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Mit einer Gemeinschaftsentwicklung mit
Konzern-Mutter Ford und dem PSA-Konzern läutet Jaguar das Zeitalter der Selbstzünder bei
der britischen Traditionsmarke ein. Pünktlich zum Facelift in diesem Frühjahr kommt
nicht nur ein frisch gestalteter S-Type, sondern dieser auch mit einer
Dieselmotorisierung, die dem wachsenden Anteil von Selbstzündern gerade auch im
Premium-Segment (er liegt zur Zeit in Deutschland bei 42 Prozent) Rechnung trägt.
Seit 1999 ist der Jaguar S-Type auf dem Markt, 2002 wurde er grundlegend
überarbeitet und bekam jetzt noch ein Facelift zusammen mit der Einführung des
Diesel-Modells: Ein neu proportionierter Kühlergrill, eine neue Motorhaube aus Aluminium,
schlankere Linien, ein weniger verspieltes Heck, der angehobene Kofferraumdeckel sowie
neue Doppelrückleuchten, aber auch zahlreiche Detailänderungen im Innenraum zieren das
neue, athletischere Erscheinungsbild des S-Type.
Mit seiner 4,91 m langen Karosserie ist
er fast 5 cm länger vor dem Facelift. Vier Türen ermöglichen den bis zu fünf
Passagieren einen bequemen Zugang. Die Übersicht über die Ausmaße der Karosserie ist
natürlich bescheiden, aber eine Einparkhilfe (Park Distance Control) ist für vorne und
hinten optional verfügbar und für hinten in den Ausstattungslinien Sport und Executive
sogar Serie. Die Platzverhältnisse im Innenraum sind großzügig. Edle und hochwertige
Materialen bestimmen das Interieur, die Verarbeitung ist tadellos. Etwas an Schwung verloren hat aber der
Armaturenträger mit dem Facelift. Trotz Neugestaltung haben aber Übersichtlichkeit und
Bedienkomfort für Schalter und Anzeigen nicht gelitten. An Laderaum stehen 400 Liter zur
Verfügung, die Rückbanklehne ist asymmetrisch geteilt umlegbar und erweitert den
Laderaum auf bis zu 810 Liter. Die maximale erlaubte Zuladung beträgt beim S-Type 2.7D
gute 521 kg.

Der S-Type Diesel ist in den drei
Ausstattungsvarianten Classic, Sport und Executive verfügbar. Die Basisausstattung des
Jaguar S-Type ist schon vom Feinsten: von den kleinen Annehmlichkeiten des
Autofahrerlebens wie funkfernbedienter Zentralverriegelung (sogar mit Alarmanlage),
elektrisch einstellbarer und beheizbare Außenspiegel, elektrischer Fensterheber vorne und
hinten über Geschwindigkeitsregelung, sensorgesteuertes Fahrlicht sowie elektrisch
einstellbare Sitze für Fahrer und Beifahrer bis hin zur Zwei-Zonen-Klimaautomatik, einem
Audiosystem mit CD-Spieler (CD-Wechsler-kompatibel), Trip-Computer und
Multifunktionslenkrad. Nur das Diesel-Modell und der kleinsten Sechszylinder-Benziner wird
in der Ausstattung Classic angeboten. Zur Serienausstattung gehört hier ein manuelles
Fünfgang- (Benziner) oder Sechsgang-Schaltgetriebe (Diesel), Kühlergrill,
Kofferraumgriff, Stoßfängerzierleisten und Scheibenrahmen in Chrom, Lenkrad und
Schaltknauf in Leder, Dekorleisten aus Madrona-Edelholz in Bronze, Stoffsitze
Classic mit 6-Wege-Verstellung für Fahrer und Beifahrer sowie beim
Diesel 17-Zoll-Leichtmetallräder im Kronos-Design. Die Linie Executive
kommt ebenfalls mit verchromten Karosserieapplikationen und Edelholz-Panelen in
bronzefarbenem Madrona, darüber hinaus 17-Zoll-Leichtmetallrädern, einem
Sechsgang-Automatikgetriebe (optional ohne Aufpreis auch manuelles Schaltgetriebe),
automatisch abblendenden Innen- und Außenspiegeln, einer akustischen Einparkhilfe hinten,
Ledersitzen Classic mit 8-Wege-/6-Wege-Verstelllung (Fahrer/Beifahrer), Executive-Lederlenkrad sowie einem
Schaltknauf oder Wahlhebel in Leder (Schaltgetriebe) oder Holz (Automatik). Zur
Serienausstattung gehört hier auch das Memory-Paket mit zwei Einstellungsspeichern für
Fahrersitz, Lenkradeinstellung, Außenspiegel und einstellbarer Pedalerie (falls
installiert) sowie Komfort-Einstieg.

Die Ausstattungslinie Sport kennzeichnen Karosserieapplikationen in Schwarz (statt Chrom),
18-Zoll-Leichtmetallräder, automatisch abblendende Innen- und Außenspiegeln, eine
akustischen Einparkhilfe hinten, Sport-Interieur, zweifarbige Ledersitze Sport
mit 8-Wege-/6-Wege-Sitzverstellung (Fahrer/Beifahrer) mit Memory-Paket für den
Fahrersitz, Sport-Lederlenkrad sowie Schaltknauf/Wählhebel in Leder und ein
Sportfahrwerk. Gegen Aufpreis sind auch Xenon-Scheinwerfer, Regensensor, Sitzheizung
vorne, CD-Wechsler, eine akustische Einparkhilfe für vorne, die elektrisch einstellbare
Pedalerie, eine Adaptive Geschwindigkeitsregelung (Abstandstempomat) sowie die Adaptive
Dämpferregelung CATS (Computer Active Technology Suspension) und eine beheizbare
Frontscheibe zu haben.
Der hochmoderne Twin-Turbo-Dieselmotor
ist eine Gemeinschaftsentwicklung von Jaguar mit Konzern-Mutter Ford und dem PSA-Konzern.
Ein eigenes Projektteam bei Jaguar hat schließlich die Motorkalibrierung optimiert, um
Kernattribute der Jaguar-Markenphilosophie in Bezug auf sportliche Leistung, Laufkultur
und Fahreigenschaften zu erfüllen. Vier Benzinmotoren mit sechs und acht Zylindern,
zwischen 2,5 und 4,2 Litern Hubraum und 200 bis 395 PS runden die Motorenpalette des
S-Type standesgemäß ab.
Für einen stabilen Motorblock bei
möglichst geringen Gewicht sorgt beim 2.7D die erstmals in Großserie eingesetzte
Motorkonstruktion aus Gusseisen und Vermikulargraphit (CGI Compacted Graphite Iron).
Konstruktion, Einbau und Befestigungen im Motorraum wurden im Hinblick auf
größtmöglichen Komfort und Laufkultur bestimmt. Der Twin-Turbo-Dieselmotor mit einem
Hubraum von 2,7 Litern mobilisiert 207 PS. Ruhiger, vibrationsarmer Lauf verbindet sich
mit einer hervorragenden Leistungsentfaltung und sportlicher Dynamik: Das maximale
Drehmoment von 435Nm liegt bei 1.900 U/min. an, gute 80 Prozent davon sind aber schon ab
1.500 Touren verfügbar. Spritzig ist er im Antritt, souverän im Durchzug und das über
das ganze relevante Drehzahlband.

Neu entwickelt hat ZF für den
S-Type-Diesel ein manuelles Sechsgang-Schaltgetriebe. Es ist auf die Leistungs- und
Drehmoment-Charakteristik des S-Type 2.7D abgestimmt. Die Schalthebelführung ist kurz,
knackig und präzise, wenn auch nicht so richtig leichtgängig. Von Hand geschaltet wirkt
der S-Type-Diesel um einiges sportlicher. Das Sechsgang-Automatikgetriebe ist ebenfalls
von ZF und hat sich schon seit Jahren im S-Type bewährt. Es glänzt ebenso mit einer
guten Abstimmung und relativ ruhigen Gangwechseln.
Der 2.7D V6 ist natürlich kein
Spar-Diesel, sondern eher ein Spaß-Diesel. Die Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h
in 8,5 Sekunden (Automatik 8,6 Sekunden) lassen kaum auf einen Selbstzünder schließen,
die Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h (Automatik 227 km/h) ebenso wenig. Der Verbrauch
bei ökonomischer Fahrweise geht mit 9,7 Litern Dieselkraftstoff je 100 km innerorts
(Automatik 10,9 Liter), 5,7 Litern außerorts (Automatik 6,1 Liter) und 7,1 Liter im
gemischten Verbrauch nach EU-Norm (Automatik 8,0 Liter, alles Herstellerangaben)
angesichts einer Verbrennung in sechs Zylindern bei einer über 1,7 t schweren Karosserie
durchaus in Ordnung. Zur Zeit erfüllt der Jaguar 2.7D die Abgasnorm EU3, im nächsten
Frühjahr soll er EU4 erfüllen und mit Partikelfilter ausgestattet werden (gehört dann
auch Serienausstattung beim Automatik-Getriebe).

Knapp zwei Jahre nach einer kompletten
Umgestaltung des Fahrwerks mit einer komplett neuen Vorderradaufhängung und einer
grundlegend modifizierten Hinterachse legten die Jaguar-Ingenieure noch einmal Hand an, um
es in Details zu verfeinern. Reibungsarme
Kugelgelenke und neu abgestimmte Dämpfer sorgen darüber hinaus für optimierten
Fahrkomfort bei einem zusätzlichen Schuss Sportlichkeit. Wer es sportlicher mag, bekommt
im S-Type Sport ein Sportfahrwerk mit strafferer Feder-Dämpfer-Abstimmung serienmäßig,
in den anderen Ausstattungslinien ist es optional verfügbar.
Der heckgetriebene S-Type hat
auch dank eines Radstandes von 2,91 m einen tadellosen Geradeauslauf. Die feinfühlige, direkt ausgelegte Lenkung folgt
präzise den Anweisungen des Fahrers. Dank der guten Rückmeldung der Lenkung bietet der
S-Type trotz der komfortablen Fahrwerksabstimmung ausreichenden Fahrbahnkontakt. Das
Fahrverhalten ist insgesamt problemlos. Neutral und ruhig liegt er auf der Straße, folgt
auch in schnell gefahrenen Kurven sicher seiner Spur. Auf kurvenreicher Piste ist er sogar
richtig spaßig im Handling.

Je nach Ausstattungslinie steht der
S-Type-Diesel auf 17- (Classic und Executive) oder 18-Zoll-Leichtmetallrädern (Sport) mit
Reifen der Größen 236/50 R 17 bzw. 245/40 R 18. Die breiten Reifen bieten gute Traktion
und hervorragende Seitenführung, um die Motorkraft jederzeit beherrschbar zu halten.
Großdimensionierte Scheibenbremsen rundum mit Elektronischer Bremskraftverteilung und
Bremsassistent verzögern im Notfall hervorragend schnell, sicher und spurtreu. Zur
Serienausstattung gehört in allen S-Type-Modellen die Elektronische Parkbremse.
Sicherheitsreserven bietet den
Passagieren die extrem feste Karosserie mit computer-optimierten Crashzonen vorne und
hinten. Ein technisches Highlight des Insassenschutzes ist das Adaptive Rückhaltesystem
ARTS: Es steuert die Gurtstraffer vorne und hinten, die zweistufigen Frontairbags und die
Seitenairbags in den Vordersitzen und kontrolliert, ob der Beifahrersitz belegt ist.
Darüber hinaus gibt es Windowairbags für vorne und hinten, Energie absorbierende Sitze
mit aktiven Sitzlehnen vorne, Kopfstützen und Drei-Punkt-Gurte mit Gurtstraffern auf
allen Plätzen sowie Isofix-Kindersitzbefestigungen auf den Außenplätzen im Fond. An
aktiven Hilfen hat Jaguar dem S-Type die ganze Palette heutzutage üblicher
Sicherheitsfeatures mitgegeben: Vom ABS mit Elektronischer Bremsverteilung und
Bremsassistent bis zur Traktionskontrolle TC und dem Elektronischen Stabilitätsprogramm
DSC reicht die Palette. Optional verfügbar ist die Adaptive Dämpferregelung CATS.
Der Jaguar S-Type ist ab 37.500 Euro zu
haben, mit dem 2,5-Liter-Ottomotor in der Classic-Ausstattung, die Dieselversion steht ab
39.900 Euro (Classic) in den Preislisten der Händler. Die Ausstattungsvariante Sport ist
ab 46.100 Euro zu haben, die Ausstattung Executive ab 45.700 Euro. Aufpreis kosten zum
Beispiel Xenon-Scheinwerfer, Regensensor, Sitzheizung vorne, CD-Wechsler, eine akustische
Einparkhilfe für vorne, die elektrisch einstellbare Pedalerie und eine Adaptive
Geschwindigkeitsregelung.
Jaguar
gibt drei Jahre Garantie (ohne Kilometerbegrenzung) auf das Neufahrzeug, drei Jahre auf
den Lack und sechs Jahre auf die Karosserie gegen Durchrostung. Einen europaweiten
Mobilitätsservice gibt es darüber hinaus für drei Jahre ab Erstzulassung. Die
Versicherungen stufen das Modell in die Typklassen 20 / 32 / 33 (KH
/ VK / TK nach der neuen Struktur in der Fahrzeugversicherung: VK 27, TK 21)
ein.
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