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Zeitlos elegant
und schnittig gezeichnet ist das Coupé-Cabrio SC 430 von Lexus.
Bereits zum Modelljahr 2002 kam es auf den Markt, ist aber optisch
in keinster Weise in die Jahre gekommen. Knappe 4,54 m ist der
Nobelsportwagen lang, das Leichtmetalldach mit beheizbarer
Heckscheibe versenkt sich elektrisch betätigt innerhalb von guten
25 Sekunden im Kofferraum. Dann kann das oben offene Fahrvergnügen
los gehen ...
Zwei Türen gewähren
Zugang zum Innenraum. Die zweite Sitzreihe bietet Erwachsenen nicht
wirklich Platz. Das gilt vor allem bei geschlossenem Verdeck. Dafür
ist die erste Reihe umso großzügiger geschnitten, mit
lederbezogenen elektrisch einstellbaren Komfortsitzen inkl.
Memory-Funktion und stufenlos verstellbarer Sitzheizung.
Die Sitze sind komfortabel, bieten aber nicht den besten
Seitenhalt. Die Übersicht ist offen gestanden einigermaßen,
geschlossen dagegen eher nicht so prickelnd. Der Laderaum fasst 321
Liter, bei geöffnetem Verdeck verbleiben 135 Liter, die maximale
Zuladung beträgt je nach Ausstattung zwischen 245 und 295 kg (ohne
Fahrer). Das ist nicht gerade üppig und mit Sicherheit für vier
Personen auf Reisen nicht ausreichend.

Obwohl mit vielen
Funktionen und Features ausgestattet, wirkt das Cockpit noch nicht
überladen. Das erleichtert die Handhabung, ohne dass der Fahrer groß
vom Verkehr abgelenkt würde. Einzig gewöhnungsbedürftig ist eine
Klappe, hinter der sich die Einstellung für die Außenspiegel
verbirgt und deren Tasten-Zugang mit dem schlichten Hinweis
„Push“ versehen ist. Hochwertige Materialien kennzeichnen den
Innenraum, ein Hauch von Luxus ist gepaart mit tadelloser
Verarbeitung. Der Lexus erfüllt in dieser Hinsicht jegliche
Premium-Ansprüche. Gleiches gilt für den Umfang der
Serienausstattung: Sie umfasst nicht nur die kleinen
Annehmlichkeiten des Autofahrerlebens. Dazu zählen unter anderem
die funkfernbediente Zentralverriegelung, elektrisch einstellbare,
beheizbare und anklappbare Außenspiegel, automatisch abblendende
Innen- und Außenspiegel, elektrischen Fensterheber, ein elektrisch
versenkbares Leichtmetalldach, 18-Zoll-Leichtmetallräder, eine Wärmeschutzverglasung
mit erhöhter Schutzwirkung gegen UV- und Infrarotlicht, die
Geschwindigkeitsregelung Cruise Control, ein High-End-Audiosystem
mit RDS-Radio, Cassettenspieler und CD-Wechsler, Klimaautomatik,
Ledersitze (vorne elektrisch einstellbar), Bordcomputer,
Nebelscheinwerfer und ein adaptives Xenon-Frontlichtsystem
(dynamisches Kurvenlicht).
Der
4,3-Liter-Achtzylinder ist ein Traum an Laufkultur und Souveränität.
Ruhig, vibrationsarm und seidenweich läuft der Motor, schon den
leichten Tritt aufs Gaspedal setzt er spontan in Vortrieb um.
Durchzug satt und eine souveräne Leistungsentfaltung bietet der SC
430 trotz eines Leergewichtes von über 1,8 t. Mit 286 PS und 419 Nm
bei 3.500 U/min. steht er dafür aber auch gut im Futter. Der Motor
verfügt wie auch andere Toyota-Motoren über Nockenwelle mit
intelligenter variabler Ventilsteuerung VVT-i. Der Verbesserung der
Luftansaugeffizienz dient das Akustikgesteuerte Ansaugsystem ACIS,
das über die Motorsteuerung in Abhängigkeit von Motordrehzahl und
Lastzustand gesteuert wird. Luftschwingungen sorgen an den
Einlassventilen für einen Nachladeeffekt, der damit erzielte
bessere Füllungsgrad im Brennraum optimiert die Leistungsabgabe über
den ganzen Drehzahlbereich. Dritte Besonderheit des Motors ist die
elektronische Drosselklappensteuerung ETCS-i, die die dem Motor
zugeführte Luftmenge nicht mehr mechanisch über den Gaszug (und
damit über das Gaspedal) regelt, sondern elektronisch und damit auf
maximalen Motorleistung hin optimiert.

Ganz hervorragend
abgestuft und bei Schaltvorgängen kaum spürbar ist das serienmäßige
6-Stufen-Automatikgetriebe mit elektronischer Schaltsteuerung
AI-SHIFT (AI steht für „Artificial Intelligence“). AI-SHIFT
steuert die Gangwechsel in Abhängigkeit von Fahrstrecke und
Fahrstil. Zwar verfügt das Getriebe auch über eine manuelle
sequentielle Schaltoption, die aber angesichts der hervorragenden
Auslegung des Getriebes völlig überflüssig ist. Die
Getriebeabstufungen sind recht lang mehr auf einen sparsamen
Vortrieb ausgelegt, was bei einem großvolumigen Motor kein Fehler
ist … Für die Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h braucht
der SC 430 gute 6,2 Sekunden, elektronisch abgeregelt wird bei einer
Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Über den Verbrauch kann man
bei einem Achtzylinder mit 16,3 Litern Superbenzin je 100 km in der
Stadt, 8,6 Litern außerorts und
11,4 Litern im gemischten Verbrauch nach EU-Norm – bei ökonomischer
Fahrweise versteht sich – nicht meckern (alles Herstellerangaben).
Der Motor erfüllt die Abgasnorm EU4.
Die dank
Heckantrieb von Antriebseinflüssen befreite Lenkung arbeitet präzise,
ist aber nicht sonderlich direkt ausgelegt. Satt liegt das Fahrzeug
auf der Straße, tadellos ist sein Geradeauslauf. Die Feder-Dämpfer-Abstimmung
ist eher komfortabel ausgelegt, das erwartet man in dieser
Nobelklasse einfach. Dennoch bleibt ausreichend Fahrbahnkontakt und
die nötige Straffheit für ein sicheres Handling. Der Japaner glänzt
insgesamt mit seinem recht agilen Fahrverhalten und mit fast
problemlosem Handling. Richtig Spaß macht er in schneller
gefahrenen Kurven. Sicher und spurtreu liegt er auf dem Asphalt, im
Notfall greift das serienmäßige ESP ein. Serienmäßig steht der
SC 430 auf 18-Zoll-Leichtmetallrädern mit 245/40er Breitreifen. Die
Bremsanlage (Scheibenbremsen rundum, vorne innenbelüftet) verzögert
standfest und spurtreu.
Der
Insassen-Sicherheit dienen unter anderem die selbsttragende
Karosserie mit Aufprallenergie absorbierender Struktur
(Sicherheitsfahrgastzelle), in den Türen integrierter
Seitenaufprallschutz, Kopfstützen und Drei-Punkt-Gurte auf allen
vier Sitzplätzen, Front- und Seitenairbags vorne sowie
Isofix-Kindersitzhalterungen auf der Rückbank. An elektronischen
Fahrassistenzsystemen sind ABS mit Elektronischer
Bremskraftverteilung und Brems-Assistent sowie eine
Traktionskontrolle und das Elektronische Stabilitätssystem VSC
ebenso mit an Bord wie eine Reifendruck-Warnanzeige
und Reifen mit Notlauf-Eigenschaften. Bei einem geplatzten Reifen
hilft ein Notrad weiter.
Ab
72.000 Euro steht der umfangreich ausgestattete SC 430 in den
Preislisten der Händler. Extra kosten lediglich eine Mica-/Metallic-Lackierung
sowie das DVD-Navigationssystem. Für drei Jahre gibt Lexus eine
Garantie auf den Neuwagen (bis 100.000 km), drei Jahre auf den Lack
und zwölf Jahre auf die Karosserie gegen Durchrostung. Während der
Neuwagen-Garantiezeit gilt die fast europaweite Mobilitätsgarantie
Lexus Euro-Assistance 24. Zum Ölwechsel muss der SC 430 alle 15.000
km oder einmal im Jahr, zum kompletten Service alle 30.000 km oder
einmal in zwei Jahren. Die Versicherungen stufen das Modell in die
Typklassen 18 / 28 / 30 (KH / VK / TK)
ein.
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