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Der
Subaru Impreza wirkt deutlich kompakter als es seine Maße von 4,42
m Karosserielänge andeuten. Die beiden großen Lufteinlässe vorne
in Kühlergrill und Stoßfänger lassen ihn freundlich grinsen.
Projektionsscheinwerfer runden das Gesicht als Augen ab. Die früh
abfallende Dachlinie mit kleinem Spoiler sorgen für einen peppigen
Abschluss.
Das
aktuelle Modell gibt es nur als Fünftürer, in den ersten
beiden Generationen hatte es auch die viertürige
Stufenheck-Limousine sowie einen Kombi gegeben. Seit 1992 gibt es
die Impreza-Baureihe schon, aktuell in der dritten Generation (seit
2007). Das aktuelle Modell steht auf der verkürzten Plattform des
Mittelklasse-Modells Legacy. Einen ersten Eindruck vom Impreza
gewannen wir auf einer Probefahrt.
Guten Zugang zum
Innenraum finden die Passagiere in beiden Sitzreihen. Dort finden
sowohl Front- als auch Fondpassagiere ein üppiges Platzangebot. Die
sportlich konturierten Vordersitze bieten guten Seitenhalt. Hinten
schränkt die früh abfallende Dachlinie, die der Fahrzeugkarosserie
eine gewissen Dynamik verleiht, allerdings die Kopffreiheit ein. Mit
seinen 301 Litern Laderaum reißt der japanische Mittelklässler auf
4,42 m Länge keine Bäume aus, das können andere in dieser Klasse
besser. Durch Umklappen der asymmetrisch geteilten Rückbanklehne
entsteht ein ebener Laderaumboden bei einem Gepäckabteil von bis zu
1.216 Litern Größe.

Das nüchtern-funktionale Armaturenbrett ist in zweifarbigem
Kunststoff gehalten, wobei die dunkleren, feiner strukturierten Flächen
oben Reflexionen vermeiden. Das Ganze wirkt angemessen, wenn auch
nicht allzu hochwertig. Auch am ergonomisch gestalteten Cockpit gibt
es nichts auszusetzen: Der Fahrer hat keinerlei Probleme, die Übersicht
und damit die Kontrolle zu behalten.

Für jede
Motorisierung hat Subaru bis zu drei Ausstattungslinien im Angebot.
Den 2-Liter-Benziner gibt es als Active, Comfort und Sport. Active
ist die Basisausstattung, die beim 2-Liter-Benziner allerdings etwas
umfangreicher ist als beim 1,5-Liter-Benziner. Ab Werk fährt das
Basismodell mit funkfernbedienter Zentralverriegelung, elektrisch
einstellbaren Außenspiegeln, elektrischen Fensterhebern vorne und
hinten, Bordcomputer, Klimaautomatik, CD-Radio und 16-Zoll-Stahlrädern
mit Radzierblenden vor. Der 2-Liter-Benziner hat in der
Active-Ausstattung zusätzlich eine Berg-Anfahrhilfe sowie das
Elektronische Stabilitätsprogramm VDC (Vehicle Dynamics Control)
sowie Leichtmetallfelgen an Bord. Außenspiegel und Türgriffe sind
in Wagenfarbe lackiert. In höheren Ausstattungslinien sind Features
wie Geschwindigkeitsregelung, ein Audio-System mit CD-Wechsler und
Multifunktionstasten am Lenkrad sowie beheizbare Außenspiegel,
Xenon- oder Nebelscheinwerfer verfügbar.

Subaru ist
bekannt für seine Boxermotoren: der hier verbaute 2-Liter-Ottomotor
leistet 150 PS. Ein kleinerer 1,5-Liter-Ottomotor (Boxer mit 107
PS), ein 2-Liter-Boxer-Dieselmotor (150 PS), den wir bereits aus dem
Legacy Kombi kennen (und der hier mit Sicherheit die
spannendere Alternative wäre!), sowie ein 300 PS starker
aufgeladener 2,5-Liter-Ottomotor, der Boxermotor im WRX STI,
komplettieren die Motorenpalette. Kernig im Sound, aber
vibrationsarm geht der Zweiliter-Boxer zur Sache. Der Motor hängt
gut am Gas. Im Antritt ist er etwas zurückhaltend, erst bei
mittleren Drehzahlen geht er druckvoller zur Sache. Für einen
Benziner recht früh, nämlich bei 3.200 U/min. liegt das maximale
Drehmoment von 196 Nm an der Kurbelwelle an. Das manuelle Fünfgang-Schaltgetriebe
arbeitet leichtgängig und präzise, allerdings sind die Schaltwege
recht lang.

Für die
Beschleunigung von Null auf Tempo 100 reichen 9,6 Sekunden, bei 193
km/h erreicht der Impreza seine Höchstgeschwindigkeit. Das hohe
Karosseriegewicht und die wenig windschnittige Figur (Cw-Wert von
0,35) haben ihren Preis: Der Verbrauch liegt bei 11,1 Liter
Superbenzin je 100 km im Stadtverkehr, 6,9 Litern außerorts und 8,4
Liter im gemischten Verbrauch nach EU-Norm (alles Herstellerangaben,
ermittelt unter Idealbedingungen auf dem Rollenprüfstand). Der
Motor erfüllt die Abgasnorm EU4, der CO2-Ausstoß beträgt 199 g
pro km.
Subaru hat
sich einen Namen als größter Hersteller von allradgetriebenen Pkw
gemacht. Auch unser Testwagen verfügt über einen permanenten
Allradantrieb (Verteilung zwischen den Achsen: 50:50), den kleinsten
Motor dieser Baureihe gibt es allerdings auch mit Frontantrieb. Um
die Mittellage wirkt die Lenkung etwas schwammig, dafür folgt der
Wagen aber präzise den Anweisungen des Fahrers. Da kann man nicht
meckern. Angemessen sportlich ist der Impreza ausgelegt, bietet
dabei aber guten Fahrkomfort. Sicher liegt er auf der Straße. Dem
Grenzbereich nähert sich der Allradler in sehr flotten Kurven
leicht untersteuernd. Plötzliche Spurwechsel absolviert er in Ruhe
und Gelassenheit. Unser Modell steht auf 17-Zoll-Leicchtmetallrädern
mit 205/50er Reifen (Basismotor 195/65 R15). Gut verzögern die
Scheibenbremsen rundum (vorne innenbelüftet) – lediglich der
Fronttriebler kommt noch mit Trommelbremsen hinten.

Eine
Sicherheitskarosserie mit Seitenaufprallschutz und definierten
Verformungszonen, Drei-Punkt-Gurte und Kopfstützen auf allen Plätzen,
aktive Kopfstützen vorne, Front- und Seitenairbags vorne und
Windowbags für vorne und hinten sowie zwei Isofix-Kindersitzvorrüstungen
hinten schützen die Insassen im Falle eines Unfalles. Im EuroNCAP
nach den neuen Bewertungsnormen (seit 2009) erreichte er vier Sterne
für seine Sicherheit. Das neue System berücksichtigt neben
Insassen- und Kindersicherheit sowie Fußgängerschutz auch die
serienmäßige Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs mit
Fahrassistenzsystemen. Serienmäßig ab der Basisversion an Bord ist
das ABS mit Sicherheits-Bremsassistent. Die Berg-Anfahrhilfe
sowie das Elektronische Stabilitätsprogramm VDC (Vehicle Dynamics
Control) gibt es zwar in der Basisausstattung Active, nicht jedoch
– auch nicht gegen Aufpreis – für den 1,5-Liter-Basismotor
(hier erst ab Comfort serienmäßig dabei). Das dürfte – bei
Top-Werten in der Einzeldisziplin Insassenschutz – wohl den fünften
Stern gekostet haben.

Den Subaru
Impreza gibt es ab 16.900 Euro – in Basisausstattung mit
1,5-Liter-Boxermotor und Frontantrieb. Der 2-Liter-Boxer-Benziner
steht mit Preisen ab 22.700 Euro in den Preislisten. Aufpreis kosten
zum Beispiel Metallic- oder Perleffekt-Lackierungen, ein
Glas-Schiebedach, Lederinterieur sowie Ledersitze mit Sitzheizung
vorne.

Subaru
gibt drei Jahre Garantie (bis 10.000 km) auf den Neuwagen sowie
gegen Oberflächenrost (gemeint ist hier wohl: auf den Lack) und zwölf
Jahre auf die Karosserie gegen Durchrostung. Anschlussgarantien gibt
es gegen Aufpreis für bis zu weitere zwei Jahre (dann bis 160.000
km). An die Neuwagengarantie gekoppelt ist eine fast europaweite
Mobilitätsgarantie, die sich bei Einhalten der Service-Intervalle
in eine Langzeit-Mobilitätsgarantie verlängert. Zum Ölwechsel
muss der Impreza alle 15.000 km oder einmal im Jahr, zum Service
alle 30.000 km oder alle zwei Jahre. Die Versicherungen stufen das
Modell in die Typklassen 18 / 22 / 21 (KH
/ VK / TK) ein.
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