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Auf den ersten
Blick fallen beim Corsa OPC die markante Front mit fast schon
aggressiven Lufteinlässen, Seitenschweller, Dachspoiler und
Auspuffanlage im OPC-Design, blau lackierte Bremssättel und die
ebenfalls sportlicher gestalteten Stoßfänger hinten sowie natürlich
dem OPC-Schriftzug auf der Heckklappe auf.
Pfiffig ist er im
Design mit seiner ausgewogenen Mischung aus Linien, Kanten und Bögen.
Wie schon bei früheren Modellen unterscheidet sich das Heck bei
Drei- und Fünftürer. Der Dreitürer übernimmt – wie auch beim
Astra – eher die sportliche Rolle, wofür man aber durch die früher
abfallende Dachlinie etwas Laderaum einbüßt.

Mit 3,999 m (es
ist wirklich nur ein Millimeter unter der 4-Meter-Marke) kratzt der
Corsa der vierten Generation hart an der Kleinwagen-Obergrenze, die
manche seiner Wettbewerber schon überschritten haben. Erwachsener
ist er geworden, geräumiger mit seinem 16-cm-Zuwachs an Karosserielänge,
obwohl der Radstand nur 2 cm über dem des Vorgänger-Modells liegt.
Was der Corsa sonst zu bieten hat, zeigte eine Ausfahrt im
sportlichen Top-Modell OPC.
Den Corsa OPC
gibt es nur in der dreitürigen Ausführung. Den Zugang zum Fond
erleichtern aber Einstiegshilfen (Easy Entry) auf beiden Seiten. Die
Übersicht über die Karosserie geht einigermaßen in Ordnung,
dennoch ist die optionale Einparkhilfe hinten ein gutes Angebot. Das
Platzangebot ist mehr als Kleinwagen-tauglich, wenn man mal von der
Ellenbogenfreiheit bei drei Erwachsenen auf der Rückbank absieht.
Die Sitzschalen vorne sind straff, sportlich konturiert und bieten
exzellenten Seitenhalt. Die Sitzhöheneinstellung gibt es beim OPC für
Fahrer und Beifahrer. Der Kofferraum fasst 285 Liter, das sind gute
25 Liter mehr als beim Vorgänger-Modell. Die Ladekante ist mit
knapp 50 cm sehr niedrig, was das Einladen vor allem schwerer Güter
erleichtert. Die Rücksitzlehne ist umklappbar (ab der
Ausstattungslinie Catch Me Now asymmetrisch geteilt), wodurch sich
der Laderaum auf bis zu 1.050 Liter (beim Fünftürer sogar 1.100
Liter) erweitern lässt.

Im Innenraum
setzen verchromte OPC-Einstiegsleisten, Recaro-Schalensitze mit
OPC-Schriftzug, Instrumente im OPC-Design mit spezifischer Grafik
und Mattchromringen sowie Lederlenkrad und Schaltkknauf in Leder mit
OPC-Logo sportliche Akzente. Der Innenraum wirkt hochwertig und ist
gut verarbeitet. Die Gestaltung des Armaturenbretts ist ergonomisch
und lässt kaum eine Beanstandung zu. Außer vielleicht, dass die
Schalter der Klimaanlage etwas tief sitzen, aber da muss man ja auch
nicht unbedingt häufiger dran …

Sieben
Ausstattungslinien stehen dem Käufer zur Wahl. Ab dem Basismodell
ist der Corsa serienmäßig ausgestattet mit einer
Zentralverriegelung, elektrisch einstellbaren Außenspiegeln,
Geschwindigkeitswarner, getönter Wärmeschutzverglasung rundum und
14-Zoll-Stahlrädern. Das Lenkrad ist in Höhe und Reichweite
verstellbar, beide Sonnenblenden verfügen über Spiegel, der
Fahrersitz ist höhenverstellbar. Die nächsthöhere Ausstattung
Catch Me Now kommt außerdem mit Klimaanlage, einer Schublade unterm
Beifahrersitz, einem doppelten Gepäckraumboden, elektrischen
Fensterhebern vorn, Kopfairbags für vorne und hinten sowie einer
asymmetrisch geteilt umklappbaren Rücksitzlehne. Die
Zentralverriegelung ist funkfernbedient und der Wagen steht auf
15-Zoll-Stahlrädern. Interessant wird es ab der Linie Catch Me, die
serienmäßig über Catch Me Now hinaus schon so ziemlich alles
mitbringt, was sicherheitstechnisch aktueller Stand und sehr
komfortabel ist: Zusätzlich zum ESP gibt es Bordcomputer und
Geschwindigkeitsregelung, ein CD-Radio und Nebelscheinwerfer. Der
OPC basiert auf der Linie Sport, die ein mp3-fähiges CD-Radio,
beheizbare Außenspiegel und 16-Zoll-Leichtmetaller mitbringt, und
hat in Abwandlung oder extra Aluminium-Sportpedale, ein
OPC-spezifisches Sportfahrwerk, OPC-Recaro-Sportsitze
(Schalensitze), ein OPC-Sport-Lederlenkrad, spezielle Außenspiegel
im OPC-Design, Instrumente in OPC-Optik sowie
17-Zoll-Leichtmetaller. An optionalen Extras bietet Opel für den
OPC zum Beispiel eine Diebstahl-Warnanlage, Halogen-Abbiege und
Kurvenlicht, höherwertige Audio-, Navigations- oder
Kommunikationsgeräte sowie 18-Zoll-Räder, Lederpolster, ein
Panorama-Schiebedach und einen Parkpiloten für hinten an.
Der
1,6-Liter-Turbo-Motor im Corsa OPC ist der stärkste von mehreren
1,6-Liter-Ecotec-Turbos, die Opel in der Corsa- und der
Astra-Baureihe einsetzt. Er leistet 192 PS, sein maximales
Drehmoment von 230 Nm liegt zwischen 1.980 und 5.850 U/min. an (beim
180-PS-Turbo zwischen 1.980 und
5.500 U/min.). Er ist ein Muster an Laufkultur, ruhig und
vibrationsarm summt er im Leerlauf vor sich hin. Den kräftigen
Tritt aufs Gaspedal quittiert er akustisch einfach nur genial und spürbar
mit einem gehörigen Turbobums, auch wenn schon vor Einsetzen des
Turbos gut die Post abgeht. Der Motor hängt sehr gut am Gas und
legt kräftig los, zieht dabei über das ganze relevante
Drehzahlband ganz hervorragend. Mehr kann man sich da kaum wünschen,
aber manch einer kriegt ja – zur Freude der Tuner – nie genug
…
Das manuelle Fünfgang-Schaltgetriebe
ist kurz, knackig, präzise und die reine Freude zu schalten. Man
kann den OPC-Corsa aber auch schon entspannend schaltfaul fahren,
ohne dass er Mühe hat, voran zu kommen. Das spricht ja für eine
eher kurze Getriebeübersetzung. Allerdings kann diese Mühelosigkeit
auch bei niedrigen Drehzahlen gut von den Reserven herrühren, über
die dieser Motor verfügt, denn der Verbrauch spricht eher für eine
auf Kraftstoffökonomie ausgelegte Getriebeübersetzung. Leider lässt
sich das hier nur vermuten und nicht mit technischen Daten belegen,
da Opel solche Zahlen heutzutage nicht mehr veröffentlicht.

Für die
Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 braucht er knappe 7,2
Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit erreicht er bei 225 km/h. In
Verbrauch und CO2-Ausstoß unterscheidet sich der 192-PS-Turbo-Motor
praktisch nicht von seinen schwächeren Brüdern (mit 150 PS und 180
PS): Gute 10,5 Liter Superbenzin sind es je 100 km innerorts, 6,4
Liter sind es außerorts und 7,9 Liter im gemischten Verbrauch nach
EU-Norm – bei ökonomischer Fahrweise versteht sich (alles
Herstellerangaben). Der Motor erfüllt die Abgasnorm EU4, der
CO2-Ausstoß beträgt 190 g pro km (beim kleinsten der drei Turbos
sind es abweichend 189 g).
Der
Corsa leitet die Antriebskraft über die Vorderräder auf den
Asphalt. Gut ist der Geradeauslauf auch beim breit bereiften Corsa
OPC. Die Lenkung ist sehr direkt ausgelegt, ausreichend leichtgängig
und präzise. Da kommt Freude auf! Das OPC-spezifische Sportfahrwerk
ist straffer als die normale Serienversion, aber nicht
unkomfortabel. Die Karosserie liegt dichter am Asphalt. Breitreifen
bieten mehr Traktion und Seitenführung. So weit zu den Zutaten, die
den Fahrspaß auf die Straße bringen. Der Corsa OPC besticht durch
seine Agilität und Fahrdynamik, die Maßstäbe setzt. Eine Tendenz
zum Untersteuern ist auch in sehr flott gefahrenen Kurven praktisch
nicht vorhanden. Zielsicher zirkelt er durch kurviges Terrain, der
Fahrspaß kommt hier in keinster Weise zu kurz! Plötzliche
Ausweichmanöver absolviert er fast wie auf Schienen, präzise und
spurtreu.
Der
sportliche OPC-Corsa steht auf 17-Zoll-Felgen mit 215/45er Reifen.
Ausgestattet ist der Corsa serienmäßig mit innenbelüfteten
Scheibenbremsen vorne, mindestens die Sportfahrwerke (Serie bei
Sport, GSi und OPC) verfügen auch über Scheibenbremsen hinten. Sie
verzögern im Notfall erstklassig, prompt und spurtreu.
Der
Insassensicherheit dienen computerberechnete Verformungszonen, eine
verwindungssteife Fahrgastzelle, ultra-hochfeste Stahlprofile in den
Türen, Drei-Punkt-Sicherheitsgurte auf allen Sitzen, Kopfstützen
auf dem Außenplätzen, Front- und Seitenairbags vorne, auskuppelnde
Pedale (Pedal Release System PRS), Sicherheitslenksäule und
Isofix-Kindersitzbefestigungen hinten. Kopfairbags für vorne und
hinten kosten nur beim Basismodell extra, ansonsten sind sie
Serienausstattung. Die dritte Kopfstütze hinten ist bei allen Fünftürern
sowie beim OPC-Dreitürer Serie, bei allen normalen Dreitürern
gegen Aufpreis erhältlich. Die Sportsitze (Schalensitze) verfügen
nicht über die sonst ab der Catch-Me-Now-Version üblichen aktiven
Kopfstützen. Der Beifahrerairbag ist deaktivierbar, damit
Kindersitze auch gegen die Fahrtrichtung montiert werden können.
Die Isofix-Kindersitzvorrüstung für den Beifahrersitz (ansonsten
Ausstattungsoption) ist beim OPC wegen der Sitzschalen nicht möglich.
Im EuroNCAP gab es fünf Sterne für Insassenschutz sowie jeweils
drei Sterne für Kindersicherheit und Fußgängerschutz. An aktiven
Systemen hat das Basismodell des Corsa ABS mit Bremsassistent,
Elektronischer Bremskraftverteilung EBV, Kurvenbremskontrolle CBC
und der Geradeausbremskontrolle SLS mit an Bord, der OPC-Corsa verfügt
zusätzlich über das Elektronische Stabilitätsprogramm ESPplus
(Serie ab Catch Me). Ab der Basisversion hat der Corsa ein
Reifen-Reparatur-Set an Bord, das Reserverad kostet dann extra.
Serienmäßig verfügt der Corsa OPC über den
Berg-Anfahr-Assistenten inkl. Reifendruck-Überwachung, die die
Montage von Reifen mit Notlaufeigenschaften erlaubt.
Ab 11.420 Euro
ist der Basis-Corsa mit drei Türen und 60 PS zu haben. Das
sportlichste Top-Modell OPC schlägt mit Preisen ab 22.700 Euro zu
Buche. Aufpreis kosten Sonderlackierungen (Zwei-Schicht-Metallic
oder Mineraleffekt), eine Diebstahl-Warnanlage, Halogen-Abbiege und
Kurvenlicht, höherwertige Audio-, Navigations- oder
Kommunikationsgeräte sowie 18-Zoll-Räder.
Opel gewährt
eine zweijährige Neuwagen-Garantie sowie zwölf Jahre auf die
Karosserie gegen Durchrostung. Anschlussgarantien auf die
Neuwagen-Garantie sind bis zum vierten Jahr gegen Aufpreis möglich.
Die fast europaweite Mobilitätsgarantie verlängert sich nach Ablauf
der Neuwagen-Garantie jährlich beim Einhalten der
Inspektionsintervalle. Zum Service muss der Corsa alle 30.000 km
oder einmal im Jahr. Die
Versicherungen stufen das Modell in die Typklassen 17 / 23 / 24 (KH
/ VK / TK) ein.
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