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Ihren kompakten
Vans Scénic und Grand Scénic spendierte Renault jetzt als ersten
Modellreihen den neu entwickelten 1,6-Liter-Dieselmotor Energy dCi
130 mit 130 PS. Downsizing heißt das Konzept: Mehr Leistung aus
weniger Hubraum – und damit kleinere Brennräume für geringeren
Verbrauch. Der neue dCi 130 ersetzt im Scénic und im Grand Scénic
den dCi 130 mit 1,9 Litern Hubraum und kommt lt. Werksangaben mit
ca. 20 Prozent weniger Kraftstoff aus. Mittelfristig soll der Motor
auch in anderen Modellreihen zum Einsatz kommen.
Seit Frühjahr
2009 ist der Renault Scénic in der dritten Generation auf dem
Markt. Wie bei der zweiten Generation gibt es auch hier neben dem
Kompaktvan Scénic den Grand Scénic für Leute, die etwas mehr
Platz brauchen. Wir fuhren einen Grand Scénic mit dem neuen
Dieselmotor. Unser Testwagen fuhr als Sondermodell Bose Edition vor.
Der Grand Scénic
ist mit seinen 4,56 m gute 22 cm länger als der Scénic. Guten
Zugang zum Innenraum bieten fünf Türen. Die Übersicht ist nicht
ganz so berauschend, die in unserer Sonderausstattung serienmäßige
Einparkhilfe hinten ein sehr gutes Angebot. Die Einparkhilfe für
vorne ist ebenfalls zu empfehlen, kostet allerdings Aufpreis. Platz
haben die Passagiere in beiden Reihen reichlich, auch wenn man auf
der Rückbank mit drei Leuten naturgemäß sehr auf Tuchfühlung
sitzt. Der Laderaum fasst bis zu 678 Liter unter der serienmäßigen
Laderaumabdeckung hinter der zweiten Sitzreihe. Die Sitze hier sind
längs einstellbar und können bei höherem Ladebedarf auch
ausgebaut werden. Bis zu 2.083 Liter Gepäck fasst der Scénic
hinter der ersten Sitzreihe bei dachhoher Beladung. Ein
Sicherheitstrennnetz (wahlweise hinter den Vordersitzen oder hinter
der zweiten Sitzreihe zu montieren) kostet extra. Optional gibt es
eine dritte Sitzreihe, bei der sich der Laderaum allerdings auf 208
Liter Größe reduziert. Materialqualität und Verarbeitung sind
ohne jeden Tadel. Das ergonomische Cockpit ist intuitiv bedienbar.

Drei
Ausstattungslinien (statt vier beim Scénic) und zwei
Sonderausstattungen bietet Renault für den Grand Scénic zur Zeit
an. Die Basisausstattung heißt Expression und umfasst eine
funkfernbediente Zentralverriegelung, elektrisch einstellbare und
beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorne und hinten,
Bordcomputer und Klimaanlage, ein mp3-fähiges CD-Radio,
Nebelscheinwerfer und 16-Zoll-Stahlräder mit Radabdeckungen. Die
Bose Edition hat darüber hinaus 17-Zoll-Leichtmetallräder, Lenkrad
und Schaltknauf in Leder, elektrisch anklappbare Außenspiegel,
Klimaautomatik, beheizbare Vordersitze, Geschwindigkeitsregelung,
Licht- und Regensensor, getönte Scheiben hinten (Privacy Glass),
eine Einparkhilfe hinten, ein schlüsselloses Zugangs- und
Startsystem (HandsFree), diverse zusätzliche Ablagen, ein
TomTom-Navigationssystem sowie ein CD-Radio mit Bose-Soundsystem an
Bord. Gegen Aufpreis gibt es für die Bose Edition das Sitz-Paket
mit zwei Einzelsitzen für die dritte Sitzreihe, zusätzlicher
Innenraumbeleuchtung und zusätzlichen Staufächern sowie das
Luxe-Paket u. a. mit Leder-Polsterung und automatisch abblendendem
Innenspiegel, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht und
ein Panorama-Glas-Schiebedach. Darüber hinaus verfügte unser
Testwagen über die optionale Einparkhilfe vorn.
Neu entwickelt
hat Renault den cDi 130, einen 130 PS starken
Common-Rail-Dieselmotor mit – nomen est omen – 130 PS.
Downsizing heißt das Konzept: Weniger Hubraum und damit weniger
Verbrauch bei gleicher Leistung. Das Leichtmetall-Aggregat ersetzt
(mittelfristig auch in anderen Modellreihen) den gleichnamigen (cDi
130) 1,9-Liter-Dieselmotor mit 130 PS. Der Motor hängt gut am Gas
und ist ein Muster an Laufkultur. Mit dem Einsetzen des Turboladers
bietet er einen sehr ordentlichen Antritt und ein angemessenes
Durchzugsvermögen. Die Leistungsentfaltung ist für das gut 1,6 t
schwere Gefährt mehr als ausreichend. Das maximale Drehmoment steht
schon bei 1.750 U/min. zur Verfügung. Leichtgängig und präzise
schaltet sich das manuelle Sechsganggetriebe. Die Getriebeübersetzung
ist auf maximale Kraftstoffökonomie hin lang ausgelegt. Der
Schalthebel will bei wechselnden Geschwindigkeiten für zügigen
Vortrieb entsprechend rege betätigt werden.

Der Fünfsitzer
braucht gut 10,5 Sekunden für die Beschleunigung aus dem Stand auf
Tempo 100 (11,1 Sekunden beim Siebensitzer), seine Höchstgeschwindigkeit
erreicht er bei 195 km/h. Für seinen sparsamen Kraftstoffverbrauch
sind mehrere Faktoren verantwortlich. Hierzu zählen neben dem
verringerten Hubraum ein optimierter Ansaugtrakt, eine variable
Drallsteuerung und 7-Loch-Injektoren für eine optimierte Brennraumfüllung,
ein gewichtsoptimierter Turbolader mit variabler Turbinengeometrie,
ein effizienteres Thermo-Management sowie eine optimierte Öl-Kühlwasser-Führung.
Natürlich hat Renault seinem Spardiesel außerdem eine
Start-Stopp-Automatik und das Energy Smart Management zur Rückgewinnung
von Bewegungsenergie beim Bremsen oder im Schubbetrieb mitgegeben.
Je 100 km Stadtverkehr verbrennt der Selbstzünder 5,2 Liter
Kraftstoff, außerorts sind es 4,1 Liter und im gemischten Verbrauch
nach EU-Norm 4,5 Liter (alles Herstellerangaben, ermittelt unter
Idealbedingungen auf dem Rollenprüfstand). Der Motor erfüllt die
Abgasnorm EU5 und verfügt serienmäßig über einen
Dieselpartikelfilter. Der CO2-Ausstoß beträgt 117 g pro km.
Frontantrieb
macht den Grand Scénic zu einem problemlosen Begleiter. Die Lenkung
spricht gut an, präzise folgt der Van den Lenkbefehlen. Das
Fahrwerk bietet einen guten Kompromiss aus Fahrkomfort und der für
eine sichere Straßenlage nötigen Härte. Natürlich ist die
Seitenneigung der hohen Karosserie deutlich spürbar. Sie führt
aber bestenfalls dazu, in flotten gefahrenen Kurven den Gasfuß
nicht auszureizen. Auch bei zügigem Kurventempo liegt der Franzose
sicher auf dem Asphalt. Das leichte Untersteuern kündigt den
nahenden Grenzbereich an. Plötzliche Spurwechsel und Ausweichmanöver
absolviert er eher leichtfüßig, sein Gewicht ist da nicht wirklich
spürbar. Serienmäßig steht der Grand Scénic auf 16-Zoll-Rädern
mit Reifen im Format 205/60. Die Bose-Edition steht auf
17-Zoll-Leichtmetallern mit 205/55er Reifen. Groß dimensionierte
Scheibenbremsen rundum (vorne innenbelüftet) sorgen für ein gut
dosierbare, prompte Verzögerung. Die automatische Parkbremse ist
beim Grand Scénic Serie ab der Basisversion Expression.
Die
Insassen schützen in einer hochstabilen Sicherheitskarosserie
Kopfstützen und Drei-Punkt-Gurte auf allen Sitzplätzen, Front- und
Seitenairbags vorne, Kopfairbags über die komplette Seite,
Anti-Submarining-Sitze (verhindern das Durchtauchen unter dem
Sicherheitsgurt) und drei Isofix-Kindersitzbefestigungen in der
zweiten Sitzreihe. Der Beifahrerairbag ist deaktivierbar, das ermöglicht
die Montage von Kindersitzen gegen die Fahrtrichtung. Im EuroNCAP
nach den neuen Bewertungsnormen (seit 2009) erreichte der Grand Scénic
das Maximum von fünf Sternen für seine Sicherheit. Das neue System
berücksichtigt neben Insassen- und Kindersicherheit sowie Fußgängerschutz
auch die serienmäßige Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs mit
Fahrassistenzsystemen. Serienmäßig sind alle heutzutage üblichen
Systeme wie ABS mit Elektronischer Bremskraftverteilung und
Bremsassistent sowie ESP mit Antriebsschlupfregelung ASR mit an
Bord. Serienmäßig ausgestattet ist der Grand Scénic mit einem
Reifen-Reparatur-Kit mit Dichtmittel und Kompressor, ein Notrad gibt
es gegen Aufpreis.
Ab 21.000 Euro
kostet der Grand Scénic in Basisausstattung mit 110 PS starkem
1,6-Liter-Benzinmotor. Der Energy cDi 130 startet in der
Dynamique-Ausstattung ab 26.700 Euro. Für die Bose Edition legt man
ab 27.500 Euro auf den Tisch des Händlers. Aufpreis kosten zum
Beispiel Metallic-Lackierungen, die dritte Sitzreihe oder
Leder-Polster.

Renault
gibt zwei Jahre Garantie auf den Neuwagen und zwölf Jahre auf die
Karosserie gegen Durchrostung sowie eine lebenslange Mobilitätsgarantie
beim Einhalten der Inspektionsintervalle. Gegen Aufpreis kann die
Garantie auf bis zu vier Jahr bis maximal 100.000 km verlängert
werden. Die Ölwechsel- und Inspektionsintervalle betragen in Abhängigkeit
von Einsatz und Fahrstil bis zu 30.000 km oder maximal zwei Jahre.
Die Versicherungen stufen das Modell in die Typklassen 17 / 20 / 21
(KH / VK / TK) ein.
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