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Obwohl der Neue
knappe 15 cm länger ist als der Alte, gehört der neue Suzuki Swift
immer noch in die Kategorie Kleinwagen: Mit seinen 3,85 m ist er
noch ein gutes Stück von der magischen 4-Meter-Grenze entfernt.
Auch beim Radstand (2,43 m) hat er um gut 5 cm zugelegt, was ihn
aber noch nicht zum Innenraumriesen macht.
Einen guten
Schuss peppiger gestalteten die Designer die Karosserie der viertens
Generation, die seit 2010 auf dem deutschen Markt zu haben ist. Die
Modellreihe wird seit 1983 gebaut. Die dritte
Generation hatten wir 2007 mal im Test. Die aktuelle Generation
wird für den europäischen Markt in Ungarn gefertigt. Eine Ausfahrt
vermittelte einen ersten Eindruck von dem kleinen Japaner mit
Dieselmotor und in Club-Ausstattung.
Mit Ottomotor ist
der Swift auch als Dreitürer zu haben. Unsere Dieselvariante gibt
es aber nur als Fünftürer. Das bietet allen Mitfahrern einen guten
Zugang zum Innenraum. Übersichtlich ist die Karosserie, einen „Rückfahrwarner“
gibt es als Zubehör. Das Platzangebot ist kleinwagen-typisch, vor
allem mit drei Leuten auf der Rückbank. Der Laderaum fasst 211
Liter, das reicht zum Einkaufen. Die Rücksitzlehne ist ab der
Basisversion vollständig umlegbar, in der Club-Version sogar
asymmetrisch geteilt. Das Volumen erhöht sich dann auf bis zu 902
Liter, womit zumindest der Urlaub zu Zweit gerettet wäre ;-).
Verarbeitung und Materialqualität sind angemessen, Luxus kann man
in dieser Klasse nicht erwarten. Das Cockpit ist ergonomisch
gestaltet und funktional in der Anmutung, das dient der
Nutzerfreundlichkeit.

Basis, Club und
Comfort heißen die drei Ausstattungslinien, die für den Swift verfügbar
sind. Wobei die volle Palette nur mit dem 1,2-Liter-Benziner
zu haben ist. Der 1.3er Diesel wird nur in der mittleren
Ausstattungsvariante Club angeboten. Die Basisausstattung ist mit
dem spitzen Bleistift kalkuliert und umfasst reine Basics wie
Servolenkung, elektrische Fensterheber vorn (immerhin!) und ein
Multifunktionsdisplay, eine Radiovorbereitung mit vier Lautsprechern
und Antenne, getönte Wärmeschutzverglasung rundum und
15-Zoll-Stahlräder. Die elektrischen Fensterheber hinten sind
allerdings auch in der nächsthöheren Linie noch nicht Serie. Die
Club-Ausstattung bietet zusätzlich zur Basis eine funkfernbediente
Zentralverriegelung, elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel,
Spiegel in beiden Sonnenblenden, Außentemperaturanzeige und
Drehzahlmesser, Klimaanlage sowie ein CD-Radio (mp3-fähig) mit
USB-Anschluss. Ein Glasschiebehubdach ist nur in der
Topp-Ausstattung Comfort gegen Aufpreis verfügbar.
Zwei
Motoren gibt es für die aktuelle Baureihe des Swift. Der
1,2-Liter-Ottomotor mit 94 PS ist uns aus dem Opel
Agila B bekannt. Der zweite Motor der Baureihe ist ein
1,3-Liter-Turbodiesel mit Common-Rail-Direkteinspritzung. Der schon
aus dem Vorgänger bekannte Motor wurde weiterentwickelt und in
seiner Kraftstoffeffizienz weiter optimiert. Er leistet nach wie vor
75 PS, was für den nur knapp eine Tonne schweren Swift völlig
ausreichend ist. Der Antritt ist in Ordnung, die vom Hersteller
angegebene Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 (12,7
Sekunden) wirkt subjektiv kürzer. Durchzugsvermögen und
Leistungsentfaltung gehen in Ordnung. Das maximale Drehmoment von
190 Nm liegt – Diesel-typisch – schon bei 1.750 U/min. an. Dabei
läuft der Selbstzünder kultiviert, auch wenn er den Diesel nicht
verleugnen kann. Die kleinwagen-typische Dämmung macht ihn im
Innenraum präsent, aber er wirkt nicht störend.

Das Triebwerk ist
ausschließlich mit dem manuellen Fünfgang-Schaltgetriebe verfügbar.
Knackige und präzise Schaltwege machen Freude. Die lange Übersetzung
ist für maximale Kraftstoffökonomie ausgelegt. Für ein zügiges
Vorankommen muss man den Knüppel in der Stadt schon häufiger
schwingen.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit
von 165 km/h ist der Swift im fließenden Verkehr gut unterwegs.
Sparsam ist er im Verbrauch: Gute 5,1 Liter Dieselkraftstoff
verbrennt er auf 100 km im Stadtverkehr, 3,6 Liter sind es außerorts
und 4,2 Liter im gemischten Verbrauch nach EU-Norm (alles
Herstellerangaben, ermittelt unter Idealbedingungen auf dem Rollenprüfstand).
Der Motor erfüllt die Abgasnorm EU5 und verfügt serienmäßig über
einen Partikelfilter. Der CO2-Ausstoß beträgt saubere 109 g pro
km.
Der Swift verfügt
serienmäßig über Frontantrieb. Eine Allradvariante gibt es gegen
Aufpreis, aber nur für den Benziner. Die sportlich-direkte Lenkung
wurde speziell auf den europäischen (und hier wohl vor allem den
deutschen) Markt hin ausgelegt. Agil und
sicher bewegt sich der kleine Japaner über den Asphalt. Präzise
folgt er den Lenkbefehlen des Fahrers. Den hoch angesiedelten
Grenzbereich deutet in allzu flott angegangenen Kurven ein leichtes
Untersteuern an, welches sich aber durch gefühlvolles Gaswegnehmen
beherrschen lässt. Serienmäßig steht der Swift auf 15-Zoll-Stahlrädern
mit 175/65er Reifen. Sehr ordentlich verzögern innenbelüftete
Scheibenbremsen vorne und Trommelbremsen hinten. Scheibenbremsen
hinten gibt es nur in der Comfort-Ausstattung.
Aus hochfesten
Stählen und so genannten Tailored Blanks (maßgefertigten
Zuschnitten) fertigen die Japaner eine stabile und dennoch leichte
Karosserie mit Sicherheitsfahrgastzelle, Seitenaufprallschutz und
verformbaren Crashelementen vorne und hinten. Die Insassen schützen
zudem Kopfstützen und Dreipunkt-Sicherheitsgurte auf allen fünf Plätzen,
Front- und Seitenairbags vorne, Knieairbag für den Fahrer,
Windowbags für vorne und hinten sowie zwei Isofix-Kindersitzvorrüstungen
hinten. Der Beifahrerairbag lässt sich abschalten, damit dort
Kindersitze gegen die Fahrtrichtung montiert werden können. Im
EuroNCAP nach den neuen Bewertungsnormen (seit 2009) erreichte der
Swift 2010 das Maximum von fünf Sternen für seine Sicherheit. Die
vom Swift im vergangenen Jahr erreichten Werte reichen aus, um bei
den 2012 steigenden Anforderungen des EuroNCAP ebenfalls 5 Sterne zu
erzielen. Das neue System berücksichtigt neben Insassen- und
Kindersicherheit sowie Fußgängerschutz auch die serienmäßige
Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs mit Fahrassistenzsystemen. An
aktiven Systemen hat Suzuki dem Swift die ganze Palette dessen
mitgegeben, was heutzutage üblich ist: ABS mit Elektronischer
Bremskraftverteilung EBD und Bremsassistent ebenso wie das
Elektronische Stabilitätsprogramm ESP mit Traktionskontrolle.
Serienmäßig an Bord ist ein Notrad.
Ab 10.990 Euro
steht der Suzuki Swift in den Preislisten der Händler – mit
1,2-Liter-Motor, Basisausstattung und drei Türen. Den Diesel gibt
es nur in der Club-Ausstattung und mit fünf Türen – zu Preisen
ab 15.900 Euro. Extra kosten bei diesem Motor lediglich
Metallic-Lackierungen. Weitere Ausstattungsextras stehen nicht zur
Verfügung.
Suzuki
gibt drei Jahre Garantie auf das Neufahrzeug (bis 100.000 km) mit
fast europaweiter Mobilitätsgarantie sowie 12 Jahre auf die
Karosserie gegen Durchrostung. Eine Anschlussgarantie für weitere
zwei Jahre (bis 150.000 km) gibt es gegen Aufpreis. Zur Inspektion
und zum Ölwechsel muss der Japaner alle 15.000 km oder einmal im
Jahr. Die Versicherungen stufen das Modell in die Typklassen 16 / 20
/ 20 (KH / VK / TK) ein.

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