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Den Lexus IS gibt
es bislang nur als klassische Stufenheck-Limousine, von der Vorgänger-Baureihe,
die seit 1999 angeboten wurde, hatte es seit 2001 noch einen Kombi
(Sport Cross) gegeben. Um 17,5 cm ist die zweite Generation des
Lexus IS gewachsen im Vergleich zum Vorgänger. Dennoch wirken seine
4,58 m Karosserielänge dynamischer. Umfassende aerodynamische Maßnahmen
verhelfen dem IS zu einem traumhaften cW-Wert von 0,27. Mit einem
Sechszylinder-Benziner mit 208 PS und einem Vierzylinder-Dieselmotor
mit 177 PS ging er Anfang des Jahres im Premium-Segment an den
Start. Ob der Lexus IS seine dynamische Optik auch auf der Straße
vermitteln kann, klärte eine erste Ausfahrt mit dem
Common-Rail-Diesel.
Komfortablen
Zugang zu beiden Sitzreihen bieten die vier Türen. Die Übersicht
ist nicht wirklich berauschend, das in dieser Ausstattungsvariante
serienmäßige Park-Assist vorne und hinten sehr hilfreich. Noch
besser wird die Übersicht nach hinten dank der optionalen
Heckkamera mit Einparkführung (sie ist Teil des
DVD-Navigationssystem-/ Multimedia-Pakets). Das Platzangebot ist in
beiden Reihen gut. Vorne sitzt man auf straffen Polstern, die gut
konturiert sind für ausreichenden Seitenhalt. Gleiches gilt für
die äußeren Sitze hinten. Der Kofferraum fasst eher bescheidene
378 Liter, eine Durchlademöglichkeit ist in die Rückenlehnen der
hinteren Sitzbank integriert.

Das Interieur
wirkt hochwertig, Materialien und Verarbeitung sind tadellos und
angemessen in dieser Klasse. Trotz vieler Funktionen ist das Cockpit
noch nicht überladen, die Instrumente einigermaßen klar gegliedert
und handlich in ihrer Bedienung. Sehr gut ist die Geräuschdämmung:
Von dem, was sich unter der Motorhaube abspielt, kriegen die
Insassen praktisch nichts mit. Lediglich bei höheren
Geschwindigkeiten sind leichte Windgeräusche zu vernehmen.

Seine
Sportlimousine IS bietet Lexus in drei Ausstattungsvarianten an: außer
der Basisversion gibt es die Sport Line und die Luxury Line, die
sich beide von der Basisversion ableiten. Schon die Basisversion
kommt mit vielen Annehmlichkeiten des Autofahrerlebens wie dem schlüssellosen
Zugangs- und Startsystem „Smart Entry“, elektrisch
einstellbaren, anklappbaren und beheizbaren Außenspiegeln,
elektrischen Fensterhebern vorne und hinten, Bordcomputer und
Multifunktionsdisplay, Alarmanlage, Geschwindigkeitsregelung
„Cruise Control“, ein Audiosystem mit Radio und CD-Wechsler
(mp3-fähig) und Multifunktionslenkrad, eine
Zwei-Zonen-Klimaautomatik, wärmedämmende Verbundverglasung mit
UV-Filter und 16-Zoll-Leichtmetallrädern. Die Luxury Line verfügt
zusätzlich über Features wie automatisch abblendende Außen- und
Innenspiegel, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Lichtsensor und dynamisch
geregeltem Kurvenlicht (AFS Adaptive Front-Lighting System),
Regensensor, Ledersitze (mit elektrischer Sitzeinstellung,
Sitzheizung und –belüftung vorne), 17-Zoll-Leichtmetallräder,
Parkassistent und elektrischen Sonnenrollos für die hinteren
Scheiben.
Der
2,2-Liter-Common-Rail-Diesel ist der erste Selbstzünder, der bei
Lexus zum Einsatz kommt. Er stammt aus dem Konzernregal und debütierte
im Avensis und eroberte dann mit Corolla Verso und RAV4
weitere Baureihen. Wie bei schlüssellosen Zugangssystemen üblich,
startet man auch hier per Knopfdruck. Was dann zum Leben erwacht,
klingt wahrlich nicht nach einem Selbstzünder, so gut schirmt die Dämmung
zum Motorraum den überdies sehr kultiviert laufenden Motor ab. Natürlich
reißt er mit 177 PS ein der knapp 1,7 t schweren Limousine (1.660
– 1.730 kg) keine Bäume aus. Aber er hängt sehr gut am Gas und
setzt Pedalbefehle nachdrücklich in Vortrieb um. Das manuelle
Schaltgetriebe mit sechs Gängen ist insgesamt recht kurz übersetzt,
also mehr auf zügigen Vortrieb als auf Sparsamkeit ausgelegt. Die
knackige Schaltung erfreut mit kurzen Schaltwegen und der präzisen,
leichtgängigen Linienführung.

In nur 8,9
Sekunden sprintet der Lexus IS220d aus dem Stand auf Tempo 100.
Seine Höchstgeschwindigkeit erreicht er bei 220 km/h. Der Verbrauch
liegt bei 7,9 Liter Dieselkraftstoff auf 100 km in der Stadt, 5,4
Liter außerorts und 6,3 Liter im gemischten Verbrauch nach EU-Norm,
ökonomische Fahrweise natürlich vorausgesetzt (alles
Herstellerangaben). Es gibt vielleicht sparsamere
Vierzylinder-Diesel, aber er zählt mit Sicherheit zu den
saubersten. Dank der Lexus „Clean Diesel“ Technologie (heißt
bei Toyota D-CAT, siehe Fahrberichte von Avensis und RAV4),
die sowohl Rußpartikeln wie auch Stickoxiden sehr wirkungsvoll den
Kampf ansagt, ist der Lexus IS für die Zukunft gerüstet und erfüllt
mehr als nur die Abgasnorm EU4 ...
Der
Premium-Japaner wird über die Hinterräder angetrieben. Guter
Geradeauslauf und eine präzise, direkt ausgelegte Lenkung
kennzeichnen seinen Vortrieb. Die Lenkung arbeitet mit einer
elektrischen geschwindigkeitsabhängigen Servounterstützung (EPS)
und spricht auch um die Mittellage herum sehr gut an.
Das
Fahrwerk bügelt kleinere Unebenheiten sauber glatt, bietet aber
ansonsten eine gute Mischung aus komfortabel und sportlich. Im
Fahrverhalten ist er weitgehend neutral und sicher zu führen, das
Fahrwerk bietet hohe Sicherheitsreserven, auch ohne dass das serienmäßige
Stabilitätssystem VSC (zu deutsch ESP) hier groß gefordert wäre.
Insgesamt bietet der IS hohe Spurstabilität auch in flotten Kurven,
ein problemloses Fahrverhalten und im Notfall solide Ausweichmanöver.
Ab
Werk steht der IS220d Luxury Line auf 17-Zoll-Leichtmetallrädern
mit Mischbereifung (225/45 vorne und 245/45r hinten). Die Bremsen
(Scheibenbremsen rundum, vorne innenbelüftet) sprechen gut an und
verzögern standfest und spurtreu.
Die
Insassen schützen eine selbsttragende
Ganzstahl-Sicherheitskarosserie mit Aufprallenergie absorbierenden
Strukturen und Seitenaufprallschutz in allen Türen, Energie
absorbierende Materialien in A-, B-, C- und Dachsäule sowie den Türen,
Drei-Punkt-Gurte und Kopfstützen auf allen fünf Sitzplätzen,
aktive Kopfstützen vorne, Front-, Seiten- und Knieairbags für die
Frontpassagiere, Kopfairbags (Curtain Shield) für vorne und hinten
sowie Isofix auf den Außenplätzen hinten. Auf Wunsch erhältlich
ist das Pre-Crash Safety System PCS (vorausschauendes
Sicherheitssystem), welches bei Erkennen eines nicht mehr zu
vermeidenden Aufpralls Sicherheitsgurte strafft und den
Bremsspeicherdruck erhöht. An aktiven Helfern sind serienmäßig
ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung EBD und Bremsassistent
sowie die Antriebsschlupfregelung TRC und das Elektronische Stabilitätsprogramm
VSC mit an Bord. Optional gibt es eine adaptive
Geschwindigkeitsregelung (Adaptive Cruise Control), die den Abstand
zu vorausfahrenden Fahrzeugen kontrolliert.
Der IS 220d ist
das Einstiegsmodell in die IS-Baureihe, mit Preisen ab 29.600 Euro.
Der Sechszylinder-Benziner steht ab 31.000 Euro in den Preislisten.
Der Aufpreis für die Luxury Line beträgt bei beiden Modellen 6.200
Euro, für die Sport Line 5.500 Euro auf den Basispreis. Aufpreis
kosten zum Beispiel eine Mica-/Metallic-Lackierung, ein
DVD-Navigationssystem, ein elektrisches Glas-Schiebe-Hebedach,
Ledersitze oder das integrierte Fahrdynamik-Management VDIM (Serie
bei der Sport Line).
Auf den Neuwagen
gibt Lexus drei Jahre Garantie (bis maximal 100.000 km), auf den
Lack drei Jahre und auf die Karosserie zwölf Jahre gegen
Durchrostung. Eine fast europaweite Mobilitätsgarantie (Lexus
Euro-Assistance) gibt es für die ersten drei Jahre ab Neuzulassung.
Serviceintervalle 30.000 km oder alle zwei Jahre, Zwischencheck alle
15.000 km oder einmal im Jahr. Für den Ölwechsel sind die
Intervalle flexibel (je nach Fahrstil und Einsatzbedingungen), sie
liegen bei maximal 30.000 km oder 24 Monaten. Die Versicherungen
stufen das Modell in die Typklassen 19 / 27 / 24 (KH
/ VK / TK – nach der neuen Struktur in der Fahrzeugversicherung)
ein.
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