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Seit
2005 ist die aktuelle dritte Generation der GS-Baureihe auf dem
Markt (siehe auch GS 300/430 und GS
450h), das luxuriöse Sportcoupé wurde für das Modelljahr
2008 leicht überarbeitet. Auf 4,85 m ist er gewachsen (plus 2,5
cm), Front- und Heckschürzen ebenso wie die Chromumrandung des Kühlergrills
wurden neu gestaltet und Blinker in die Außenspiegel integriert.
Der GS 460 ersetzt das alte Top-Modell der Baureihe, den GS
430. Was er kann, zeigte eine erste Ausfahrt.
Guten
Zugang bieten vier Türen, den Schlüssel (Smart Key) trägt der
Fahrer in der Tasche,
in die Hand nehmen braucht er ihn weder zum Öffnen des Fahrzeugs
noch zum Starten. Der besseren „Übersicht“ dient der
Park-Assistent vorne und hinten, der nur im Basismodell extra
kostet. Bei einem Radstand von nach wie vor 2,85 m hat sich für die
Passagiere nichts an den Platzverhältnissen geändert, die schon
vorher üppig bemessen waren. Das Laderaumvolumen beträgt 430
Liter, die maximale erlaubte Zuladung je nach Ausstattungsumfang
zwischen 350 und 390 kg.
Luxuriös
ist die Anmutung des Innenraums, Qualität und Verarbeitung sind in
dieser Klasse über jeden Zweifel erhaben. Nachdem man sich erst mal
daran gewöhnt hat (siehe GS 300/430
bzw. GS 450h), dass die
Einstellung der Außenspiegel sowie einige andere selten gebrauchte
Funktionen unter dem Knopf mit dem „Push“ verbergen, ist das
Cockpit sehr übersichtlich und intuitiv handhabbar.
Sehr
umfangreich ist schon das Basismodell GS 300 ausgestattet mit
Features wie dem schlüssellosen Zugangssystem Smart Key, elektrisch
einstellbaren, beheizbaren und abblendenden Außenspiegeln,
elektrischen Fensterhebern rundum, Bordcomputer, Hifi-System mit
Radio und CD-Wechsler sowie Multifunktionsdisplay inkl. Touchscreen,
Geschwindigkeitsregelung, Fahrlichtautomatik, automatisch
abblendenden Innenspiegeln, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, einem
Multifunktions-Leder-Sportlenkrad (selbstverständlich höhen- und
neigungsverstellbar), Wärmeschutzverglasung mit UV-Schutz,
Alarmanlage sowie 17-Zoll-Leichtmetallrädern und
Xenon-Scheinwerfern mit dynamisch geregeltem Kurvenlicht. Der GS 460
verfügt darüber hinaus über einen Heckspoiler, Komfortsitze mit
Sitzheizung vorne, Memory-Funktion für den Fahrersitz (Sitz, Außenspiegel,
Lenkrad), ein elektrisch betätigtes Sonnenschutzrollo, Regensensor,
das Park-Assist-System für vorne und hinten sowie
18-Zoll-Leichtmetallräder.
Ein
neuer V8-Motor mit 4,6 Litern Hubraum und 347 PS ersetzt die
bisherige 4,3-Liter-Topmotorisierung mit 283 PS. Das Triebwerk verfügt
über eine Kombination aus Saugrohr- und Direkteinspritzung (D-4S)
sowie eine intelligente variable Ventilsteuerung für Einlass- und
Auslassnockenwelle (duales VVT-i), die Einlassventile werden
elektronisch gesteuert. Beides soll die Leistung optimieren und
dabei Verbrauch und Schadstoffausstoß senken. Souverän ist der GS
460 in Antritt und Durchzugsvermögen. Die Leistungsentfaltung lässt
über das ganze Drehzahlband kaum Wünsche offen, auch wenn das
maximale Drehmoment von 460 Nm erst bei 4.100 U/min. anliegt, und
damit viel später als beim Vorgänger
(417 Nm bei 3.500 U/min.). Das Aggregat ist ein wenig schwächer als
der baugleiche Motor im LS 460
(dort 380 PS), aber er hat hier
ja auch mit etwas weniger Wohlstandsspeck in Form von
Karosseriegewicht (ca. 1,8 t) zu kämpfen. Ruhig und vibrationsarm
ist er ein Muster an Laufkultur. Erst wenn man ihm die Sporen gibt
– oder vielmehr das Gaspedal kräftig durchtritt, tritt er
akustisch in den Vordergrund, ohne jedoch aufdringlich zu sein.
Für
Übertragung der Antriebskraft auf die Hinterräder hat Lexus dem GS
460 ein Achtstufen-Automatikgetriebe mit sequentiellem Schaltmodus
spendiert, wie es auch im LS 460
zum Einsatz kommt. Das Getriebe schaltet kaum spürbar rauf und
runter in den nächsten Gang. Gut abgestimmt ist die Automatik, die
zu jedem Schritt den passenden Gang findet. Knackig kurz sind die
unteren Gänge übersetzt für flotten Antritt, in den oberen Gängen
geht es für maximale Kraftstoffökonomie mit einer langen Getriebeübersetzung
zur Sache.
Für
die Beschleunigung auf dem Stand auf Tempo 100 reichen gute 5,8
Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit erreicht der GS 460 bei 250
km/h. Mehr Hubraum, mehr Leistung, aber dafür unterm Strich weniger
Verbrauch und ein geringerer CO2-Ausstoß: Das ist Fortschritt! Für
100 km Stadtverkehr braucht er mit 16,3 Litern Superkraftstoff genau
so viel wie sein Vorgänger, außerorts sind es aber nur noch 7,9
Liter (GS 430: 8,6 Liter) und im
gemischten Verbrauch nach EU-Norm 11 Liter (Vorgänger
11,4 Liter, alles Herstellerangaben, ermittelt unter
Idealbedingungen auf dem Rollenprüfstand). Der Motor erfüllt die
Abgasnorm EU4, der CO2-Ausstoß beträgt 258 g pro km (beim GS
430 waren es noch 269 g/km).
Der
Hecktriebler glänzt mit einem tadellosen Geradeauslauf. Die Lenkung
arbeitet mit einer variablen Lenkwinkelunterstützung (VGRS), die in
Abhängigkeit von der Geschwindigkeit den Einschlagwinkel der Räder
steuert. Sie spricht gut an, ist situationsabhängig ausreichend
leichtgängig und setzt Lenkbefehle direkt und präzise um.
Serienmäßig
verfügt der GS über das Adaptive variable Dämpfersystem AVS, bei
dem die Dämpfkraft den Erfordernissen von Fahrbahnbeschaffenheit
und Fahrstil angepasst wird, um Karosseriebewegungen zu minimieren.
Bei normaler Fahrt eher komfortabel abgestimmt, reagiert AVS auf
fahrdynamische Herausforderungen etwas straffer. Im normalen Modus
steht mehr der Fahrkomfort im Vordergrund, wer es lieber etwas
straffer von der Grundeinstellung mag, kann den Sport-Modus wählen,
der mit einer höheren Dämpfungskraft arbeitet, mit denen der
Fahrer die fahrdynamischen Qualitäten des Fahrwerks noch ein wenig
mehr ausreizen kann. Im Handling gibt sich der GS sehr dynamisch und
agil, dass es eine Freude ist, ihn durch kurvige Pisten zu
scheuchen. Problemlos, spurtreu und sicher meistert er flott
gefahrene Kurven ebenso wie plötzliche Spurwechsel und Ausweichmanöver.
Serienmäßig steht der Top-GS auf 18-Zoll-Leichtmetallrädern mit
245/40er Reifen. Die Bremsanlage mit innenbelüfteten
Scheibenbremsen rundum hält die Motorkraft mit kurzen Bremswegen
und sicherem Stand gut im Zaum.
Der
Insassensicherheit dienen eine Ganzstahl-Sicherheitskarosserie mit
Aufprallenergie absorbierender Struktur, Sicherheitsfahrgastzelle
und Seitenaufprallschutz in den Türen, Kopfstützen und
Drei-Punkt-Gurte auf allen Sitzen, aktive Kopfstützen vorne (Schleudertrauma-Schutzsystem
WIL), Front-, Seiten- und Knieairbags vorne, Kopfairbags vorne und
hinten, Isofix-Kindersitzvorrüstungen hinten und eine
Sicherheitslenksäule. Seitenairbags hinten gibt es erst ab dem GS
460 serienmäßig, beim GS 300 aber immerhin gegen Aufpreis. Der
Beifahrerairbag kann abgeschaltet werden, damit ein Kindersitz auch
gegen die Fahrtrichtung montiert werden kann. Eine
Sitzbelegungserkennung sorgt dafür, dass der Airbag nicht ausgelöst
wird, wenn der Beifahrersitz leer ist. Im EuroNCAP erreichte der GS im Jahr 2005 die Bestnote von fünf
Sternen für Insassenschutz, vier Sterne für Kindersicherheit sowie
zwei Sterne für Fußgängerschutz. An aktiven Helfern hat der GS ab
der Basisversion GS 300 eine aktive Lenkunterstützung, ABS mit
Elektronischer Bremskraftverteilung EBD und Bremsassistent sowie das
Stabilitätsprogramm VSC (heißt woanders ESP) mit
Antriebsschlupfregelung TRC an Bord. Das integrierte
Fahrdynamik-Management VDIM, welches das Zusammenspiel der
Fahrassistenzsysteme regelt, und das Adaptive variable Fahrwerk AVS
sind jetzt bei allen Modellen Serie – auch beim GS 300, wo sie vor
dem Facelift nur optional erhältlich war. Ebenso ab dem Basismodell
an Bord ist eine Reifen-Luftdrucküberwachung, die zwingend nötig
ist für die Montage von Reifen mit Notlaufeigenschaften. Dafür ist
als Reserverad nur ein Kompaktrad an Bord, Reifen mit
Notlaufeigenschaften gibt es allerdings nur gegen Aufpreis.
Das
Basismodell der Baureihe, der GS 300, ist zu Preisen ab 45.200 Euro
zu haben. Das deutlich umfangreicher ausgestattete Topmodell GS 460
steht zu Preisen ab 62.200 Euro in den Preislisten der Händler. An
Sonderausstattung gibt es Mica-/Metallic-Lackierungen, ein
elektrisches Glas-Schiebe-Hebedach, ein DVD-Navigations-/Multimedia-Paket
mit Heckkamera (Parking Guide), die Adaptive
Geschwindigkeitsregelung ACC mit Pre-Crash-Safety-System, eine
aktive Fahrwerksstabilisierung inkl. Reifen mit Notlaufeigenschaften
sowie Komfortsitze mit Sitzheizung/-belüftung vorne.
An
Garantien gibt der Hersteller drei Jahre auf den Neuwagen (bis
100.000 km), drei Jahre auf den Lack sowie zwölf Jahre auf die
Karosserie gegen Durchrostung. Den 24-Stunden-Mobilitätsservice
Lexus-Euro-Assistance gibt es für die ersten drei Jahre ohne
Kilometerbegrenzung. Zum Service muss der GS 460 alle 30.000 km oder
alle zwei Jahre, zum Servicecheck und Ölwechsel empfiehlt der
Hersteller alle 15.000 km oder einmal im Jahr. Die Versicherungen
stufen das Modell in die Typklassen 20 / 29 / 27 (KH / VK / TK) ein.
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