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Der IS F ist die
leistungsstarke Sportwagenversion des IS. Das „F“ im Namen weist
auf den Fuji Speedway, Toyotas hauseigene Teststrecke, auf der der
IS F seinen Feinschliff erhielt, sowie auf das Higashi Fuji
Technical Centre am Fuße des berühmten Berges in Japan hin.
Das brave Kleid
des IS erfuhr ein wenig dynamischen Feinschliff: Spoiler, größere
Lufteinlässe – die Karosserie wuchs dadurch um knappe 8 cm auf
4,66 m. Eine Idee breiter ist er auch, dafür aber auch bisschen
flacher. Nichts mehr herauskitzeln konnte man dadurch an der
Aerodynamik, die war auch beim IS 250 bzw. IS 220d mit einem cW-Wert
von 0,27 schon ganz hervorragend. Was der IS F sonst noch so kann,
zeigte eine erste Ausfahrt.
Unter der immer
noch recht braven Karosserie hat sich eine ganze Menge getan: Das
wichtigste an einem Hochleistungssportwagen ist ein sportlicher
Motor. Den kompakt gebauten Fünfliter-Achtzylinder-Motor
mit kombinierter Direkt- und Saugrohreinspritzung (D-4S) haben die
Lexus-Ingenieure für den IS F völlig neu entwickelt. Er musste
aber auch in einen Motorraum integriert werden, in dem ansonsten
gerade mal halb so große Aggregate ihren Dienst tun. Der
Achtzylinder verfügt über die elektrisch gesteuerte variable
Ventilsteuerung VVT-iE mit mechanisch betätigtem Einlass- und
hydraulisch betätigten Auslassventilen, zwei strömungsoptimierte
Einlasskanäle sowie einen höchst drehzahlfesten Ventiltrieb für
hohe Drehzahlen und maximale Leistungsausbeute.
Das
Aluminium-Triebwerk entwickelt beeindruckende 423 PS, hängt sehr
gut am Gas und ist ein Muster an Laufkultur. Über jeden Zweifel
erhaben sind Antritt und Durchzugsvermögen. Kraftvoll und dennoch
geschmeidig wirkt der IS F in der Leistungsentfaltung über das
ganze Drehzahlband, auch wenn er sein Drehzahlmaximum von gewaltigen
505 Nm erst bei 5.200 U/min. über die Antriebswellen herfallen lässt.
Der Vergleich mit einer Raubkatze ist da gar nicht so weit
hergeholt!
Der IS F verfügt
über ein Achtstufen-Direktschaltgetriebe mit Wandlerüberbrückung
im manuellen Modus und Schaltwippen am Lenkrad. Das
Direktschaltgetriebe hat – im Unterschied zu den
Achtstufen-Automatikgetrieben in LS 460 und GS 460 – eine
zusätzliche Kupplung, ist aber nicht mit der Doppel-Kupplung beim
Direktschaltgetriebe von VW vergleichbar. Der Drehmomentwandler
kommt im manuellen Schaltmodus nur im ersten Gang zum Einsatz. Die
zusätzliche Kupplung verbindet dann die Gänge zwei bis acht
direkt, ohne Wandlerüberbrückung und vermittelt damit den
Kraftschuss eines Handschalters. Schnell, kaum spürbar und
passgenau wechselt das Getriebe im Automatik-Modus den Gang, da ist
die manuelle Schaltoption fast schon überflüssig! Die Getriebeübersetzung
reicht von einem sehr kurzen ersten Gang für kraftvollen Antritt
bis hin zu einem extrem langen achten Gang, der dem
Hochleistungssportler gesittete Trinkmanieren beibringen soll.

Aus dem Stand auf
Tempo 100 sprintet er in rennwagen-tauglichen 4,8 Sekunden, die 200
km/h-Marke passiert er nach 15 Sekunden. Der Motor ist nicht
elektronisch abgeregelt, erst bei 270 km/h erreicht sein Vorwärtsdrang
Grenzen. Dafür hält sich bei sensibel geführtem Gasfuß der
Verbrauch in sehr ordentlichen Grenzen: Knappe 16,8 Liter
Superbenzin sind es je 100 km innerorts, 8,3 Liter außerorts und
11,4 Liter im gemischten Verbrauch nach EU-Norm (alles
Herstellerangaben, ermittelt unter Idealbedingungen auf dem Rollenprüfstand).
Der Motor erfüllt die Abgasnorm EU4, der CO2-Ausstoß beträgt 270
g pro km.
Mit Frontmotor
und Heckantrieb bot der IS die ideale Basis für einen
Hochleistungssportwagen. Das Fahrwerk wurde für den IS F weiter
verfeinert und auf die Bedürfnisse eines Sportwagens optimiert.
Spontan und unmittelbar spricht die Lenkung an, präzise folgt das
Fahrzeug den Anweisungen des Fahrers. Die Servolenkung Steer Tronic
arbeitet geschwindigkeitsabhängig, die Lenkunterstützung nimmt mit
zunehmender Geschwindigkeit ab. Dabei liegt der Sport-Lexus satt und
solide auf dem Asphalt, tadellos ist der Geradeauslauf, hervorragend
der Fahrbahnkontakt. Sportlich-straff ist
die Feder-Dämpfer-Abstimmung, aber sie bietet auch ein
ausreichendes Komfortgefühl, wie es sich für einen Lexus gehört.
Der
IS F glänzt mit seiner hohen Fahrdynamik und Agilität, die 1,6 t
Leergewicht spürt man gar nicht. Leichtfüßig und spurtreu zieht
er auch durch flott gefahrene Kurven, plötzliche Ausweichmanöver
und Spurwechsel bringen ihn nicht aus der Ruhe. Solide liegt er auf
dem Asphalt, ohne dass die Elektronik ihn einbremsen muss. Das
serienmäßige Integrierte Fahrdynamik-Management VDIM, welches das
Zusammenspiel der aktiven Helfer regelt, verfügt bei diesem
Fahrzeug zusätzlich über einen speziellen Sport-Modus, um den
Ansprüchen sportlich ambitionierter Fahrer nach etwas weniger
Regelung und mehr Freiraum Rechnung zu tragen.
Serienmäßig
steht der IS F auf 19-Zoll-Leichtmetallrädern (die braven Brüder
nur auf 17-Zöllern) mit Reifen im Format 225/40 vorne und 255/35
hinten. Sehr gut verzögern die großdimensionierten innenbelüfteten
Scheibenbremsen rundum, die Hochleistungs-Bremsanlage mit
Sechskolben-Bremszangen vorne und Doppelkolben-Sätteln hinten wurde
zusammen mit dem Bremsenspezialisten Brembo entwickelt. Sie hält
auch bei höchster Beanspruchung beispielsweise auf einer
Rennstrecke stand und liefert konstant hohe Bremsleistungen ohne
Fading.
Der
Insassensicherheit dienen die Aufprallenergie absorbierende
Karosseriestruktur, Seitenaufprallschutz, Kopfstützen und
Drei-Punkt-Gurte auf allen Plätzen, aktive Kopfstützen (Schleudertrauma-Schutzsystem
WIL) vorne, zweistufig auslösende Frontairbags vorne, Knie- und
Seitenairbags vorne, Kopfairbags vorne und
hinten, Sicherheitslenksäule sowie Isofix-Kindersitzvorrüstungen.
Der Beifahrerairbag kann deaktiviert werden, um Kindersitze gegen
die Fahrtrichtung anbringen zu können. Im EuroNCAP erhielt der
zivile IS 2006 die Höchstwertung von 5 Sternen für
Insassensicherheit, vier Sterne für Kindersicherheit und drei
Sterne für Fußgängerschutz. An aktiven Helfern unterstützen den
Fahrer ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung EBD und
Bremsassistent BA, das Elektronisches Stabilitätsprogramm VSC
(besser bekannt als ESP), die Antriebsschlupfregelung TRC sowie das
Integrierte Fahrdynamik-Management VDIM.
Auch
sportliche Autos dürfen vier Türen haben, sie erleichtern den
Zugang zu beiden Sitzreihen deutlich. Das Platzangebot ist in beiden
Reihen ausreichend großzügig, der Laderaum fasst wie bei den
zivilen IS-Versionen 378 Liter. Die Sportsitze vorne sind straff,
elektrisch einstellbar und bieten dank ihrer guten Konturen sehr
guten Seitenhalt. Die Memory-Funktion speichert auf der Fahrerseite
die Einstellungen von Sitz, Lenkrad und Außenspiegeln. Der
Innenraum ist hochwertig, Materialqualität und Verarbeitung sind über
jeden Zweifel erhaben, das erwartet man einfach von einem
Premium-Fahrzeug. Das Cockpit ist aufgeräumt und ergonomisch
gestaltet und gibt dem Fahrer keine Rätsel auf.
Der IS F steht für
69.600 Euro nahezu komplett ausgestattet beim Händler: Unter
anderem mit Features wie dem schlüssellosen Zugangs- und
Startsystem Smart Key, elektrischen Fensterhebern, Bordcomputer,
Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Sonnenschutzrollo für die Heckscheibe,
elektrisch einstellbaren, beheizbaren Leder-Sportsitzen vorne mit
Memory-Funktion, Geschwindigkeitsregelung Cruise Control,
Regensensor, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit dynamisch geregeltem
Kurvenlicht AFS und Lichtautomatik, Nebelscheinwerfer, Park Assist für
vorne und hinten, Heckkamera mit Einparkführung, Alarmanlage und
DVD-Navigationssytem/Multimedia-Paket mit Multifunktionsdisplay. Die
serienmäßigen 19-Zoll-Leichtmetallräder sind eine
Gemeinschaftsentwicklung mit dem deutschen Felgen-Spezialisten BBS.
Die Außenspiegel sind elektrisch einstell- und anklappbar,
automatisch abblendend sowie beheizbar, der Innenspiegel blendet
ebenfalls automatisch ab. Die Aufpreisliste ist kurz: Lediglich eine
Mica-/Metallic-Lackierung, ein elektrisches Glas-Schiebe-/Hebedach
sowie die Adaptive Geschwindigkeitsregelung ACC mit
Pre-Crash-Safety-System PCS kosten extra.

Auf
den Lexus IS F gibt es eine dreijährige Neuwagengarantie (bis
100.000 km), drei Jahre auf den Lack sowie zwölf Jahre auf die
Karosserie gegen Durchrostung. Die EURO-Assistance, eine
24-Stunden-Mobilitätsgarantie, gibt es für drei Jahre ohne
Kilometerbegrenzung. Zum Service muss der IS F alle 30.000 km oder
alle zwei Jahre, nach 15.000 km oder 12 Monaten sind Ölwechsel und
Sicherheitscheck fällig. Die Versicherungen stufen das Modell in
die Typklassen 19 / 31 / 30 (KH / VK / TK)
ein.
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