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Elegant
geschnitten und wie aus einem Guss wirkt der neue Hyundai i40, mit
dem die Koreaner in der Mittelklasse punkten wollen. Gebaut wird der
Kombi im südkoreanischen Werk Ulsan, konzipiert und entwickelt
wurde er aber – für den europäischen Markt – in Hyundais
Forschungs- und Entwicklungszentrum in Rüsselsheim. Seit diesem
Sommer ist er auf dem deutschen Markt, ein Stufenheck soll bis
Jahresende folgen. Eine Ausfahrt in einem i40 mit
Zweiliter-Ottomotor, 177 PS in der Top-Ausstattung Premium
vermittelte einen ersten Eindruck.
Der koreanische
Mittelklasse-Kombi misst 4,77 m in der Länge. Guten Zugang zum
Innenraum bieten fünf Türen. Das Platzangebot ist bei einem
Radstand von 2,77 m in beiden Reihen gut. Wenn vorne große Leute
sitzen, wird hinten die Kniefreiheit spürbar enger. Die
Kopffreiheit im Fond ist nur für kleinere bis normal gewachsene
Menschen ausreichend. Die früh abfallende Dachlinie hat – ebenso
wie die deutlich ansteigende Gürtellinie ihren Preis: Die Übersicht
nach hinten ist auch nicht wirklich prickelnd. Eine Einparkhilfe für
vorne und hinten ist aber ab der zweiten Ausstattungslinie Style
Serie (darunter aufpreispflichtig zu haben). Der Laderaum fasst gute
533 Liter Ladung. Durch Umklappen der serienmäßig asymmetrisch
geteilten Rücksitzlehne ist er auf bis zu 1.719 Liter erweiterbar.
Im Innenraum gibt es – in Relation zur Preisklasse – weder an
der Materialqualität noch an der Verarbeitung etwas auszusetzen.
Ergonomische Gestaltung und übersichtliche Anordnung von Schaltern
und Anzeigen erleichtern die Handhabung.

Drei
Ausstattungslinien stehen für den i40 zur Wahl. Die
Basisausstattung Comfort ist für unseren (stärkeren) Benzinmotor
nicht verfügbar. Das Basismodell kommt serienmäßig mit all den
kleinen Annehmlichkeiten des Autofahrerlebens wie funkfernbedienter
Zentralverriegelung, elektrisch einstellbaren und beheizbaren Außenspiegeln,
elektrischen Fensterhebern rundum, Dachreling und Gepäckraumtrennnetz,
Bordcomputer, Klimaanlage, Lichtsensor, Audiosystem mit CD-Radio und
Bluetooth-Freisprecheinrichtung sowie 16-Zoll-Stahlmetallrädern mit
Radzierblenden (und Reifenreparaturset).
Ab der Style-Ausstattung sind darüber hinaus automatisch
abblendende Innenspiegel, Regensensor, Geschwindigkeitsregelung,
Sitzheizung vorne, eine Einparkhilfe vorne und hinten sowie
16-Zoll-Leichtmetaller (inkl. Notrad)
mit an Bord. Das Top-Modell heißt Premium. Hier gehören zusätzlich
Xenon-Scheinwerfer, schlüsselloses Smart-Key-System,
Scheibenwischer-Enteiser, Privacy Glass hinten (abgedunkelte Seiten-
und Heckscheiben), ein Gepäckraumordnungssystem, Sitzheizung hinten
sowie 17-Zoll-Leichtmetallräder zur Serienausstattung. Die Außenspiegel
sind elektrisch anklappbar. An aufpreispflichtigen Extras hat unser
Testwagen ein Navigationssystem mit TMC, ein
Panorama-Hub-/Schiebedach, das Relax-Paket ( mit elektrisch
einstellbarem Fahrersitz mit Memory-Funktion, kühlbaren
Vordersitzen, beheizbarem Lenkrad und Seitenairbags hinten) sowie
das Technik-Paket (u. a. mit Reifendruckkontrolle, Adaptivem
Fahrlicht ADLS, Einparkassistent und Spurhalteassistent) mit an
Bord.

Zusammen mit dem
i40 führte Hyundai seine neuen Benzin-Direkteinspritzer ein: Einen
1.6 GDI (Gasoline Direct Injection) mit 135 PS und unseren 2.0 GDI
mit 177 PS. Unser Zweiliter-Aggregat ist der Top-Motor der Baureihe.
Der Reihenvierzylinder ist sehr ordentlich im Antritt und
ausreichend souverän in Durchzug und Leistungsentfaltung. Das 1,6 t
schwere Gefährt bringt der Motor angemessen auf Touren. Sein
maximales Drehmoment von 213 Nm liegen erst bei 4.700 U/min. an,
allerdings steht auch darunter ausreichend Drehmoment zur Verfügung,
um den Wagen zügig zu bewegen. Ruhig und vibrationsarm ist sein
Lauf. Das manuelle Sechsgang-Schaltgetriebe ist leichtgängig und präzise
zu schalten.

In 9,7 Sekunden
beschleunigt der Kombi aus dem Stand auf Tempo 100, seine Höchstgeschwindigkeit
erreicht er bei 212 km/h. Dabei verbraucht er auf 100 km innerorts
9,4 Liter Superkraftstoff und außerorts 5,6 Liter. Im gemischten
Verbrauch nach EU-Norm rinnen 6,8 Liter durch seine Brennräume
(alles Herstellerangaben, ermittelt unter Idealbedingungen auf dem
Rollenprüfstand). Der Motor erfüllt die Abgasnorm EU5, der
CO2-Ausstoß beträgt 159 g pro km.
Der Hyundai i40
ist dank Frontantrieb ein problemloser Begleiter. Gut ist sein
Geradeauslauf, leichtgängig und präzise seine Lenkung. Die
Federung ist eher komfortabel ausgelegt, aber mit der für
ausreichende Sicherheitsreserven nötigen Straffheit. Problemlos und
weitgehend neutral lässt er sich auch flotter durch Kurven
navigieren. Ausweichmanöver meistert er ohne tückische
Lastwechselreaktionen. Das Basismodell steht auf 16-Zöllern mit
205/60er Reifen. Die Top-Ausstattung bringt sogar
17-Zoll-Leichtmetallräder mit 215/50er Reifen mit. Scheibenbremsen
rundum (vorne innenbelüftet) verzögern sicher und standfest.
Serienmäßig ist ab dem Basismodell eine Elektronische Parkbremse.
Die
Insassen schützt eine Sicherheitskarosserie mit formstabiler
Fahrgastzelle, Seitenaufprallschutz und definierten Knautschzonen.
Drei-Punkt-Gurte und Kopfstützen auf allen Sitzplätzen, aktive
Kopfstützen vorne, Front- und Seitenairbags vorne, Vorhangairbags für
beide Sitzreihen, ein Knieairbag für den Fahrer und zwei
Isofix-Kindersitzbefestigungen hinten gehören zur
Serienausstattung. Seitenairbags hinten gibt es gegen Aufpreis (im
Relax-Paket). Der Beifahrer-Airbag ist deaktivierbar: das erlaubt,
Kindersitze gegen die Fahrtrichtung zu montieren. Im EuroNCAP nach
den neuen Bewertungsnormen (seit 2009) erreichte der i40 kürzlich
das Maximum von fünf Sternen für seine Sicherheit. Das neue System
berücksichtigt neben Insassen- und Kindersicherheit sowie Fußgängerschutz
auch die serienmäßige Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs mit
Fahrassistenzsystemen. Dazu gehört im i40 die ganze Palette der
heutzutage üblichen System von ABS mit Elektronischer
Bremskraftverteilung EBV und Bremsassistent über den
Berganfahrassistenten bis hin zum Elektronischen Stabilitätsprogramm
ESP und fahrdynamischen Stabilitätsmanagement VSM. Zusätzliche
Systeme bietet das optionale Technik-Paket (u. a. mit
Reifendruckkontrolle, Adaptivem Fahrlicht ADLS, Einparkassistent und
Spurhalteassistent). Die optional erhältliche
Reifendruckkontrolle (im Technik-Paket enthalten) ermöglicht die
Montage von Reifen mit Notlaufeigenschaften.
Ab 23.390 Euro
ist der Hyundai i40 zu haben, mit 1,6-Liter-Ottomotor und 135 PS in
der Basisausstattung Comfort. Der 2-Liter-Benziner ist erst ab der
Style-Ausstattung zu Preisen ab 27.550 Euro verfügbar, in der
Premium-Ausstattung ab 31.140 Euro. Aufpreis kosten Metallic- oder
Mineraleffekt-Lackierungen sowie diverse Ausstattungspakete für
mehr Komfort und mehr Sicherheit. Kleines Geld für ein ordentliches
Auto, was nur eines nicht hat: Prestige.
Hyundai
gibt fünf Jahre Garantie auf das Neufahrzeug (ohne km-Begrenzung),
fünf Jahre auf den Lack sowie zwölf Jahre auf die Karosserie gegen
Durchrostung. Eingeschlossen in die Fahrzeuggarantie ist eine
Mobilitätsgarantie über ebenfalls fünf Jahre bei Einhalten der
Serviceintervalle sowie eine Kostenübernahme für Wartungsarbeiten.
Zum Service muss der i40-Benziner alle 30.000 km oder nach zwei
Jahren. Die Versicherungen stufen beide Benziner-Modelle in die
Typklassen 16 / 20 / 19 (KH / VK / TK),
die Diesel-Modelle in 19 / 20 / 21 ein.
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