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Jugendlich und
freundlich wirkt der Suzuki Alto. Ein zeitgemäßes Gesicht hat der
japanische Hersteller seiner kleinsten Baureihe spendiert. Darüber
hinaus punktet der Alto mit sehr kompakten Maßen und einem günstigen
Grundpreis. Seit 1979 gibt es bei Suzuki ein Einstiegsmodell mit
Namen Alto. Seit 2009 ist die siebte Generation des Kleinstwagens
auf dem Markt. Produziert wird der Alto in einem indischen
Suzuki-Werk in der Nähe von Neu-Delhi. Was er kann, zeigte eine
erste Ausfahrt.
Der aktuelle Alto
ist ausschließlich als Fünftürer zu haben. Das bedeutet guten
Zugang zum Innenraum. Allerdings sollte man auf 3,50 m Karosserielänge
keine allzu üppigen Platzverhältnisse erwarten – auch nicht für
nur vier Personen. Die Übersicht geht trotz ansteigender Gürtellinie
auch nach hinten in Ordnung, was bei den bescheidenen Abmessungen
aber nicht wundert.

Sportlich konturierte Sitze mit integrierten Kopfstützen vorne
bieten guten Seitenhalt und ausreichenden Langstreckenkomfort. Der
Laderaum fasst 129 Liter. Die Rücksitzlehne ist auch in der
mittleren Ausstattungsvariante nur komplett umlegbar. Das
Laderaumvolumen erhöht sich damit auf bis zu 774 Liter bei
dachhoher Beladung. Leer wiegt er unter einer Tonne (zw. 930 und 960
kg – je nach Ausstattung), die maximale Zuladung beträgt 290 kg für
Beifahrer und Gepäck.

Das Cockpit ist
eher funktional gestaltet, schlicht und übersichtlich in der
Handhabung. Materialqualität und Verarbeitung sind in dieser Klasse
nicht zu beanstanden. Minimale Bedürfnisse befriedigt die
Basis-Ausstattung Basic. Sie umfasst eine funkfernbediente
Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber vorne, getönte Wärmeschutzverglasung
rundum, eine Radiovorbereitung mit zwei Lautsprechern und
14-Zoll-Stahlfelgen mit Radzierblenden. Die Außenspiegel sind von
innen manuell verstellbar. Die zweite Ausstattungslinie Club wartet
darüber hinaus auf mit Klimaanlage, Kopfairbags und ESP. Wer einen
höhenverstellbaren Fahrersitz, eine geteilte Rückbanklehne,
Drehzahlmesser, ein (mp3-fähiges) CD-Radio, sechs Lautsprecher,
Nebelscheinwerfer und Leichtmetallfelgen wünscht, sollte gleich die
Top-Ausstattung Comfort wählen.

In dieser
Baureihe bietet Suzuki nur einen Motor an: Der 1-Liter-Ottomotor ist
ein Dreizylindermotor und leistet 68 PS. Beim Antritt reißt er
keine Bäume aus, kommt aber einigermaßen zügig in die Gänge.
Durchzug und Leistungsentfaltung gehen in dieser Klasse ebenfalls in
Ordnung. Für einen Dreizylinder läuft er einigermaßen ruhig, ist
aber im Innenraum präsent. Das manuelle Fünfgang-Schaltgetriebe
arbeitet leichtgängig und präzise. Von der Übersetzung her ist es
auf maximale Kraftstoffökonomie ausgelegt. Wer zügig unterwegs
sein will, muss schon sehr schaltfreudig fahren.

Für die
Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 braucht der kleine
Japaner 14 Sekunden, bei 155 km/h erreicht er seine Höchstgeschwindigkeit.
Genügsam ist der Dreizylinder-Vierventiler im Verbrauch: 5,5 Liter
Superbenzin konsumiert er auf 100 km in der Stadt, 3,8 Liter sind es
außerorts und 4,4 Liter im gemischten Verbrauch nach EU-Norm (alles
Herstellerangaben, ermittelt unter Idealbedingungen auf dem Rollenprüfstand).
Der Motor erfüllt bereits die Abgasnorm EU5, der CO2-Ausstoß beträgt
103 g pro km.
Frontantrieb
macht ihn zu einem relativ problemlosen Begleiter. Die Lenkung ist
leichtgängig und ausreichend präzise. Das Fahrwerk ist recht
komfortabel ausgelegt. Der mit 2,36 m kurze Radstand und die
Spurweite von ca. 1,40 m auf beiden Achsen tragen zudem zu einer größeren
Seitenneigung in den Kurven bei. Diese sollte den Fahrer davon
abhalten, das Fahrwerk mit allzu hohem Tempo in Kurven oder bei plötzlichen
Spurwechseln zu sehr zu fordern. In seinen physikalischen Grenzen fährt
er sich neutral und gut beherrschbar. Der Alto steht auf 14-Zoll-Rädern
mit 155/65er Reifen. Ordentlich verzögern innenbelüftete
Scheibenbremsen vorne und Trommelbremse hinten.
Eine
Leichtbau-Karosserie mit crash-optimierter Fahrgastzelle aus
hochfesten Stählen und Seitenaufprallschutz mindern die Folgen
eines Unfalls. Im Innenraum hat Suzuki Kopfstützen und
Drei-Punkt-Gurte auf allen vier Sitzen, Front- und Seitenairbags
vorne und Isofix-Kindersitzvorrüstungen hinten verbaut. Ab der
Club-Version gibt es auch Kopfairbags für vorne und hinten. Im
EuroNCAP nach den neuen Bewertungsnormen (seit 2009) erreichte der
Suzuki Alto drei Sterne für seine Sicherheit. Das neue System berücksichtigt
neben Insassen- und Kindersicherheit sowie Fußgängerschutz auch
die serienmäßige Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs mit
Fahrassistenzsystemen. Serienmäßig ab dem Basismodell an Bord ist
ABS mit Bremskraftverstärker und Elektronischer
Bremskraftverteilung. Das Elektronischen Stabilitätsprogramm ESP
mit abschaltbarer Traktionskontrolle gehört erst ab der
Club-Version zum Ausstattungsumfang. Anstelle eines Ersatz- oder
Notrades gibt es ein Reifenreparaturkit.
Ab
8.900 Euro steht der Alto Basic in den Preislisten der Händler.
Jeweils 1.000 Euro teurer sind die Ausstattungslinien darüber, Club
und Comfort. Extra kostet die Metallic-Lackierung sowie das erst ab
der Club-Version erhältliche Automatik-Getriebe. Suzuki gibt drei
Jahre Garantie auf das Neufahrzeug (bis 100.000 km) mit fast
europaweiter Mobilitätsgarantie sowie 12 Jahre auf die Karosserie
gegen Durchrostung. Eine Anschlussgarantie für weitere zwei Jahre
(bis 150.000 km) gibt es gegen Aufpreis. Zur Inspektion und zum Ölwechsel
muss der kleine Japaner alle 15.000 km oder einmal im Jahr. Die
Versicherungen stufen das Modell in die Typklassen 16 / 17 / 20 (KH
/ VK / TK) ein.
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