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Noch etwas pfiffiger als sein Vorgänger
Demio wirkt der neue Mazda 2: Etwas weicher und rundlicher, nicht mehr ganz so kantig.
Gute 11 cm länger (3,93 m) sowie je 1 cm breiter (1,68 m) und höher (1,55 m) ist die
Karosserie vom neuen "kleinen" Mazda geworden. Wir fuhren einen Mazda 2 mit der
1,6-Liter-Topmotorisierung in Exclusive-Ausstattung und der Metallic-Lackierung
Toscanarot.
Vier Türen für die Passagiere und eine
Heckklappe fürs Gepäck bieten optimalen Zugang. Die hohe Sitzposition erleichtert die
Übersicht nach vorne, die Übersicht hinten ist trotz versenkbarer Kopfstützen hinten
nicht sonderlich gut. Das Platzangebot ist dafür vorne wie hinten umso besser. Die
Kniefreiheit lässt kaum zu wünschen übrig, mit der Ellenbogenfreiheit kann es aber auf
einer mit drei Leuten besetzten Rückbank schon mal eng werden. Trotz größerer
Karosseriemaße kommen die Zugewinne nur den Passagieren zugute. Der Laderaum fasst von
gut nutzbaren 268 Litern (Demio: 330 Liter) unter der Laderaumabdeckung hinter den
Rücksitzen bis 1.044 Litern bei umgeklappter Rückbank und dachhoher Beladung.

Die niedrige Ladekante erleichtert das Einladen schwerer Güter. Rücksitzbank und
lehne sind asymmetrisch geteilt. Die Sitze können nach vorne hoch geklappt und die
Lehne umgeklappt werden, um den maximalen Laderaum freizugeben. Zudem kann die
Beifahrersitzlehne umgeklappt werden, damit bis an das Armaturenbrett heran geladen werden
kann. Das erlaubt eine flexible Nutzung des Raumes. Die Heckklappe öffnet aber leider
nicht sehr weit nach oben, so dass größere Leute sich vorsehen müssen.

Der Innenraum ist eher funktional
gestaltet und von guter Material- und Verarbeitungsqualität. Das Cockpit ist aufgeräumt,
Anzeigen gut einzusehen und Schalter gut zu bedienen. Die Sitzposition ist hoch. Die Sitze
sind mit einem strapazierfähigen Stoff bezogen, bieten aber trotz ausgeprägter
Konturierung wenig Seitenhalt. Ablagen und Staufächer umfassen ein Handschuhfach, eine
offene Ablage über dem Handschuhfach, Fächer in den Türen, zwei Ablagen unterm Lenkrad,
zwei Getränkedosenhalter auf dem Mitteltunnel, ein Fach in der Mitte auf dem
Armaturenträger und eine Tasche an der Rückseite des Fahrersitzes. Die
Fondpassagier kommen dabei in puncto Stauraum wirklich etwas zu kurz.

Die Basis-Ausstattung heißt beim Mazda 2
"Comfort", ist aber mit dem 1,6-Liter-Motor nicht verfügbar. Zur Auswahl stehen
bei der stärksten Motorisierung der Baureihe nur die Komfort-Ausstattung
"Exclusive" sowie die Sport-Ausstattung "Top". Die Serienausstattung
umfasst somit eine funkfernbediente Zentralverriegelung, von innen einstellbare
Außenspiegel, einen umklappbaren Beifahrersitz, eine asymmetrisch geteilte Rückbank und
Rückbanklehne, Gepäckraumabdeckung und eine Radiovorrüstung mit zwei Lautsprechern
sowie das Plus der Exclusive-Ausstattung das City-Paket mit elektrischen
Fensterhebern vorne und dem Mazda-Audio-System mit zwei Lautsprechern und
Lenkradbedienung.

Aufpreis kosten die Metallic-Lackierung, Klimaanlage, DSC, Kopf-Schulter-Airbags vorne und
hinten und das Energy-Paket mit Nebelscheinwerfern, elektrisch einstellbaren und
beheizbaren Außenspiegeln, elektrischen Fensterhebern hinten, vier zusätzlichen
Lautsprechern sowie Türgriffen in Wagenfarbe.

Breiter gefächert als beim Demio ist
für den Mazda 2 die Motorenpalette: Vierzylinder-Benzinmotoren mit 75, 80 und 100 PS
sowie ein Common-Rail-Diesel mit 68 PS stehen zur Wahl. Der 1,6-Liter-Benziner mit 100 PS
ist ein munterer Geselle. Der Motor hängt gut am Gas, bietet guten Antritt und sehr
akzeptablen Durchzug. Über das ganze relevante Drehzahlband lässt die
Leistungsentfaltung für ein Fahrzeug dieser Klasse kaum zu wünschen übrig. Dabei ist
der Motor aber immer akustisch präsent, leichte Vibrationen sind vor allem beim noch
kalten Motor zu verspüren.

Die manuelle Fünfgang-Schaltung lässt
sich leichtgängig und präzise betätigen. Die Auslegung der Getriebeübersetzung setzt
eher den Schwerpunkt auf sparsamen Verbrauch, allerdings sind die Gänge 3 und 4 schon
ausreichend kurz übersetzt, um schaltfaules Fahren in der Stadt angenehmer zu gestalten.
Eine Beschleunigung von Null auf Tempo 100 in 11,4 Sekunden ist für dieses Auto
ausreichend zügig, die Höchstgeschwindigkeit von 181 km/h mehr als langstreckentauglich.
Der Verbrauch liegt bei 9,2 Litern Superbenzin je 100 km innerorts, 5,5 Litern außerorts
und 6,8 Litern im gemischten Verbrauch nach EU-Norm (alles Herstellerangaben)
ökonomische Fahrweise vorausgesetzt. Der Motor erfüllt die Abgasnorm EU4.

Der Mazda 2 verfügt über Frontantrieb.
Die Lenkung ist eher direkt ausgelegt, der Wagen folgt den Lenkbefehlen des Fahrers sehr
präzise und sicher. Insgesamt liegt er sehr neutral und problemlos auf der Straße. In
schnellen Kurven untersteuert er manchmal recht deutlich; das beim 1,6-Liter-Motor
optional verfügbare Elektronische Stabilitätsprogramm DSC hat dann viel zu tun, denn die
relativ schmalen Reifen (175/65 R 14) bieten bei höherem Tempo nicht so richtig viel
Bodenhaftung und damit Seitenführung in den Kurven. Das mitunter recht frühe
Untersteuern warnt weit mehr als rechtzeitig vor einem Annähern an den Grenzbereich, der
eigentlich recht hoch gesteckt liegt.

Zwar ist die Fahrwerksabstimmung
tendenziell eher komfortabel, dennoch ist der Fahrbahnkontakt gut, der Fahrer bekommt
ausreichend Rückmeldung. Kleine Unebenheiten bügelt das Fahrwerk sauber glatt, gröbere
Stöße sind spürbar. Plötzliche Spurwechsel absolviert er mit spürbarer Seitenneigung,
aber sicher und in sauberer Linienführung.
Die Bremsen (Scheibenbremsen vorne,
Trommelbremsen hinten) sind nicht ganz das Optimale: Sie sprechen zwar schnell an und sind
gut dosierbar, aber sie könnten durchaus standfester sein. Bei einem Fahrzeug mit 100 PS
wären vielleicht Scheibenbremsen rundum angebrachter.

Serienmäßige Sicherheit bieten die
extrem steife Fahrgastzelle mit integrierter Struktur zur Verteilung und Aufnahme von
Aufprallenergie, Drei-Punkt-Sicherheitsgurte und höhenverstellbare Kopfstützen auf allen
Plätzen, Front- und Seitenairbags vorne sowie Isofix-Kindersitzhalterungen auf den
Außenplätzen hinten. An aktiven Sicherheitsfeatures hat Mazda seinem Kleinsten eine
Servolenkung, Antriebsschlupfregelung, ABS, eine elektronische Bremskraftverteilung und
einen mechanischen Bremsassistenten mitgegeben. Gegen Aufpreis gibt es für die
Topmotorisierung der Baureihe das elektronische Stabilitätsprogramm DSC (Dynamische
Stabilitätskontrolle) sowie Kopf-Schulter-Airbags für vorne und hinten.

Ab 12.190 Euro ist der kleine Mazda zu
haben, mit 1,25-Liter-Motor in der Comfort-Ausstattung. Mit 1,6-Liter-Motor gibt es ihn
erst ab der Exclusive-Ausstattung und ab 14.390 Euro. Aufpreis kosten die
Metallic-Lackierung, Klimaanlage, DSC, Kopf-Schulter-Airbags vorne und hinten und das
Energy-Paket.
Mazda gibt drei Jahre Garantie auf den Wagen (bis 100.000
km), drei Jahre auf den Lack sowie 12 Jahre auf die Karosserie gegen Durchrostung. Eine
lebenslange Mobilitätsgarantie gilt bei ordnungsgemäßer Wartung in über 30 Ländern
Europas. Die Versicherungen stufen den Mazda 2 in die Typklassen 13 / 17 / 17 (KH / VK /
TK nach der neuen Struktur in der Fahrzeugversicherung) ein.
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