Form ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber er guckt freundlich in
die Welt. Was in dem kleinen Japaner steckt, zeigte ein Test mit
einem schwarz lackierten iQ+ (das
„+“ steht für die gehobene Ausstattungsvariante „Plus“) mit 1-Liter-Motor.
Zwei Türen
bieten guten Zugang zur vorderen Sitzreihe. Eine Einstiegshilfe zur
zweiten Sitzreihe gibt es nur auf der Beifahrerseite. Luftig ist das
Platzangebot in der ersten Reihe. Dank der weit nach vorne gezogenen
Frontscheibe meint man, in einem viel größeren Auto zu sitzen. Die
Sitzschalen mit integrierten Kopfstützen vorne bieten guten
Seitenhalt. Sie sind straff und langstreckentauglich. Auch größere
Erwachsene haben hier Platz. Die zweite Reihe ist eher nur was für
Kinder, Japaner und Italiener ;-): Groß Gewachsene stoßen hier mit
Kopf und Knien schnell an ihren Grenzen.

Hinter den Sitzen
gibt es einen Stauraum von 32 Litern Volumen, ein abgedecktes
Unterbodenfach mit 6 Litern Fassungsvermögen inklusive. Bei
umgeklappten Rücksitzlehnen passen 238 Liter Gepäck hinein. Ein
weiteres Staufachfach verbirgt sich unter den Rücksitzen.

Materialqualität
und Verarbeitung sind in dieser Klasse angemessen und gut, aber
schließlich ist der iQ auch nicht billig. Da darf man Qualität
erwarten! Das Armaturenbrett ist übersichtlich gestaltet und gibt
keine Rätsel auf. Mit ausreichendem Stauraum ist der kleine Viersitzer nicht gesegnet: Ein Handschuhfach gibt es nicht wirklich, dafür
eine flache (und herausnehmbare) Handschuhfachtasche. Weitere
Ablagen gibt es in den Türen, in einem Getränkedosenhalter neben
dem Handbremshebel auf dem Mitteltunnel sowie in zwei Seitenfächern
hinten, in denen u. a. ebenfalls Getränkedosen unterkommen können.

In zwei
Ausstattungslinien bietet Toyota den iQ an: als Basisversion mit der
Bezeichnung „iQ“ und als gehobene Version mit der Bezeichnung
„iQ+“. Die Basisversion kommt mitfunkfernbedienter Zentralverriegelung, elektrischen
Fensterhebern, elektrisch einstellbaren und beheizbaren Außenspiegeln,Privacy Glass für die hintere Sitzreihe, CD-Radio,
Klimaanlage und Multi-Info-Display sowie 15-Zoll-Leichtmetallfelgen
als Serienausstattung. Lenkrad und Schaltknauf sind mit Leder
bezogen. Die gehobenere Ausstattung hat Extras wie Klimaautomatik,
Lichtautomatik, Regensensor und ein schlüsselloses Zugangs- und
Startsystem sowie höherwertige 15-Zoll-Leichtmetallfelgen mit an
Bord. Die Innenspiegel blenden hier automatisch ab, die Außenspiegel
sind anklappbar. Den größeren Benziner (1.33 VVT-i) bekommt man übrigens
nur mit der iQ+-Ausstattung – und dafür sogar serienmäßig mit
16-Zoll-Leichtmetallern.
Der Motor startet
auf Knopfdruck. Na ja, mit unter einem Liter Hubraum ist es ja wohl
eher ein Motörchen. Immerhin 68 Pferdchen werkeln drehfreudig unter
der Motorhaube und verschaffen dem nicht einmal Eintonner einigermaßen
flotten Vortrieb. Im Antritt ist er noch eher behäbig, aber ist er
erst einmal in Fahrt gekommen, mangelt es ihm eigentlich nicht
wirklich an Durchzug, obwohl das stufenlose Multidrive-Getriebe mehr
auf Kraftstoffökonomie denn auf munteren Vortrieb ausgelegt ist. Im
optionalen Sport-Modus dreht der Motor deutlich weiter hoch, was
aber nicht unbedingt in nachdrücklicheren Vortrieb umgesetzt wird.
Der Motor gehört nicht zu den ruhigsten und ist im Innenraum beim
Fahren schon recht präsent.

Über die
Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 macht Toyota keine
Angabe, sie dürfte aber weit im zweistelligen Bereich liegen. Seine
Höchstgeschwindigkeit erreicht der japanische Floh bei 150 km/h. Mit Multidrive-Getriebe liegt der Verbrauch bei 5,7 Liter
auf 100 km im Stadtverkehr, 4,1 Liter außerorts und 4,7 Liter im
gemischten Verbrauch nach EU-Norm. Schon damit geht das Fahrzeug als
5-Liter-Auto durch. Günstiger ist aber die manuelle Schaltung: 4,9
Liter innerorts, 3,9 Liter außerorts und 4,3 Liter im Durchschnitt
lauten hier die Angaben (alles Herstellerangaben, ermittelt unter
Idealbedingungen auf dem Rollenprüfstand). Der Motor erfüllt die
Abgasnorm EU4, der CO2-Ausstoß beträgt 110 g pro km. Mit manueller
Schaltung sind es sogar nur 99 g.
„Der
dreht sich ja fast auf der Stelle“, meinte mein Fahrer Daniel.
Klein und entsprechend wendig und agil ist der Japaner. Präzise und
ausreichend direkt ist die Lenkung des Fronttrieblers. Problemlos
und weitgehend neutral gibt er sich im Handling. Spurtreu folgt er
den Lenkbefehlen auch in flott gefahrenen Kurven. Ein leichtes
Untersteuern deutet rechtzeitig den nahenden Grenzbereich an.
Spurtreu und ohne tückische Lastwechselreaktionen meistert er auch
den zügig gefahrenen Slalomparcour.
Die
Federung ist eher straff ausgelegt, um die Karosserieneigung zu
minimieren. Das stößt naturgemäß bei der mit 1,50 m doch recht
hohen Karosserie an Grenzen, unsicher fühlt man sich jedoch dabei
noch nicht. Serienmäßig steht der japanische Mini auf
15-Zoll-Leichtmetallrädern mit 175/65er Reifen, die in puncto
Traktion und Seitenführung völlig ausreichend dimensioniert sind.
Sehr gut verzögern die Scheibenbremsen rundum, vorne innenbelüftet.
Passiven
Schutz bieten den Insassen die hochfeste Sicherheitsfahrgastzelle
mit „Multi-load path“-Karosseriestruktur mit Aufprallenergie
absorbierender Frontkonstruktion und Pfaden entlang der
Fahrgastzelle, die verbliebene Energien möglichst vom Passagierraum
ableiten. Im Innenraum schützen Kopfstützen und Drei-Punkt-Gurte
auf allen vier Plätzen sowie neun Airbags. Die Ausstattung umfasst
Front- und Seitenairbags vorne, Kopfairbags (Curtain Shield) für
vorne und hinten, Knieairbag für den Fahrer, Sitzpolsterairbag für
den Beifahrer sowie einen Heckairbags hinter den Kopfstützen der
Fondpassagiere. Der Beifahrerairbag kann deaktiviert werden, um die
Montage eines Kindersitzes gegen die Fahrtrichtung zu ermöglichen.
Im EuroNCAP nach den neuen Bewertungsnormen (seit 2009) erreichte
der iQ das Maximum von fünf Sternen für seine Sicherheit. Das neue
System berücksichtigt neben Insassen- und Kindersicherheit sowie Fußgängerschutz
auch die serienmäßige Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs mit
Fahrassistenzsystemen. Hier ist bei dem Mini-Toyota die ganze
heutzutage übliche Palette mit ABS,Elektronischer Bremskraftverteilung EBD, Bremsassistent BA,
dem Elektronische Stabilitätsprogramm VSC (heißt woanders ESP) und
der Traktionskontrolle TRC an Bord. Zur Serienausstattung gehört
auch ein Reifenreparaturset anstelle eines Not- oder Ersatzrades.
Ab 12.900 Euro
steht der iQ in der Basisversion beim Händler. Die gehobene
Ausstattung iQ+ ist ab 14.100 Euro zu haben. Der Basismotor mit
Multidrivesteht für
1.200 Euro mehr in der Preisliste. Serienmäßig gibt es den iQ nur
in Vulkanrot. Alle anderen Lackierungen in Perleffekt-, Mica- oder
Metallic-Farben kosten extra.
Drei
Jahre Garantie gibt Toyota auf den Neuwagen (bis 100.000 km), drei
Jahre auf den Lack sowie 12 Jahre auf die Karosserie gegen
Durchrostung. Die Mobilitätsgarantie Eurocare gibt es für drei
Jahre, eine Verlängerung für das vierte und fünfte Jahr der
Zulassung ist gegen Aufpreis möglich. Zum Servicecheck muss der iQ
alle zwei Jahre (oder nach maximal 30.000 km), zum Fitnesscheck
(inkl. Ölwechsel) alle 15.000 km oder einmal im Jahr. Die
Versicherungen stufen das Modell in die Typklassen 14 / 12 / 15 (KH
/ VK / TK) ein.
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