Elegant und zugleich sportlich wirkt der kompakte Mazda 3 Sport.
Seine Herkunft kann der 4,42 m lange Fünftürer nicht verleugnen: Vorne wie hinten trägt
er so Mazda-typische Stilelemente wie den Trapezkühlergrill oder die markanten
Klarglas-Heckleuchten. Als Fünftürer trägt der Mazda 3 wie der Mazda 6 den Namenszusatz
Sport, das Stufenheck läuft nur unter der Bezeichnung Mazda 3.
Entwickelt wurde er auf der gleichen Plattform wie der neue Ford Focus. In der
Karosserielänge ist der Japaner in seiner Klasse schon der Größte. Was er sonst noch
kann, zeigte das 2-Liter-Topmodell in Titangrau Metallic und der
Top-Ausstattung.
Fünf Türen bieten guten Zugang für
Passagiere und Beladung. Die Übersicht des Fahrers nach vorne geht in Ordnung, nach
hinten ... wäre eine Einparkhilfe gibt es in der Zubehörliste dringend zu
empfehlen. Die stoffbezogenen sportlich konturierten Vordersitze sind straff und bieten
guten Seitenhalt. Hinten sind die Sitze nicht ganz so straff. Das Platzangebot ist in
beiden Reihen gut, wenn vorne keine langbeinigen Leute sitzen. Da ist allerdings nicht
viel angesichts einer Karosserielänge, die fast an Mittelklasse-Maße heranreicht. Der
Laderaum scheint mit nominell 300 Litern Fassungsvermögen nicht groß, das Volumen ist
jedoch gut nutzbar. Durch Umklappen der serienmäßig asymmetrisch geteilt umklappbaren
Rücksitzlehnen stehen bei Beladung bis zur Fensterunterkannte knappe 635 Liter zur
Verfügung. Zahlen zum Volumen bei dachhoher Beladung liegen leider nicht vor. An
maximaler Zuladung sind in dieser Ausstattung 435 kg zulässig.

Der in Blau und Schwarz gehaltene
Innenraum wirkt solide und ist funktional gestaltet, die Verarbeitung nicht zu
beanstanden. Sportliche Akzente setzen die Chromeinfassungen um die Rundinstrumente.
Applikationen im Carbon-Look und die Sitzbezüge im Stoffdesign Race verraten
die Top-Ausstattung, das Lederlenkrad, Schalthebel und Handbremsmanschette in Leder gibt
es schon ab der Exclusive-Ausstattung. Auch aus ergonomischen Gesichtspunkten ist wenig zu
bemängeln, außer vielleicht dass einige Tasten für die Klimaautomatik (Ein/Aus, Umluft,
Heckscheibenheizung und Außentemperaturanzeige) etwas zu tief sitzen. Ansonsten ist alles
gut abzulesen und gut zu handhaben. Ablagen für die Frontpassagiere finden sich
reichlich: in den Türen, seitlich unterm Lenkrad, in den Fächern für Getränkedosen auf
dem Mitteltunnel sowie zwei Fächer in der Armlehne. Den Passagieren im Fond stehen
Fächer in den Türen sowie eine Tasche an der Rückseite des Beifahrersitzes zur
Verfügung.

Die Basis-Ausstattung des Mazda 3
heißt Comfort und umfasst eine funkfernbediente Zentralverriegelung,
elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorne, die
Dachantenne, einen höhenverstellbaren Fahrersitz mit Lendenwirbelstütze, eine höhen-
und neigungsverstellbare Lenksäule, Spiegel in beiden Sonnenblenden und
Wärmeschutzverglasung rundum. In der Exclusive-Version kommen als Serienausstattung
Klimaanlage, ein modulares Audiosystem mit Radio, vier Lautsprechern und Lenkradbedienung,
Traktionskontrolle und Stabilitätsprogramm DSC (das heißt woanders ESP) und
15-Zoll-Leichtmetallfelgen sowie Lederlenkrad/-schaltknauf und Bremshebelmanschette
dazu. In der Top-Ausstattung sind zusätzlich
eine Klimaautomatik, ein modulares Audiosystem mit Radio und sechs Lautsprechern,
Nebelscheinwerfer, Touring-Computer, 17-Zoll-Leichtmetallräder (bei der Topmotorisierung
2.0 MZR), Xenon-Scheinwerfer und LED-Rückleuchten sowie Lichtautomatik und Regensensor
mit Wischerautomatik vorne sowie eine Auspuffblende Serie. Aufpreis kostete in unserem
Testwagen außer der Metallic-Lackierung nur das DVD-Navigationssystem.
Der 2-Liter-Motor mit 150 PS rundet die
Motorenpalette des Mazda 3 nach oben ab. Den preisgünstigsten Einstieg beim Kauf
wie im Verbrauch bietet ein 84 PS starker 1,4-Liter-Motor. Ein 1,6-Liter-Benziner
mit 105 PS sowie ein 1,6-Liter-Common-Rail-Diesel mit 109 PS vervollständigen die
Auswahl. Das Top-Aggregat glänzt mit gutem Antritt und zufriedenstellendem Durchzug. Die
Leistungsentfaltung reicht für eine souveräne Gangart, die dem Topmodell in dieser
Fahrzeugklasse gut ansteht. Dabei läuft der Motor ruhig und vibrationsarm, eine stärkere
akustische Präsenz beim heftigen Tritt aufs Gaspedal ist gewollt.

Das serienmäßige manuelle
Fünfgang-Schaltgetriebe schaltet sich im Großen und Ganzen schön sauber und knackig
hoch und runter, lediglich der recht lange Pedalweg trübt beim Anfahren ein wenig die
Performance. Aus dem Stand auf Tempo 100 sprintet der Mazda 3 in für seine Motorisierung
angemessenen 9 Sekunden, bei Tempo 200 erreicht er seine Höchstgeschwindigkeit. Der
Verbrauch ist mit 11,5 Litern Superbenzin je 100 km in der Stadt, 6,3 Litern außerorts
und 8,2 Litern im gemischten Verbrauch nach EU-Norm (alles Herstellerangaben) bei
ökonomischer Fahrweise bei einem Kompaktklassefahrzeug mit dieser Motorisierung in
Ordnung. Der Motor erfüllt die Abgasnorm EU4.
Guter Geradeauslauf und die direkte
Lenkung verhelfen dem frontgetriebenen Japaner zu einer sicheren, fast jederzeit
beherrschbaren Straßenlage. Lenkung und das eher straffe, aber nicht unkomfortable
Fahrwerk bieten eine gute Rückmeldung über die Beschaffenheit des Untergrunds. Ein wenig
das Fahrvergnügen dieses ansonsten hervorragenden Fahrwerks trübt die etwas
unharmonische Feder-Dämpfer-Abstimmung, die sich auf schlechten Straßen in leichten
Aufbaubewegungen bemerkbar macht, die nicht nötig wären.
Mustergütig ist das Fahrverhalten des
Mazda 3, gepaart mit einer ordentlichen Portion Agilität und Dynamik. Richtig spaßig
wird die flotte Hatz durch mehr oder weniger enge Kurvenpassagen: Da kommt Freude auf! Nur
minimal ist seine Tendenz zum Untersteuern in schneller angegangenen Kurven, sicher zieht
er seine Linie. Hoch gesteckt beginnt erst der Grenzbereich, den man auch beim
sportlicheren Fahren kaum erreicht. Unproblematisch ist er im Handling, weicht sicher und
solide auf der Straße liegend plötzlichen Hindernissen aus. Sauber und spurtreu
absolviert er auch die schnell gefahrene Slalomdistanz. Die Traktionskontrolle muss trotz
der breiteren Reifen schon eher mal eingreifen, wenn man angesichts des langen Pedalwegs
der Kupplung einen Kavaliersstart hinlegt. Das ESP hingegen kommt dank des sicheren
Fahrwerks auch bei höheren Kurvengeschwindigkeiten erst spät zum Einsatz.

Das Topmodell steht auf serienmäßig
17-Zoll-Rädern mit 205/50er Bereifung anstelle der beim Basismotor serienmäßigen Reifen
im Format 195/65 R 15. Die Bremsanlage mit groß dimensionierten Scheibenbremsen, ABS,
Elektronischer Bremskraftverteilung und Bremsassistent arbeitet zuverlässig, gut
ansprechend, wirksam und standfest.

Kernelement der stabile Fahrgastzelle
ist eine Dreifach-H-Struktur, die beim Crash Deformationen minimiert und die
Aufprallenergie innerhalb der Karosseriestruktur ableitet. Sicherheit bietet der Mazda 3
den Insassen zudem durch drei stabile Querträger im Dach, einen zusätzlichen vorderen
Längsträger, Seitenaufprallschutz in den Türen, Sicherheitsbremspedal und
Sicherheitslenksäule. Dem Fußgängerschutz dient der Personencrash-optimierte
Stoßfänger vorne. Im Innenraum schützen Drei-Punkt-Gurte und Kopfstützen auf allen
fünf Sitzplätzen, Front- und Seitenairbags vorne sowie Kopf-Schulter-Airbags vorne und
hinten. Im Fond gibt es extra verstärkte Rücksitzlehne und Sitzverankerungen sowie
Sicherheitsscharniere in den Rücksitzen, die bei einem Heckaufprall gegen eindringende
Ladung aus dem Kofferraum schützen. Die lieben Kleinen können mit den passenden
Kindersitzen an den serienmäßigen Isofix-Kindersitzvorrüstungen gesichert werden. An
elektronischen Helfern unterstützen den Fahrer ABS, ein mechanischer Bremsassistent, die
Elektronische Bremskraftverteilung sowie die Dynamische Stabilitätskontrolle DSC (heißt
woanders ESP) mit Traktionskontrolle. Das DSC ist allerdings erst ab der gehobenen
Exclusive-Ausstattung Serie, in der Basisversion ist es nur gegen Aufpreis verfügbar.
Ab 14.990 Euro steht der Mazda 3 Sport mit 1,4-Liter-Motor in der Basisausstattung
Comfort in den Preislisten der Händler, das Stufenheck-Modell mit 1,6-Liter-Basismotor ab
16.890 Euro. Der 2-Liter-Benziner ist ausschließlich in der Top-Ausstattung
und zu Preisen ab 21.990 Euro für den Fünftürer zu haben. Aufpreis kosten in der
reichhaltig ausgestatteten Top-Version lediglich die Metallic-Lackierung und das
DVD-Navigationssystem.
Mazda gibt auf seine Neufahrzeuge 3
Jahre Garantie (bis 100.000 km), auf den Lack drei Jahre ohne Kilometerbegrenzung und 12
Jahre auf die Karosserie gegen Durchrostung. Eine Neuwagen-Anschlussgarantie ist gegen
Aufpreis für ein oder zwei Jahre zu haben. Der Mazda Europa Service garantiert Mobilität
das ganze Fahrzeugleben lang bei Einhalten der Serviceintervalle. Zum Service muss der
Mazda 3 alle 20.000 km oder einmal im Jahr. Die Versicherungen stufen das Modell in die
Typklassen 16 / 18 / 32 (KH / VK / TK nach der neuen
Struktur in der Fahrzeugversicherung: VK 17, TK 22) ein.
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