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Selbstbewusst und
stämmig in seiner Statur kommt dieser Auris daher: Dachspoiler,
Front- und Heckschürze, Doppelrohr-Auspuff, Seitenschweller sowie
schicke 17-Zoll-Leichtmetallräder sind die Zutaten, mit denen
Toyota Motorsport den eher braven Toyota Auris etwas aufpeppt. Dazu wird
die Karosserie noch um dezente 25 mm tiefer gelegt und fertig ist
ein Sportdress, der auf der Straße zumindest nicht unbemerkt
bleiben wird.
Was der sportlich
ausstaffierte Auris mit den Dieselmotorisierungen – 2.0 D-4D und
2.2 D-CAT – auf der Straße zu Wege bringt, zeigten Ausfahrten mit
den entsprechenden Modellen.
Der
4,22 m lange Auris ist als Drei- oder Fünftürer zu haben. Als Fünftürer
bietet der Auris guten Zugang für Passagiere und Gepäck. Bei 1,51
m Höhe ist auch die Sitzposition recht hoch. Die Vordersitze sind
ausreichend straff, gut konturiert und bieten im Schulterbereich
akzeptablen Seitenhalt. Das Platzangebot ist in beiden Sitzreihen
großzügig, auch drei Leute auf der Rückbank sitzen nicht wirklich
unbequem. Die Übersicht ist vor allem nach hinten nicht prickelnd,
die optionale Einparkhilfe ist eine sehr gute Empfehlung. Nach vorne
macht es die weit nach vorne gezogene Frontscheibe schwierig, die
Abmessungen der Karosserie einzuschätzen.
Der Kofferraum
fasst 354 Liter. Nach Umklappen der asymmetrisch geteilten Rückbanklehne
(ist ab der Basisversion Serie) stehen dachhoch bis zu 1.335 Liter
zur Verfügung. Der Auris D-CAT liegt bei 1.545 kg Leergewicht, was
bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 1.920 kg eine maximale
Zuladung von 375 kg erlaubt. Verzurrösen im Kofferraum erleichtern
das Sichern von Ladung. Hochwertige Materialien und eine tadellose
Verarbeitung kennzeichnen den Innenraum. Das Cockpit ist eher
funktional gezeichnet, mit Kurven und klaren Linien. Die Anordnung
von Schaltern und Anzeigen ist ergonomisch und gibt dem Fahrer keine
Rätsel auf.

Über
der Basisversion gibt es drei Ausstattungslinien, die den
unterschiedlichen Bedürfnissen der Käufer Rechnung tragen. Ab der
Basisversion ist der Auris unter anderem serienmäßig ausgestattet
mit einer funkfernbedienten Zentralverriegelung, elektrischen
Fensterhebern vorne, elektrisch einstellbaren Außenspiegeln,
RDS-Radio mit CD-Player und vier Lautsprechern, Bordcomputer, Gepäckraumabdeckung,
Wärmeschutzverglasung rundum und 15-Zoll-Stahlfelgen mit
Radvollblenden. Die Linie Luna verfügt darüber hinaus über
beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber hinten, eine
manuelle Klimaanlage, Schaltknauf und Lenkrad (mit integrierter
Audio-Bedienung) in Leder, sechs Lautsprecher für das Audiosystem
und Nebelscheinwerfer.
Die Linie Sol
bietet zudem Features wie eine elektronische
Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer sowie eine
Zwei-Zonen-Klimaautomatik. Der Auris mit dem D-CAT-Diesel kommt über
die Sol-Ausstattung hinaus mit 17-Zoll-Leichtmetallrädern (kosten
beim 2.0 D-4D extra), Lichtautomatik und Regensensor, einem
automatisch abblendenden Innenspiegel und dem schlüssellosen
Zugangs- und Startsystem Smart Key.
Das
sportliche Zubehör aus dem Hause Toyota Motorsport umfasst
Dachspoiler, Schwellerleisten, Front- und Heckschürze,
Doppelrohr-Endschalldämpfer und das dezente Absenken der Karosserie
mittels Tieferlegungsfedern. Ein Sport-Lederlenkrad wäre auch noch
zu haben, ist aber in keinem unserer Testfahrzeuge vorhanden. Alle
sportlichen Zubehörteile werden nachträglich beim Händler
montiert und können folglich mit allen Ausstattungslinien
kombiniert werden.
Neben zwei
Benzinmotoren (1.4.VVT-i und 1.6 Dual VVT-i) hat Toyota für
den Auris zwei Common-Rail-Dieselmotoren im Programm: den 2.0 D-4D
mit 126 PS (eine ältere Version den Motors fuhren wir im Corolla
Verso) sowie den 2.2 D-CAT mit 177 PS (er kommt auch im Avensis
sowie im RAV4 zum Einsatz). Beide Motoren werden mittlerweile
aus Aluminium gefertigt, beim überarbeiteten 2-Liter-Aggregat
konnten dadurch 60 kg an Gewicht eingespart werden.
Der
2-Liter-Dieselmotor liegt mit seinen 126 PS etwa auf Augenhöhe mit
dem stärkeren Benziner (124 PS). Der Motor geht im Auris ganz
ordentlich zu Werke, hat aber mit knappen 1,5 t Leergewicht zu kämpfen,
was sein Temperament ein wenig dämpft. Ganz ordentlich sind Antritt
und Durchzugsvermögen, aber zu hohe Ansprüche sollte man hier
nicht stellen. Den Selbstzünder können beide Diesel nicht ganz
verleugnen, allerdings laufen sie warm einigermaßen ruhig und recht
vibrationsarm.

Während der 2.0
D-4D ganz konventionell über das Drehen des Zündschlüssels zum
Leben erwacht, startet der 2.2 D-CAT mit schlüssellosen
Zugangssystem Smart Key per Knopfdruck. Mit seinen 177 PS ist er der
Topmotor der Baureihe und geht dafür auch wesentlich souveräner zu
Werke. Entsprechend ist er deutlich spontaner im Antritt,
kräftiger im Durchzug und in der Leistungsentfaltung über das
ganze relevante Drehzahlband. Mit einem maximalen Drehmoment von 400
Nm bei 2.000 bis 2.600 U/min. spielt er locker eine Klasse höher
als der 2-Liter-Diesel mit seinen maximalen 300 Nm bei 1.800 Touren.
Beide Motoren
arbeiten mit einem manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe, welches die
Motorleistung über die Vorderräder auf den Asphalt überträgt.
Leichtgängig und präzise lässt sich der Knüppel durch die
Schaltkulisse dirigieren. Die Getriebeübersetzung ist recht lang
ausgelegt, um eine maximale Kraftstoffökonomie zu erzielen. Dafür
will dann vor allem der schwächere Selbstzünder eifrig geschaltet
werden, will man im
Stadtverkehr zügig unterwegs sein. Der 177-PS-Motor verfügt
dagegen über ausreichende Reserven und wirkt auch bei niedrigerem
Drehzahlniveau deutlich lebendiger.

Für die
Beschleunigung von Null auf 100 km/h brauchen die beiden
Diesel-Auris 10,3 bzw. 8,1 Sekunden, ihre Höchstgeschwindigkeit
erreichen sie bei 195 bzw. 210 km/h. Den Verbrauch gibt Toyota für
den 2.0 D-4D an mit 7,2 Litern Dieselkraftstoff auf 100 km innerorts,
4,9 Litern außerorts und 5,7 Litern im gemischten Verbrauch nach
EU-Norm. Das etwas größere Aggregat konsumiert 7,9 Liter innerorts,
5,2 Liter außerorts sowie 6,2 Liter im gemischten Verbrauch nach
EU-Norm (alles Herstellerangaben, ermittelt unter Idealbedingungen
auf dem Rollenprüfstand). Beide Motoren sind serienmäßig mit
einem Dieselpartikelfilter ausgestattet und erfüllen die Abgasnorm
EU4. Der CO2-Ausstoß beträgt 151 g pro km beim 2.0 D-4D und 164 g
pro km beim 2.2 D-CAT. Der D-CAT verfügt zusätzlich über ein
System zur Stickoxid-Reduzierung, welches – im Gegensatz zu ähnlich
wirkenden Systemen anderer Automobilhersteller – ohne Additive
oder Beimischungen arbeitet. Das überarbeitete 2-Liter-Triebwerk
produziert weniger Stickoxide als sein Vorgänger.
Frontantrieb und
sein guter Geradeauslauf machen den Auris zu einem problemlosen und
komfortablen Begleiter. Seine direkte Lenkung und die Tieferlegung
unseres Modell um dezente 25 mm offenbaren seine sportliche Seiten.
Etwas straffer liegt er auf der Straße, aber mit einem nicht
unangenehmen Restkomfort. Dafür bietet er hohe Sicherheitsreserven
bei flotter Kurvenhatz, die wenig Probleme, aber viel Freude am
Fahren schafft. Minimales Untersteuern in den Kurven sowie eine
solide Straßenlage bei plötzlichen Spurwechseln und Ausweichmanövern
lassen das kompakte Goldstück (lat. „aurum“ heißt Gold) auf
dem Asphalt glänzen. Anstelle der serienmäßigen
16-Zoll-Räder steht dieser Auris auf 17-Zoll-Felgen mit 225/45er
Reifen. Die Scheibenbremsen rundum (vorne innenbelüftet) verzögern
im Notfall prompt und wirkungsvoll.
Der
Auris verfügt über eine Aufprallenergie absorbierende
Sicherheitskarosserie, Seitenaufprallschutz mit zusätzlichen
Energie absorbierenden Materialien in den Türen, Kopfstützen und
Drei-Punkt-Gurte auf allen Sitzplätze, aktive Kopfstützen vorne (Schleudertrauma-Schutzsystem
WIL), Front- und Seitenairbags für die Frontpassagiere, Knieairbag
für den Fahrer, Kopfairbags (Curtain Shield) für vorne und hinten
und Isofix-Kindersitzbefestigungen auf der Rückbank. Der
Beifahrerairbag kann deaktiviert werden, damit Kindersitze auch
gegen die Fahrtrichtung angebracht werden können. Im EuroNCAP gab
es 2006 das Maximum von fünf Sternen für Insassenschutz, vier
Sterne für Kindersicherheit und drei Sterne für Fußgängerschutz.
An aktiven Helfern sind ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung,
Bremsassistent sowie das Elektronische Stabilitätsprogramm VSC (heißt
woanders ESP) mit Antriebsschlupfregelung TRC. Zum
Ausstattungsumfang zählt zur Gewichtsoptimierung ein Notlaufrad
anstelle eines vollwertigen Ersatzrades.
Der Auris ist zu
Preisen ab 15.700 Euro als Dreitürer und 16.400 Euro als Fünftürer
zu haben. Der 2.0 D-4D beginnt mit Preisen ab 19.400 (Dreitürer)
und 20.100 (Fünftürer) in
der Basisausstattung, die Sol-Ausstattung kostet 2.600 Euro extra.
Der 2.2 D-CAT steht ab 24.600 bzw. 25.300 Euro (Drei-/Fünftürer)
in der Preisliste. Optional und erst nachträglich zum Einbau beim Händler
bekommt man das sportliche Zubehör von Toyota Motorsport. Extra
kosten ab Werk Mica-/Metallic-Lackierungen, eine Einparkhilfe
hinten, ein DVD-Car-Entertainment-System oder ein Multivisions-,
Audio- und DVD-Navigationssystem.

Toyota
gibt eine dreijährige Neuwagen-Garantie (bis 100.000 km) inkl. fast
europaweiter Mobilitätsgarantie Eurocare, drei Jahre auf den Lack
sowie zwölf Jahre auf die Karosserie gegen Durchrostung. Die
variablen Ölwechselintervalle sowie die Serviceintervalle betragen
30.000 km oder alle zwei Jahre. Die Versicherungen stufen die
Modelle in die Typklassen 17 / 18 / 22 für den 2.0 D-4D bzw. 17 /
22 / 22 für den 2.2 D-CAT (KH / VK / TK)
ein.
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