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Stämmig und
stattlich, aber nicht übermäßig riesig kommt Mitsubishis
Einsteiger-SUV (Sports Utility Vehicle) daher. Mit seiner
Karosserielänge von 4,30 m ist er deutlich kompakter als der nächstgrößere
SUV im Modellprogramm, der Outlander. Damit rundet der ASX (steht für
Active Smart Crossover) die Palette der (potenziellen) Geländegänger
nach unten ab. Seit dem letzten Sommer ist das neue Crossover-Modell
des japanischen Herstellers auf dem Markt. Wir fuhren den Benziner
mit 117 PS, Chromapplikationen verraten schon von außen unsere
Ausstattungsvariante Invite.
Guten Zugang zum
Innenraum bieten fünf Türen. Die Übersicht ist nicht rosig, aber
die in der Top-Ausstattung Instyle serienmäßige kameragesteuerte
Einparkhilfe hilft zumindest beim Rückwärtsfahren weiter. Der
Radstand ist mit dem des größeren Outlander identisch. Mit diesem
teilt er sich die technische Plattform. Das kommt dem Platzangebot für
die Passagiere sehr entgegen. Der Laderaum fasst dank
neigungsverstellbarer Rückenlehnen in der zweiten Sitzreihe
zwischen 419 und 442 Liter Gepäck. Dazu kommt ein Unterbodenfach
von etwa 30 Litern Inhalt. Die serienmäßig asymmetrisch geteilt
umklappbare Rückbanklehne ermöglicht, das Fassungsvermögen auf
bis zu 1.219 Liter zu erweitern.

In puncto
Materialqualität und Verarbeitung geht der Innenraum in Ordnung.
Ergonomisch und funktional ist das Cockpit gestaltet, was die
Bedienbarkeit sehr erleichtert. Fünf Ausstattungslinien hat der
Kunde zur Wahl. Die Basisversion kommt ab Werk mit funkfernbedienter
Zentralverriegelung, elektrisch einstellbaren und beheizbaren Außenspiegel,
elektrischen Fensterhebern, Bordcomputer mit Multi-Infodisplay,
CD-Radio (mp3-fähig) mit Aux-Anschluss, getönte Wärmeschutzverglasung
rundum sowie 16-Zoll-Stahlrädern.

Dazu kommt in der Version Inform
eine Klimaanlage, ab der Invite-Ausstattung sogar eine
Klimaautomatik, Nebelscheinwerfer, Tempoautomatik, Lichtautomatik,
Regensensor und ein USB-Anschluss fürs Audiosystem sowie
16-Zoll-Leichtmetaller. Das Multifunktions-Lenkrad und der
Schaltknauf sind lederummantelt. Die Sonnenblenden sind nicht nur
(wie in der Basisversion) mit Spiegeln bestückt, sonder auch
beleuchtet. Höhere Ausstattungslinien punkten dann noch mit Extras
wie Xenon-Scheinwerfern, einer Bluetooth-Fernsprecheinrichtung, dem
schlüssellosen Zugangssystem Smart Key, dem Mitsubishi Multi
Communications System (MMCS) mit höherwertigem Soundsystem und
TMC-Festplatten-Navigation sowie einer Einparkhilfe mit Rückfahrkamera
und beheizbaren Vordersitzen.
Zwei Motoren
bietet Mitsubishi für den ASX an: einen 1,6-Liter-Ottomotor mit 117
PS und einen 1,8-Liter-Dieselmotor in zwei Leistungsstufen mit 116
und 150 PS. Beide
Motoren arbeiten mit Mitsubishis MIVEC-Technologie
mit variablen Ventilhüben und Steuerzeiten, die für ordentliche
Leistung bei anständigen Verbräuchen sorgen sollen. Antritt und
Durchzugsvermögen des Benziners sind entsprechend in Ordnung, Bäume
reißt der kompakte Japaner damit aber nicht aus. Eine
Start-Stopp-Automatik ist ab der Basis Serie und auf Wunsch
abschaltbar.

Der Benziner
verfügt serienmäßig über ein manuelles Fünfgang-Schaltgetriebe.
Der Hebel flutscht knackig und zielgenau durch die Schaltkulisse.
Die Getriebeübersetzung zielt auf maximale Kraftstoffökonomie, die
lange Übersetzung zwingt aber zu häufigem Runterschalten, wenn man
zügig unterwegs sein will. Der Motor braucht viel Drehzahl, sein
maximales Drehmoment von 154 Nm erreicht er erst bei 4.000 U/min.
Bei höheren Drehzahlen geht der insgesamt kultiviert laufende
Sechzehnventiler akustisch dann recht kernig zur Sache, was aber im
Innenraum nicht unangenehm rüber kommt.

Für die
Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 braucht er 11,4 Sekunden.
Die Höchstgeschwindigkeit von 183 km/h ist in der Praxis völlig
ausreichend. Für ein Fahrzeug von über 1,3 t Gewicht ist der ASX
auch mit Benzinmotor nicht übermäßig durstig. Zu verdanken ist
dies auch dem serienmäßigen Cleartec-Paket mit
Start-Stopp-Automatik, regenerativem Bremssystem, Leichtlaufreifen
und Schaltempfehlungsanzeige. Er verbrennt 7,5 Liter Superkraftstoff
je 100 km in der Stadt, 4,9 Litern außerorts und 5,9 Litern im
gemischten Verbrauch nach EU-Norm (alles Herstellerangaben,
ermittelt unter Idealbedingungen auf dem Rollenprüfstand). Der
Motor erfüllt die Abgasnorm EU5, der CO2-Ausstoß beträgt 135 g
pro km.
Der Benziner ist
ausschließlich mit Frontantrieb verfügbar, lediglich die stärkere
Variante des Common-Rail-Dieselmotors (150 PS) ist auch mit
Allradantrieb zu haben. Mitsubishi tut gut daran, standardmäßig
den günstigeren Frontantrieb anzubieten, der sich auch preislich für
den Kunden bemerkbar macht. Denn nur wer wirklich ins Gelände will,
braucht einen Allradantrieb. Für den Asphalt-Cowboy reicht die
Frontantriebsvariante völlig aus.

Gut ist sein
Geradeauslauf, präzise und agil in der Handhabung ist die Lenkung. Komfortabel
rollt der ASX auf dem Asphalt, ist aber nicht zu weich abgestimmt.
Die Seitenneigung hält sich in akzeptablen Grenzen. Insgesamt ist
der Fronttriebler problemlos im Fahrverhalten. In flott gefahrenen
Kurven schiebt er über die Vorderräder, wird aber vom serienmäßigen
ESP recht früh eingebremst. Serienmäßig steht der ASX auf
16-Zoll-Rädern mit Reifen im Format 215/65. Gut verzögern die
Scheibenbremsen rundum (vorne innenbelüftet).
Die
Karosserie besteht aus hochfesten Stählen. Knautschzonen vorne und
hinten sowie eine Sicherheitsfahrgastzelle mit Seitenaufprallschutz
sichern die Insassen. Kopfstützen und Drei-Punkt-Gurte auf allen fünf
Plätzen, Front- und Seitenairbags vorne, Knieairbag für den Fahrer
sowie Fensterairbags für beide Sitzreihen, zwei
Isofix-Kindersitzvorrüstungen hinten, Sicherheitspedale sowie eine
Sicherheitslenksäule komplettieren die passiven Schutzeinrichtungen
im Innenraum. Der Beifahrerairbag ist schon in der Basisversion
deaktivierbar, so dass dort auch Kindersitze gegen die Fahrtrichtung
angebracht werden können. Einen Crashtest nach EuroNCAP hat der ASX
bislang noch nicht absolviert. An aktiven Sicherheitssystemen hat
der Japaner serienmäßig ab der Basisversion die übliche Palette von ABS mit Elektronischer Bremskraftverteilung und
Bremsassistent über eine Berganfahrhilfe bis hin zum Elektronischen
Stabilitätsprogramm MASC (heißt woanders ESP) mit
Traktionskontrolle MATC an Bord. Serienmäßig gibt es ein Reifen-Reparatur-Set mit Dichtmittel und Kompressor, ein Ersatz-
oder Notrad ist nicht vorgesehen.
Ab 17.990 Euro
ist der ASX zu haben, in Basisausstattung und mit
1,6-Liter-Ottomotor. In der Ausstattungslinie Invite steht
er ab 20.990 Euro in den Preislisten. Mehr Ausstattung gibt es in höheren
Ausstattungslinien. Aufpreis kosten ansonsten einzig Metallic- oder
Perleffekt-Lackierungen.
Mitsubishi
gibt eine dreijährige Neuwagengarantie (bis 100.000 km) mit Mobilitätsgarantie
(MAP) und zwölf Jahre auf die Karosserie gegen Durchrostung.
Anschlussgarantien über zwei oder drei Jahre (bis zu einer
Gesamtfahrleistung von 150.000 km) sind gegen Aufpreis möglich. Die
Mobilitätsgarantie verlängert sich nach jeder Wartung beim
Mitsubishi-Service um ein weiteres Jahr bzw. bis zum nächsten
Wartungstermin (und das bis zur Vollendung des 20.
„Lebensjahres“). Zum Service schickt die serienmäßige
Service-Intervall-Anzeige den ASX etwa alle 15.000 km oder einmal im
Jahr. Die Versicherungen stufen das Modell in die Typklassen 16 / 19
/ 18 (KH / VK / TK) ein.
Nachtrag: Am 23.
Februar 2011 wurden die EuroNCAP-Ergebnisse für den Mitsubishi ASX
veröffentlicht: fünf Sterne gab es in der Gesamtwertung. Dabei erfüllt
der Japaner auch die 2012 höheren Anforderungen im Bereich Fußgängerschutz,
die für die Maximalwertung von fünf Sternen nötig sein.
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