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Peppiger ist er
geworden, frischer wirkt sein Design. Und um 25 cm ist er gewachsen
im Vergleich zum eher braven Vorgänger:
Opels neuer Meriva ist 4,29 m lang. Erwachsener und ausdruckstärker
ist auch seine Optik. Im Juni dieses Jahres kam die zweite
Generation auf den Markt. Während der erste
Meriva aus dem Jahr 2003 mit seinen noch knapp über vier
Metern Karosserielänge zu den Minivans zählte, muss man den Neuen
schon als Kompaktvan bezeichnen. Die erste
Generation von Opels siebensitzigem Kompaktvan Zafira war
keine drei Zentimeter länger als der Meriva B. Was Opels neuer Van
kann, zeigte eine erste Ausfahrt mit dem Modell 1.4 EcoFlex in der
Ausstattungslinie Edition.
Guten Zugang
bieten auf Fahrer und Beifahrerseite gegenläufig angeschlagene,
weit öffnende Türen. Opel nennt es FlexDoor-Türkonzept. Im
Gegensatz zu anderen Konzepten dieser Art können die hinteren Türen
auch geöffnet werden, wenn die vorderen geschlossen sind. Großzügig
ausgeformte Vordersitze bieten guten Seitenhalt. Die Übersicht ist
bescheiden, aber es gibt gegen Aufpreis (beim Top-Modell sogar
serienmäßig) eine Einparkhilfe für vorne und hinten. Das
Platzangebot ist in beiden Reihen großzügig. Der Laderaum des Fünfsitzers
fasst 400 Liter. Bei umgeklappten Rücksitzlehnen und Ladung bis zu
den Vordersitzen und unters Dach sind bis zu 1.500 Liter möglich.
Die Außenplätze im Fond sind längs und quer verstellbar. Beim
Umklappen der geteilten Rücksitzlehne entsteht eine ebene Ladefläche
(FlexSpace-Sitzkonzept). Der Gepäckraumboden ist zweifach höhenverstellbar.
Die maximal erlaubte Zuladung ist mit 530 kg angegeben. An
Materialqualität und Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. Guten
Bedienkomfort bietet das ergonomisch gestaltete Armaturenbrett.

Drei
Ausstattungslinien hat Opel für den Meriva bislang im Programm. Die
Basisausstattung heißt Selection und umfasst serienmäßig eine
funkfernbediente Zentralverriegelung, elektrisch einstellbare und
beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorn, Wärmeschutzverglasung
und 15-Zoll-Stahlräder. Unsere Testwagen-Ausstattung heißt Edition
und verfügt darüber hinaus einen Bordcomputer, CD-Radio,
Komfortlenkrad, Klimaanlage, Geschwindigkeitsregelung und
FlexRail-Mittelkonsole sowie 16-Zoll-Räder. Ab der Top-Ausstattung
Innovation gibt es Nebelscheinwerfer, ein Halogen-Kurven- und
Abbiegelicht, elektrische Fensterheber hinten, eine Einparkhilfe,
Sitzheizung vorne und Leichtmetallräder. Als Sonderausstattung
stehen in den Preislisten Extras wie Klimaautomatik,
Lederausstattung und Panoramadach.

Der neue
1,4-Liter-Ecoflex-Motor mit Turbolader und 120 PS ersetzt den
altbekannten 1,6-Liter-Ottomotor mit 105 PS. Hier ist Downsizing
angesagt: Weniger Hubraum bedeutet weniger Verbrauch und weniger
CO2-Ausstoß. Dennoch wartet der neue Motor mir mehr Leistung auf:
15 Mehr-PS und ein Drehmomentmaximum vom 175 Nm (nach 150 Nm beim
1.6er) verheißen auch mehr Fahrspaß. Ordentlich ist der Antritt
bei einem Leergewicht von fast 1,4 t. Durchzug und
Leistungsentfaltung gehen über das relevante Drehzahlband in
Ordnung. Ein Temperamentsbündel ist der Meriva jedoch nicht,
allerdings erfüllt er weit mehr als nur automobile Mindestbedürfnisse.
Dabei läuft der Sechzehnventiler ruhig und vibrationsarm.

Das manuelle Fünfganggetriebe
schaltet sich leichtgängig und präzise. Für die Beschleunigung
von Null auf Tempo 100 braucht der Kompaktvan 11,5 Sekunden. Seine Höchstgeschwindigkeit
erreicht er bei 188 km/h. Den Verbrauch gibt Opel an mit 8 Litern
Superbenzin je 100 km innerorts, 5 Litern außerorts und 6,1 Liter
im gemischten Verbrauch nach EU-Norm (ermittelt unter Idealbedingungen
auf dem Rollenprüfstand). Der Motor erfüllt bereits die Abgasnorm
EU5, der CO2-Ausstoß beträgt 143 g pro km. Als sparsamster und
umweltfreundlichster Motor der Baureihe darf er sich mit der Ergänzung
„EcoFlex“ schmücken.
Der
Meriva verfügt über Frontantrieb und eine direkt ausgelegte
Lenkung. Das Fahrwerk wurde vom Zafira abgeleitet, um mit soliderer
Karosseriestruktur und bewährter Technik ein hohes Maß an Agilität
und Dynamik zu erreichen. Das ist gelungen. Trotz größerer
Karosseriemaße wirkt er handlich und agil. Sicher folgt er auch in
flott gefahrenen Kurven der vorgegebenen Spur. Plötzliche
Spurwechsel bringen ihn nicht aus der Ruhe. Die Feder-Dämpfer-Abstimmung
ist straff genug, um die Karosserieneigung möglichst gering zu
halten. Dies geht aber nicht zu Lasten des Fahrkomforts.
Ausgestattet
ist unser Testwagen mit 17-Zoll-Leichtmetallrädern im Fünf-Speichen-Design
auf Reifen im Format 225/45 (anstelle der serienmäßig vorgesehenen
16-Zöller). Die Scheibenbremsen rundum (vorne innenbelüftet) verzögern
prompt und auf den Punkt. Für den sicheren Stand sorgt eine
elektrische Parkbremse.
Die
Sicherheitskarosserie aus hochfesten Stählen verfügt über
definierte Verformungszonen und Seitenaufprallschutz.
Drei-Punkt-Sicherheitsgurte auf allen Plätzen, vier Kopfstützen
(vorne aktive Kopfstützen), Sicherheitslenksäule und auskuppelnde
Pedale, Isofix- und TopTether-Kindersitzbefestigungen hinten sichern
die Insassen im Innenraum. Die dritte Kopfstütze hinten kostet
extra. Der Beifahrerairbag kann deaktiviert werden: Dann ist der
Einbau von Kindersitzen gegen die Fahrtrichtung möglich. Einem
Crashtest nach EuroNCAP ist der neue Meriva noch nicht unterzogen
worden. Opel hat seinem Minivan all die heutzutage üblichen
Fahrassistenten von ABS mit Kurvenbremskontrolle und Bremsassistent,
Elektronische Bremskraftverteilung und das Elektronische Stabilitätsprogramm
der neuesten Generation (ESPplus) mit Traktionskontrolle TCplus
sowie eine Berg-Anfahrhilfe inklusive Reifendruckkontrolle
(vorgeschriebne für die Montage von Reifen mit
Notlaufeigenschaften) mitgegeben. Serienmäßig an Bord ist ein
Reifen-Reparatur-Set mit Dichtmittel und Kompressor.
Ab 15.900 Euro
kostet der Opel Meriva in der Basisausstattung Selection mit
100-PS-Ottomotor. Der 1.4 EcoFlex ist in der Grundausstattung ab
17.270 Euro zu haben, in der Edition-Ausstattung ab 19.540 Euro.
Extra kosten u. a. Sonderlackierungen (inklusive Metallic und
Perleffekt), das integrierte FlexFix-Fahrradträgersystem sowie höherwertige
Audio- und Navigationssysteme.
Über
die bisherige Neuwagen-Garantie von zwei Jahren hinaus (mit
optionaler Garantieverlängerung) gibt Opel jetzt eine lebenslange
Garantie für den Neuwagenkäufer (bis 160.000 km) beim Einhalten
der Inspektionsintervalle. Ein Zweitbesitzer kann diese Garantie
gegen Aufpreis übernehmen. Der Mobilitätsservice gilt ebenfalls
beim Einhalten der Service-Intervalle. An
die Inspektion erinnert eine Service-Intervall-Anzeige. Die
Versicherungen stufen das Modell in die Typklassen 17 / 17 / 16 (KH
/ VK / TK) ein.
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