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mehr Limousine und noch kein Kombi: Der Signum ist ein Crossover-Konzept, das Nutzbarkeit
und Flexibilität mit schickem Karosserie-Design verbindet. Er bildet die Top-Version der
Vectra-Baureihe. Der Signum verfügt mit 2,83 m über den gleichen langen Radstand wie der
Vectra Caravan (13 cm länger als bei Vectra und Vectra GTS), ist aber mit 4,64 m gute 18 cm kürzer als der
Kombi und damit nicht ganz so Laderaum-orientiert ausgelegt.

Nach ersten Ausfahrten mit den Sechszylinder-Modellen anlässlich der Präsentation im
vergangenen Jahr fuhr nun eines der Vierzylinder-Modelle zum Test in unserer Redaktion
vor: ausgestattet mit dem 155 PS starken 2,2-Liter-Benzindirekteinspritzer-Motor in der
Zweischicht-Metallic-Lackierung Moonlandgrau und der Top-Ausstattungslinie Cosmo.

Vier Türen ermöglichen einen guten
Zugang zur sehr gut geräuschgedämmten Karosserie. Besonders vorteilhaft sind die weit
nach unten ausgeschnittenen Türen hinten, die gerade weniger beweglichen Menschen den
Einstieg erleichtern. Straffe, gut konturierte Frontsitze bieten angenehmen Sitzkomfort
und guten Seitenhalt. Auch die Rücksitze sind sehr straff gehalten, außen leicht
konturiert, zwei Passagiere finden dort großzügigen Raumkomfort, ein dritter schränkt
die Ellenbogenfreiheit etwas ein. Ablage finden die Passagiere vorne zur Fahrertür hin
seitlich vom Lenkrad, im Handschuhfach, in den Türen, in der Mittelarmlehne sowie ein
weiteres Fach darunter. Auch der Getränkedosenhalter auf dem Mitteltunnel eignet sich als
Ablage für Kleinkram, zum Beispiel für die Sonnenbrille. Im Fond gibt es ein Ablagefach
im Mittelsitz, Ablagefächer im Travel Assistent sowie an den Rückseiten der
Vordersitzlehnen. In den Dachhimmel sind mittig von vorne nach hinten fünf weitere
Ablagefächer integriert.

Die Türinnengriffe vorne sind nicht
gerade ergonomisch platziert: Sie sitzen zu tief, selbst wenn der Sitz die tiefste
Position hat. Die Karosserie glänzt nicht unbedingt mit Übersichtlichkeit, hier ist die
optional verfügbare Einparkhilfe für vorne und hinten eine wertvolle Hilfe beim
Rangieren. Das Platzangebot ist großzügig, das gilt vorne wie hinten. Dank des
innovativen FlexSpace-Sitzsystem lassen
sich Passagier- und Laderaum bedarfsgerecht anpassen: Rücksitzbank und lehne sind
dreifach geteilt (40:20:40), alle drei Sitze lassen sich vor und zurück verschieben und
einzeln umklappen. Aus dem multifunktionalen Mittelsitz kann eine Armlehne
heruntergeklappt werden und kann mit dem (in den Linien Elegance und Cosmo serienmäßigen
Travel Assistent mit Ablagefächern, Tisch, Armlehne, DVD-Player-Halterung,
Getränkedosenhalter, Kühlbox und 2 Steckdosen bestückt werden. Umgeklappt entsteht eine
fast ebene Ladefläche. Auch der Beifahrersitz kann umgeklappt werden und gibt dann einen
ebenen Laderaum bis zum Armaturenbrett frei. Unter der Laderaumabdeckung stehen mindestens
365 Liter Volumen für Gepäck zur Verfügung. Werden die Rücksitze ganz nach vorne
verschoben und die Lehne steiler gestellt, sind es sogar 550 Liter. Bei umgeklappter
Rücksitzlehne stehen dachhoch bis zu 1.410 Liter zum Laden zur Verfügung. Der Laderaum
verfügt über Seitenfächer zum Verstauen von Kleinkram, Verzurr-Ösen zum Sichern der
Ladung sowie gegen Aufpreis ein Sicherungsnetz. Gute 515 kg sind an
maximaler Zuladung (zusätzlich zum Fahrer) möglich.

Das Interieur ist in Anthrazit gehalten,
die Lederausstattung (Anthrazit oder Beige) ist in der Top-Version Serie. Die Dekorleisten
im Schildpatt-Design verrät die Cosmo-Ausstattung. Die Verarbeitung ist tadellos, die
Materialauswahl nicht zu beanstanden, auch wenn das Schildpatt-Dekor nicht jedermanns
Sache ist. Das Armaturenbrett ist recht funktional und ergonomisch gestaltet. Die
Bedienung von Tasten und Schaltern intuitiv und einfach.

Die Serienausstattung ist schon in der
Basis-Version sehr umfangreich und umfasst all die kleinen Annehmlichkeiten des
Autofahrerlebens: Funkfernbediente Zentralverriegelung, elektrisch einstellbare,
beheizbare und manuell anklappbare Außenspiegel, elektrischen Fensterheber vorne und
hinten, das FlexSpace-Sitzkonzept, eine manuelle Klimaanlage und die grün getönte
Wärmeschutzverglasung rundum. Ab der Elegance-Ausstattung verfügt der Signum über einen
Bordcomputer mit Check Control System und Graphic Info Display, Lenkrad und Schaltknauf
Leder, Nebelscheinwerfer, Leichtmetallräder (16 Zoll) und Travel Assistent, in der
Cosmo-Ausstattung kommen dazu noch die Lederausstattung, Regensensor inkl. automatisch
abblendender Innenspiegel, 17-Zoll-Leichtmetaller sowie Sitze mit Sitzheizung und
elektrischer Sitzeinstellung vorne. Das Lenkrad ist hier höhen- und längsverstellbar.
Aufpreis kosten die Zwei-Zonen-Klimaautomatik (die Belüftungsdüsen hinten sind aber ab
der Basis-Version Serie), eine Einparkhilfe für vorne und hinten sowie das
Radio-Navigationssystem mit CD-Wechsler. Verfügbar, wenn auch in unserem Testwagen nicht
vorhanden, sind ein Geschwindigkeitsregler, Xenon-Scheinwerfer sowie das Adaptive
Frontlicht mit Bi-Xenon-Scheinwerfer und dynamischem Kurvenlicht.

Der 2,2-Liter-Vollaluminiummotor ist ein
Benzin-Direkteinspritzer. Er basiert auf dem bekannten konventionellen Saugmotor mit 147
PS, den wir bereits im Vectra 2.2 testen konnten,
leistet aber hier 155 PS. Die Entwicklungsingenieure setzten die Direkteinspritzung neben
einer Optimierung des Verbrauchs auch in eine leichte Leistungssteigerung um. Auch das
Drehmoment stieg damit auf 220 Nm bei 3.800 U/min. (Vectra
2.2: 203 Nm bei 4.000 U/min.). Der Antritt ist auch bei einer über 1,5 t schweren
Karosserie nicht zu beanstanden, das Durchzugsvermögen ist schon knapp über der
Leerlaufdrehzahl sehr ordentlich und die Leistungsentfaltung über das ganze relevante
Drehzahlband nicht zu beanstanden. Dabei glänzt der Motor durch seine Laufkultur: ruhig
und vibrationsarm im Lauf schnurrt er ruhiger als eine Nähmaschine.
Das manuelle Fünfgang-Getriebe ist gut
abgestuft, der Schalthebel lässt sich leichtgängig und präzise durch die Schaltkulisse
führen, dass das Schalten die wahre Freude ist. Allerdings lässt sich auch gut auf
häufiges Schalten verzichten, denn der Motor zieht auch bei niedrigen Touren ganz
ordentlich, was eine schaltfaule Fahrweise ermöglicht.

Natürlich ist der Signum mit den
zweitkleinsten Motor der Baureihe (Basismotor ist der 1.8 mit 122 PS) kein Sportler, aber
er liefert eine ordentliche Leistung: Für den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 braucht
unser Signum 9,8 Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit erreicht er bei 211 km/h (Vectra 2.2: Beschleunigung in 10,2 Sekunden, Spitze 216
km/h). Bei ökonomischer Fahrweise ist der direkteinspritzende 2.2 zumindest in der Stadt
(Teillastbericht) mit weniger Kraftstoff zu fahren als sein konventioneller Bruder: 10,6
Liter Superbenzin reichen dem Signum für 100 km in der Stadt, im Vectra brauchte der 2.2 (auch dort wurde er mittlerweile
durch den Direkteinspritzer ersetzt) immerhin 11,9 Liter. Außerorts verliert sich dann
der Verbrauchsvorteil fast komplett mit 6,6 Litern (Vectra
2.2 6,7 Liter). Im gemischten Verbrauch nach EU-Norm konsumiert der Signum 2.2
direct 8,1 Liter, der Vectra 2.2 immerhin 8,6 Liter
(alles Herstellerangaben). Der Motor erfüllt die Abgasnorm EU4.

Über die Vorderachse setzt der Signum
die Motorkraft in Vortrieb um. Tadellos ist der Geradeauslauf, ruhig liegt die Karosserie
mit einem Radstand von satten 2,83 m auf der Straße. Die Lenkung ist eher direkt
ausgelegt, was dem Signum eine gewisse sportliche Dynamik verleiht. Agil leichfüßig und
sehr sicher meistert er auch schnell gefahrene Kurven, ein minimales Untersteuern deutet
die Annäherung an den Grenzbereich an. Sicher und problemlos wechselt er auch im Notfall
zu Ausweichmanövern die Spur, ohne beim wieder Einscheren seine Neutralität aufzugeben.
Im Slalom glänzt er mit sauber gefahrenen Linien ohne Tücken. Mit dem Fahrwerk ist den
Opel-Entwicklern eine sehr gute Mischung aus straffer Sportlichkeit für ein sicheres
Fahrverhalten und guten Fahrkomfort gelungen. Die Verbindung der direkten Lenkung und des
straffer ausgelegten Fahrwerks bietet eine gute Rückmeldung vom Asphalt.

Grundlage des sicheren Fahrverhaltens ist
das schon im Vectra bewährte Fahrwerk mit Gasdruckstoßdämpfern, Schraubenfedern und
Stabilisator an beiden Achsen, McPherson-Federbeinen und Dreiecksquerlenkern vorne und
einer Mehrlenker-Hinterachse mit drei Quer- und einem Längslenker hinten. Schon ab der
Basisversion mit dem "kleinen" Vierzylinder-Motor verfügt der Signum über das
Interaktive Dynamische FahrSystem (IDS) mit Traktionskontrolle TC-Plus, einem
Elektronischem Stabilitätssystem der neuesten Generation (ESP-Plus), ABS mit
Elektronischer Bremskraftverteilung, Kurvenbremskontrolle und Bremsassistent, Features,
die auch in dieser Klasse noch nicht überall Standard sind.
In der Cosmo-Version steht der Signum
serienmäßig auf 17-Zoll-Rädern mit 215/50 er Bereifung (statt der Basis-Reifen von
215/55 R 16). Neben guter Traktion und Seitenhalt haben die breiteren Reifen natürlich
auch Vorteile beim Bremsen. In Verbindung mit der schnell ansprechenden und gut
dosierbaren Scheibenbremsen rundum (vorne innenbelüftet) mit elektronischer
Bremskraftverteilung und Kurvenbremskontrolle sorgen sie für kurze und sichere Bremswege.

Die Sicherheitsausstattung ist schon ab
Werk vorbildlich: Eine Sicherheitskarosserie mit computerberechneten Verformungszonen,
Rammschutzträgern und hochfesten Profile in den Türen, verstärkten Dachquerträgern,
Säulen und Schweller aus hochfestem Stahl sowie eine verwindungssteife Fahrgastzelle hat
Opel dem Signum zum passiven Schutz der Passagiere mitgegeben. Auskuppelnde Pedale,
Sicherheitslenksäule, Kopfstützen und Drei-Punkt-Gurte auf allen fünf Sitzen, Front-
und Seitenairbags für die Frontpassagiere sowie Kopfairbags für vorne und hinten, aktive
Kopfstützen mit Lehnenunterstützung vorne und Isofix-Kindersitzbefestigungen sowie
erstmals überhaupt im Fond aktive Kopfstützen auf den äußeren Plätzen
hinten runden den Schutz im Falle eines Unfalles ab. Auch die aktiven Hilfen für den
Fahrer sind neuester Stand der Technik: das Interaktive Dynamische Fahrsystem (IDS)
umfasst die Traktionskontrolle TC Plus, ein ESP der neuesten Generation (ESP plus) sowie
ABS mit Kurvenbremskontrolle CBC, Bremsassistent und elektronischer Bremskraftverteilung.
Die Bremsbelagverschleißanzeige ist Serie, die Einparkhilfe optional verfügbar, ebenso
eine Reifendruckkontrolle.

Zu Preisen ab 23.295 Euro steht der
Signum in den Preislisten mit einem 1,8-Liter-Motor mit 122 PS in der
Basisausstattung. Der 2.2 direct ist ab 24.945 Euro zu haben, in der Top-Ausstattung Cosmo
schlägt er mit Preisen ab 29.345 Euro zu Buche. Aufpreis kosten die
Zweischicht-Metallic-Lackierung, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, die Einparkhilfe für vorne
und hinten sowie Xenonlicht.
Opel gibt 2 Jahre Garantie auf den Neuwagen und alle
Original-Ersatzteile sowie 12 Jahre gegen Durchrostung. Eine Mobilitätsgarantie gibt es
bei Einhalten der Inspektionsintervalle für bis zu sieben Jahre. Inspektionen sind alle
30.000 km oder alle zwei Jahre fällig. Die Versicherungen stufen das Modell in die
Typklassen 16 / 18 / 32 (KH / VK / TK nach der neuen Struktur in der
Fahrzeugversicherung: VK 20, TK 20) ein.
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