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Mit seinen 4,91 m
Karosserielänge ist der Insignia Sports Tourer schon eine
beeindruckende Erscheinung. Der Sports Tourer ist 8 cm länger als
Stufen- oder Fließheck und 7 cm länger als der Vorgänger Vectra
Caravan. Massiv wirkt die Front, das zeugt von Selbstbewusstsein.
Dynamisch-elegant und zeitlos wirken Kurven und Linien, das Design
ist modern, aber nicht modisch.

Wir wollten
wissen, was Opels Mittelklasse kann. Als Testwagen stand uns ein
Insignia Sports Tourer mit 2-Liter-Dieselmotor mit 160 PS in der
EcoFlex-Variante mit Edition-Ausstattung in der Uni-Lackierung
Schneeweiß zur Verfügung.
Vier Türen und
die Heckklappe bieten guten Zugang zum Innenraum. Das gilt für die
Passagiere ebenso wie für den Gepäckraum, dessen niedrige
Ladekante das Einladen erleichtert. Die Übersicht ist elektronisch
besser als real, ist unser Testwagen doch mit der optionalen
Einparkhilfe für vorne und hinten ausgestattet. Das Platzangebot
ist bei einem Radstand von 2,74 m in beiden Sitzreihen sehr großzügig
bemessen. Die gut konturierten Sitze sind ausreichend straff,
angenehm auch auf langen Strecken und bieten guten Seitenhalt. Der
Laderaum fasst 540 Liter, die sich durch Umklappen der asymmetrisch
geteilten Rücksitzlehnen dachhoch auf bis zu 1.530 Liter erweitern
lassen. Der Innenraum ist in puncto Materialqualität und
Verarbeitung nicht zu beanstanden. Das Cockpit ist übersichtlich
und ergonomisch gestaltet. Das erleichtert die Handhabung der vielen
Funktionen. Für Kleinkram gibt es ausreichend Ablagen in beiden
Sitzreihen.

Vier
Ausstattungslinien stehen zur Wahl, von der Basis-Version Selection
über Edition bis hin zu den beiden Top-Varianten Sport und Cosmo.
Die sportliche OPC-Version ist dann noch mal eine Klasse für sich.
Die Serienausstattung der Basisversion beinhaltet eine
funkfernbediente Zentralverrieglung, elektrisch einstellbare und
beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorn, Wärmeschutzverglasung,
Klimaanlage, Bordcomputer und CD-Radio, Dachreling und Gepäckraumabdeckung
sowie beim Sports Tourer 2.0 CDTI 17-Zoll-Stahlräder (sonst 16-Zöller).
Die zweite Ausstattungslinie Edition umfasst zusätzlich eine
Geschwindigkeitsregelung, ein Lederlenkrad mit Lenkradfernbedienung
fürs Audiosystem, Bordcomputer mit Check Control System,
12-V-Steckdosen an der Mittelkonsole zwischen den Vordersitzen
hinten und im Laderaum, Komfort-Vordersitze mit elektrisch
einstellbarer Lendenwirbelstütze, Klimaautomatik, CD-Radio mit
integriertem DVD-Navigationssystem sowie 17-Zoll-Stahlräder mit
einer flexiblen Abdeckung im Leichtmetall-Look (Opel bezeichnet es
als „Design-Rad“). Die Spiegel in beiden Sonnenblenden sind
abdeckbar und beleuchtet.

Extra kosten die elektrischen Fensterheber hinten,
Nebelscheinwerfer, das Adaptive Fahrwerk FlexRide, eine Einparkhilfe
vorne und hinten, das Sicht-Paket mit Regensensor und Lichtautomatik
sowie Adaptives Fahrlicht AFL+ mit Bi-Xenon-Scheinwerfern. Die
EcoFlex-Modelle verfügen darüber hinaus u.a. über aerodynamische
Verkleidungen am Unterboden, Reifen mit geringerem Rollwiderstand,
einen geschlossenen Kühlergrill, eine flexible Frontspoilerlippe
sowie – beim Sports Tourer – Abrissfinnen an der Heckscheibe. Außerdem
ist das Fahrwerk 10 mm tiefer gelegt.
Vier
Benzinmotoren in fünf Leistungsstufen (115 bis 260 PS) sowie ein
Common-Rail-Diesel in drei Leistungsstufen (110 bis 160 PS) umfasst
die Motorenpalette. Ein 190 PS starker Bi-Turbodiesel (eine weitere
Variante des 2.0 CDTI) ist zwar angekündigt, aber noch nicht verfügbar.
Unser 160 PS starker 2-Liter-Selbstzünder ist somit die stärkste
Variante im Programm und – ebenso wie die 130-PS-Variante – auch
als verbrauchsoptimierte EcoFlex-Version zu haben.
Das extrem lang
übersetzte Schaltgetriebe sowie das stattliche Leergewicht von über
1,6 t zügeln sein Temperament ganz enorm: Antritt und Durchzugvermögen
sind sehr zurückhaltend, wenn man sparsam unterwegs sein will. Wenn
man die bei 160 PS ohne Zweifel vorhandene Leistung abrufen will,
muss man die Gänge schon ausfahren bzw. bei häufigem Tempowechsel
viel schalten. Immerhin lässt sich der Schalthebel des manuellen
Sechsgang-Schaltgetriebes knackig und präzise führen. Die Getriebeübersetzung
unterscheidet sich beim EcoFlex-Modell nur in den ersten beiden Gängen
von denen des konventionellen 160-PS-Modells – und die braucht man
ja nur zum Anfahren. Die Gänge Vier bis Sechs sind fast schon
extrem lang ausgelegt für ein Maximum an Kraftstoffökonomie –
das gilt aber für beide Varianten des 160-PS-Selbstzünders.
Wichtiger für den niedrigeren Verbrauch des EcoFlex-Modells ist
wohl eher die aerodynamische Optimierung der Karosserie.

Für die
Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 braucht die
EcoFlex-Variante mit 9,9 Sekunden genau so lange wie die
Standard-Variante. Als Höchstgeschwindigkeit erreicht sie mit 215
km/h sogar ein wenig mehr (als die 212 km/h des nicht optimierten
Modells). Im Verbrauch glänzt der EcoFlex-Diesel mit 6,9 Litern
Dieselkraftstoff je 100 km innerorts, 4,3 Litern außerorts und 5,3
Litern im gemischten Verbrauch nach EU-Norm (alles
Herstellerangaben, ermittelt unter Idealbedingungen auf dem Rollenprüfstand).
Die konventionelle Variante dieses Motors wird mit Verbräuchen von
7,9, 4,9 bzw. 6 Litern geführt. Alle Motoren der Baureihe erfüllen
die Abgasnorm EU5, die Diesel sind serienmäßig mit
Dieselpartikelfiltern bestückt. Der CO2-Ausstoß beträgt 139 g pro
km (bei der nicht-optimierten Variante sind es 159 g CO2 je km).
Der massive
Fronttriebler glänzt mit sehr gutem Geradeauslauf. Die direkt
ausgelegte Lenkung vermittelt Dynamik und Sportlichkeit. Sportlich,
aber nicht unkomfortabel ist das Fahrwerk in der Basisabstimmung
ausgelegt. Das optionale FlexRide-Fahrwerk
mit elektronisch kontrollierter Dämpfung umfasst eine adaptive
Fahrstilerkennung (DMC) sowie mit Basisabstimmung, Komfort-Modus
„Tour“ und „Sport“-Modus drei wählbare Fahrmodi.
Um
es vorweg zu nehmen: Mit diesem Motor kann man leider die Fähigkeiten
des Fahrwerks nicht annähernd ausloten. Problemlos und sicher ist
der Insignia im Handling. Weder die flotte Kurvenhatz noch der plötzliche
Spurwechsel oder der zügig gefahrene Slalom bringen ihn aus der
Ruhe. Minimales Untersteuern kündigt das Nahen des Grenzbereichs
an. Dank des in diesen Situationen straffer ansprechenden Fahrwerks
vermittelt er ein rundum sicheres Fahrgefühl und jede Menge Fahrspaß.
Als
Basisbereifung steht der Insignia auf 16-Zoll-Rädern. Der 2.0 CDTI
Sports Tourer ist serienmäßig mit 17-Zoll-Stahlrädern mit
225/55er Reifen ausgestattet. Sehr gut verzögern die
Scheibenbremsen rundum (vorne innenbelüftet). Als Feststellbremse
dient eine Elektrische Parkbremse mit Berg-Anfahr-Assistent anstelle
der konventionellen Handbremse.
Der
Insassensicherheit dienen die hochstabile Fahrgastzelle mit
Seitenaufprallschutz und Fußgängerschutz, Drei-Punkt-Gurte und
Kopfstützen auf allen Plätzen, aktive Kopfstützen vorn, Front-
und Seitenairbags vorne, Kopfairbags für vorne und hinten,
Sicherheitspedale, Sicherheitslenksäule sowie zwei
Isofix-Kindersitzbefestigungen hinten. Der Beifahrerairbag ist
abschaltbar, was die Montage von Kindersitzen gegen die
Fahrtrichtung ermöglicht. Seitenairbags hinten kosten extra. Im
EuroNCAP nach den neuen Bewertungsnormen (seit 2009) ebenso wie
schon 2008 nach den alten Normen erreichte der Insignia das Maximum
von fünf Sternen für seine Sicherheit. Das neue System berücksichtigt
neben Insassen- und Kindersicherheit sowie Fußgängerschutz auch
die serienmäßige Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs mit
Fahrassistenzsystemen. An Bord ist alles, was heutzutage in der
Mittelklasse üblich ist: ABS mit Kurvenbremskontrolle CBC und
Bremsassistent, die Elektronische Bremskraftverteilumg EBV, die
Traktionskontrolle TCplus sowie ein Elektronisches Stabilitätsprogramm
der neuesten Generation, ESPplus. Außerdem mit an Bord ist bei
unserem Testwagen das optionale „Opel Eye“, eine Kamera zwischen
Innenspiegel und Frontscheibe, die Schilder und Fahrspurbegrenzungen
erkennt: Tempolimits und Warnschilder werden im Anzeigeninstrument
dargestellt, der Spurhalteassistent warnt akustisch. Optional gibt
es außer einem Notrad (Serie ist ein Reifen-Reparatur-Set) auch
eine Reifendruckkontrolle, die für die Montage von Reifen mit
Notlaufeigenschaften vorgeschrieben ist.
Ab 23.100 Euro
ist der Insignia als viertürige Stufenheck-Limousine in der
Basisausstattung Selection mit 1,6-Liter-Ecotec-Benzinmotor (115 PS)
zu haben. Der Sports Tourer startet bei 24.290 Euro, als Diesel ab
25.890 Euro. Der 2-Liter-CDTI mit 160 PS steht erst ab der
Edition-Ausstattung und Preisen ab 31.495 Euro in der Preisliste.
Unsere EcoFlex-Variante ist schon ab der Basisausstattung verfügbar
und kostet in unserer Edition-Ausführung ab 31.845 Euro. Aufpreis
kosten Zweischicht-Metallic- oder Mineraleffekt-Lackierungen –
lediglich die Uni-Lackierungen Schneeweiß oder Royalblau gibt es
zum Basispreis.

Über
die bisherige Neuwagen-Garantie von zwei Jahren (mit optionaler
Garantieverlängerung) gibt Opel jetzt eine lebenslange Garantie für
den Neuwagenkäufer (bis 160.000 km) beim Einhalten der
Inspektionsintervalle. Ein Zweitbesitzer kann diese Garantie gegen
Aufpreis übernehmen. Der Mobilitätsservice gilt ebenfalls beim
Einhalten der Service-Intervalle. Die fälligen Inspektionen
signalisiert der Bordcomputer über die Service-Intervall-Anzeige.
Die Versicherungen stufen das Modell in die Typklassen 17 / 21 / 23
(KH / VK / TK) ein.
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