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Die Ecken und
Kanten der ersten Generation von 2003 hat der neue Mazda2 verloren,
dazu 7 cm an Karosseriehöhe – und damit auch seine etwas
Microvan-artige Anmutung seiner Vorgänger Mazda2
und Demio. Mit seinen pfiffigen
Linien und Rundungen und einer Karosseriehöhe von 1,48 m ist er nun
ganz in der Kleinwagen-Klasse angekommen. Das ist nicht nur eine
neue Modell-Generation, das ist ein ganz anderes Auto! Seit Herbst
2007 ist er auf dem deutschen Markt. Wir verschafften uns einen
ersten Eindruck und fuhren den Mazda2 mit Basismotor (1.3 MZR,
allerdings in der leistungsstärkeren Variante mit 86 PS) in der
Ausstattungslinie Independence.
Pfiffig, um nicht
zu sagen schnittig sieht er aus mit seinem neuen Design. Für guten
Zugang sorgen immer noch fünf Türen, die Übersicht ist aber nicht
mehr ganz so gut wie beim Vorgänger mit seiner hohen Sitzposition.
Das Platzangebot geht für einen Kleinwagen in beiden Reihen völlig
in Ordnung. Den neuen Kleinwagen-Zuschnitt bezahlt der Mazda2
allerdings mit Einbußen bei den Ladekapazitäten. Gute 250 Liter
sind es unter der Laderaumabdeckung (vorher 268 Liter). Erweitern
kann man den Gepäckraum durch Umklappen der ab der
Independence-Ausstattung asymmetrisch geteilten Rückbanklehnen auf
787 Liter (vorher 1.044 Liter) bei dachhoher Beladung. Allerdings
stieg die erlaubte maximale Zuladung von 360 auf 450 kg.

Materialqualität
und Verarbeitung im Innenraum sind nicht zu beanstanden. Die Übersichtlichkeit
des Armaturenbrettes ebenso wenig: Alles ist in Reichweite
angebracht und dort, wo man es suchen würde. Ablagen gibt es
reichlich – für die Passagiere der ersten Reihe.

Die
Basisausstattung des Mazda2 heißt Impuls. Sie umfasst eine
funkfernbediente Zentralverriegelung, elektrisch einstellbare Außenspiegel,
eine wärmedämmende Colorverglasung, Dachantenne und zwei
Lautsprecher, Sportlenkrad und 14-Zoll-Stahlfelgen. Unsere
Ausstattungsoption Independence ist die Mittlere und verfügt über
Klimaanlage, vier Lautsprecher und eine Lenkradbedienung für das
Audiosystem, 15-Zoll-Leichtmetallfelgen sowie das City-Paket mit
elektrischen Fensterhebern vorne sowie Audiosystem mit Radio und
CD-Spieler (mp3-fähig). Die Außenspiegel sind beheizbar und
elektrisch anklappbar, beide Sonnenblenden sind innen mit Spiegeln
bestückt. Aufpreis kostet das Energy-Paket mit elektrischen
Fensterhebern hinten, Sitzheizung vorne und Touring-Computer mit
Geschwindigkeitsalarm und Außentemperaturanzeige sowie als
Sonderausstattung die Klimaautomatik. On Top rangiert die Version
Impression mit Lederschaltknauf, Geschwindigkeitsregelung (diese
gibt es aber nur für den 1.5 MZR), Klimaautomatik, sechs
Lautsprechern und 16-Zoll-Leichtmetallrädern. Das Energy-Paket ist
hier inklusive, ebenso das Trend-Paket für eine sportlichere Optik,
Nebelscheinwerfer und Regensensor.
Der
1,3-Liter-Ottomotor ist der Einstiegsmotor in die Baureihe und in
zwei Leistungsstufen (75 und 86 PS) verfügbar. Ein
1,5-Liter-Benziner mit 103 PS sowie ein 1,4-Liter-CommonRail-Diesel
mit 68 PS runden die Motorenpalette ab. Der
1,3-Liter-Reihenvierzylinder läuft einigermaßen ruhig, ist aber im
Innenraum recht präsent. Das Antriebsaggregat nimmt hervorragend
Gas an und geht munter zur Sache. Antritt und Durchzugsvermögen
gehen in Ordnung, kämpfen die 86 Pferdchen doch mit lediglich einer
knappen Tonne Gewicht. Das sind gute 120 kg weniger als beim Vorgänger.
Der Motor braucht Drehzahl, das Maximum von 122 Nm liegt bei 3.500
U/min. an. Alle Mazda-Benziner dieser Baureihe verfügen über eine
variable Einlassventilsteuerung für mehr Drehmoment im unteren
Drehzahlbereich.

Den Mazda2 gibt
es ausschließlich mit einem manuellen Fünfgang-Schaltgetriebe.
Alle drei Benzinvarianten kommen mit der gleichen Getriebeübersetzung,
die eher lang und auf maximale Kraftstoffersparnis ausgelegt ist. Da
ist auch bei unserem 86-PS-Triebwerk eher schaltfreudiges Fahren
angesagt, wenn man richtig flott unterwegs sein will.

Der Mazda2
beschleunigt mit dieser Motorisierung in 12,9 Sekunden aus dem Stand
auf Tempo 100, seine Höchstgeschwindigkeit erreicht er bei 172
km/h. Sein Verbrauch liegt im Stadtverkehr bei 6,9 Litern
Superbenzin je 100 km, außerorts sind es 4,6 Liter und im
gemischten Verbrauch nach EU-Norm konsumiert er 5,4 Liter
(alles Herstellerangaben, ermittelt unter Idealbedingungen
auf dem Rollenprüfstand). Der Motor erfüllt die Abgasnorm EU4, der
CO2-Ausstoß beträgt 129 g pro km. Verbrauch und CO2-Ausstoß sind
übrigens trotz besserer Fahrleistungen identisch mit der etwas schwächeren
Variante des Motors mit 75 PS.
Unproblematisch
ist der Mazda2 dank seines Vorderradantriebs im Handling, gut ist
sein Geradeauslauf. Die Lenkung ist direkt, ausreichend leichtgängig
und präzise. Das Fahrwerk ist eher straff, aber ohne auf den üblichen
Fahrkomfort zu verzichten. Gute Rückmeldung erhält der Fahrer vom
Fahrbahnuntergrund. Das Fahrverhalten des Mazda2 ist sicher, neutral
und gut beherrschbar. Plötzliche Ausweichmanöver managt er locker,
leichtfüßig und spurtreu. In allzu flott gefahrenen Kurven, wenn
der Fahrer gerade den größten Spaß hat, deutet ein leichtes
Untersteuern das Nahen des Grenzbereichs an, aber nicht einmal das
bringt ihn wirklich aus der Ruhe. Durch gefühlvolles Gaslupfen ist
es übrigens auch gut zu kontrollieren.
Der
86-PS-Mazda2 steht serienmäßig auf 15-Zoll-Rädern mit 185/55er
Reifen, das Basismodell auf 14-Zöllern (175/65 R 14). Die
Bremsanlage verfügt vorne über innenbelüftete Scheibenbremsen,
hinten über Trommelbremsen. Die Verzögerung ist im Notfall prompt
und sicher.

Die
Karosserie mit Verstärkungen aus ultra-hochfesten Stählen,
dreifacher H-Struktur und Sicherheitsfahrgastzelle absorbiert und
verteilt die Aufprallenergie kontrolliert. Seitenaufprallschutz,
Drei-Punkt-Gurte und Kopfstützen auf allen Sitzen, Front- und
Seitenairbags vorne, Kopf-Schulter-Airbags vorne und hinten sowie
zwei Isofix-Kindersitzbefestigungen hinten, Sicherheitspedale, eine
Sicherheitslenksäule sowie extra verstärkte Rücksitzlehnen,
-halterungen und Sicherheitsscharniere an den Rücksitzen
komplettieren den Insassenschutz. Im EuroNCAP erhielt der Mazda2 im
vergangenen Jahr fünf Sterne für Insassensicherheit, vier Sterne für
die Kindersicherung und zwei Sterne für den Fußgängerschutz. An
elektronischen Helfern hat Mazda seinem Kleinwagen ABS
mit mechanischem Bremsassistenten und die Elektronische
Bremskraftverteilung EBD mitgegeben. Die Dynamische Stabilitätskontrolle
DSC (heißt woanders ESP) mit Traktionskontrolle TCS ist bei den
Benzinern serienmäßig an Bord, aber für den Diesel auch gegen
Aufpreis leider nicht verfügbar.
Zu haben ist der
Mazda 2 zu Preisen ab 11.950 Euro, in der Basisausstattung Impuls
mit dem 1,3-Liter-Motor mit 75 PS. In der Independence-Ausstattung
steht das 75-PS-Modell ab 13.700 Euro beim Händler, das
86-PS-Modell ab 14.200 Euro. Aufpreis kosten die Metallic-Lackierung
und eine Klimaautomatik anstelle der serienmäßigen Klimaanlage,
das Energy-Paket sowie als weitere Option das sportlicher
angehauchte Trend-Paket.
Mazda
gibt eine dreijährige Neuwagengarantie (bis 100.000 km), drei Jahre
auf den Lack sowie 12 Jahre auf die Karosserie gegen Durchrostung.
Gegen Aufpreis kann der Käufer die Neuwagengarantie um weitere zwei
Jahre (bis 150.000 km) verlängern. Der Mazda Europe Service
(Mobilitätsgarantie) gilt ein Fahrzeugleben lang in 30 Ländern
Europas beim Einhalten der Wartungsintervalle.
Zum Service muss der Mazda2 alle 20.000 km oder einmal im
Jahr. Die Versicherungen stufen das Modell in die Typklassen 17 / 18
/ 15 (KH / VK / TK) ein.
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