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Klein und knuffig
fährt der Suzuki Swift vor. Zwar hat der japanische Hersteller noch
kürzere Fahrzeuge im Programm, aber mit dem Swift im
Kleinwagen-Segment seinen Bestseller. Der 3,70 m lange Kleinwagen
wurde im Herbst 2004 auf dem Pariser Autosalon vorgestellt. Was er
auf der Straße kann, zeigte eine kurze Ausfahrt mit einem Swift
1300 der Sonderedition Dance.

Der komfortabel
untergebrachte 1,90 m Fahrer kostet seinen Hintermann zwar ein wenig
an Kniefreiheit, aber insgesamt ist mehr Platz drin, als man von außen
bei 3,70 m Karosserielänge und 2,38 m Radstand meint. Relativ viel
Kopffreiheit haben auch die Fondpassagiere, da das Dach nur wenig
nach hinten abfällt. Guten Zugang zu beiden Sitzreihen bieten beim
Sondermodell Dance die serienmäßigen fünf Türen. Als Fünftürer
verfügt der Swift über fünf Sitzplätze, die dreitürige Version
hingegen hat nur vier. Das ist vielleicht sogar besser so, denn drei
Leute genießen auf der Rückbank nicht gerade üppige
Ellenbogenfreiheit. Die Übersicht über die Karosserie ist gut,
weil das Fahrzeug praktisch, handlich und klein ist und die Gürtellinie
nach hinten kaum ansteigt. Der Laderaum fasst 213 Liter hinter den
asymmetrisch geteilten Rücksitzen, sind diese zusammengefaltet und
umgeklappt, sind bis zu 562 Liter möglich. Die 440 kg maximal
erlaubte Zuladung sind für einen Kleinwagen üppig bemessen.
Das Interieur
macht insgesamt einen guten Eindruck, die schwarzen Kunststoffoberflächen
wirken angemessen hochwertig, die Verarbeitung ist nicht zu
beanstanden. Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet, Anzeigen gut
einzusehen, Schalter und Knöpfe gut bedienbar und logisch
angeordnet.

Grundsätzlich
stehen für den Swift fünf Ausstattungslinien zur Wahl. Zusätzliche
Extras über die serienmäßige Ausstattung der fünf Linien hinaus
sind eigentlich nicht vorgesehen. Ausnahmen sind lediglich
Metallic-Lackierungen, Automatikgetriebe und Allradantrieb. Das
Sondermodell Dance basiert auf der schon recht umfangreichen
Comfort-Ausstattung. Die bescheidene Basisversion ist noch für
unter 10.000 Euro zu haben, heißt Classic und verfügt serienmäßig
über 14-Zoll-Stahlräder mit Radzierblenden, getönte Scheiben, höhenverstellbare
Kopfstützen auf allen Sitzen, eine umklappbare Rückbank,
Radioanschlussvorbereitung inkl. Dachantenne sowie Servolenkung. Ab
der Club-Version gibt es eine funkfernbediente Zentralverriegelung,
Multifunktionsdisplay, Warnsummer für nicht vollständig
geschlossene Türen und brennendes Licht nach Abziehen des Schlüssels,
eine asymmetrisch geteilte Rückbank, vier Lautsprecher, elektrische
Fensterheber vorne, Seiten- und Kopfairbags sowie eine Klimaanlage.
Lenkrad und Fahrersitz sind höhenverstellbar. Die dritte (mittlere)
Ausstattungsstufe Comfort bringt zusätzlich elektrisch einstellbare
und beheizbare Außenspiegel, Nebelscheinwerfer, 15-Zoll-Alufelgen,
CD-Radio inkl. Lenkradfernbedienung sowie eine Sitzheizung vorne
mit. Das Sondermodell Dance verfügt darüber hinaus über
elektrische Fensterheber hinten, sportliche Verzierungen im
Innenraum, ein Lederlenkrad, Fußmatten, eine markante Auspuffblende
und einen auffälligen Sondermodell-Sticker. Das Sondermodell ist
ausschließlich in einer Metallic-Lackierung zu haben. Hier stehen
Supreme Red, Azure Grey Pearl (eine Art Graublau) und Pearl White
zur Wahl.
Der
1,3-Liter-Vierzylinder-Vierventiler mit 92 PS ist der Basismotor der
Baureihe. Zwei weitere Benziner mit 1,5 bzw. 1,6 Litern Hubraum und
102 bzw. 125 PS runden die Motorenpalette nach oben ab. Der kleine
Motor nimmt gut Gas an und gibt sich sehr drehfreudig. Allerdings
braucht er auch viel Drehzahl, das Drehmomentmaximum von 116 Nm
liegt erst spät bei 4.200 U/min. an. Das erhöht den Verbrauch,
wenn man flott unterwegs sein will. Ansonsten hat der 92-PS-Motor
mit den knapp über 1 t Leergewicht nicht viel Mühe, zumindest im
Stadtverkehr lässt sich damit gut mitschwimmen. Auf der Autobahn
geht es da etwas zäher vonstatten, seine Höchstgeschwindigkeit von
175 km/h erreicht der Swift nur mit langem Anlauf. Für den Sprint
von Null auf Tempo 100 braucht er 11 Sekunden, das geht in Ordnung.
Der
Motor läuft recht vibrationsarm, ist aber akustisch im Innenraum präsent:
umso mehr, je höher die Drehzahlen klettern. Das Fünfgang-Schaltgetriebe
glänzt mit kurzen knackigen Schaltwegen, der Hebel lässt sich präzise
durch die Schaltgassen lotsen. Die Getriebeübersetzung ist nicht
wirklich kurz, um den Verbrauch nicht unnötig anzuheizen. Dass muss
der Fahrer durch eifriges immer-wieder-Runterschalten schon selbst
tun.
Wer
sportlich-flott unterwegs sein will, muss schon deutlich mehr
Kraftstoffverbrauch rechnen. Auf dem Rollenprüfstand wurden bei ökonomischer
Fahrweise 8 Liter Superkraftstoff für 100 km Stadtverkehr, 5 Liter
für Außerorts-Verkehr sowie 6,1 Liter im gemischten Verbrauch nach
EU-Norm ermittelt. Der Motor erfüllt die Abgasnorm EU4 EU4, der
CO2-Ausstoß beträgt 143 g pro km.
Als
Fronttriebler verspricht der Swift ein insgesamt unproblematisches
Handling. Die Lenkung ist eher direkt, präzise und vermittelt ein
gutes Gefühl für die Beschaffenheit der Fahrbahn. Eher straff
liegt der Swift auf der Straße, ohne jedoch den Passagieren
schlechten Fahrkomfort zu bieten. Er vermittelt ein bisschen so was
wie Kart-Feeling, sein kleiner Wendekreis macht ihn ungemein
handlich. Der Swift glänzt mit einer hohen Fahrdynamik und liebt
kurvige Pisten, je enger desto besser. Außer einem leichten
Schieben über die Vorderräder lässt er sich kaum aus der Ruhe
bringen. Erst bei heftigen Lastwechseln drückt das Heck ein wenig
nach außen, hier ist eine geübte Hand von Nöten, den ESP hat
unser Testmodell nicht. ESP ist nur in der Topversion Swift Sport zu
bekommen.
Das
Sondermodell Dance steht wie der Swift in Comfort-Ausstattung auf
15-Zoll-Rädern 185/60er Reifen. Die Bremsen (innenbelüftete
Scheiben vorne, Trommelbremsen hinten) sind – Kleinwagen-typisch
– nicht wirklich großzügig dimensioniert, liefern aber im
Notfall akzeptable Bremswege.
Die
Insassen schützen eine Sicherheitskarosserie aus hochfesten Stählen,
Seitenaufprallschutz, Kopfstützen und Drei-Punkt-Gurte auf allen
Sitzplätzen, Front- und Seitenairbags vorne, Kopfairbags für vorne
und hinten sowie zwei Isofix-Kindersitzvorrüstungen hinten. Auf die
Seiten- und Kopfairbags muss man allerdings in der Basisversion
Classic verzichten. An elektronischen Helfern gibt es ab der
Basisversion serienmäßig eine Servolenkung sowie ABS mit
Elektronischer Bremskraftverteilung EBD. Weder für Geld noch für
gute Worte allerdings gibt es ESP oder Scheibenbremsen vorne und
hinten. Die finden sich leider nur beim sportlichen Topmodell Swift
1600 Sport wieder, aber dort wenigstens serienmäßig.

Ab 9.990 Euro
steht der Suzuki Swift in den Preislisten der Händler, als Dreitürer
mit dem 1300er Motor und in der Basisausstattung Classic. Für den Fünftürer
zahlt man ab 12.500 Euro in der Club-Ausstattung. Die
Comfort-Version schlägt mit Preisen ab 14.000 Euro zu Buche, das
Sondermodell Dance wird für 14.700 Euro unverbindliche
Preisempfehlung angeboten. Weitere Sonderausstattungen sind für
dieses Modell nicht vorgesehen.
Suzuki
gibt eine Neuwagengarantie von drei Jahren bis 100.000 km (inkl.
Mobilitätsgarantie) sowie zwölf Jahre auf die Karosserie gegen
Durchrostung. Eine Anschlussgarantie für das vierte und fünfte
Jahr nach Erstzulassung (oder 150.000 km) gibt es gegen Aufpreis,
die Mobilitätsgarantie verlängert sich beim Einhalten der
Inspektionsintervalle bis zum 10. Jahr. Zum Service inkl. Ölwechsel
muss der Swift alle 15.000 km oder einmal in zwölf Monaten. Die
Versicherungen stufen das Modell in die Typklassen 15 / 19 / 16 (KH
/ VK / TK) ein.
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