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Flach liegt der
Honda Insight auf der Straße mit eine Karosseriehöhe von 1,43 m.
Als Fünftürer ist er aerodynamisch gezeichnet mit einer
Heckklappe, die eine Abrisskante horizontal in zwei Teile teilt. Der
Insight ist ein originäres Hybrid-Modell (wie der Toyota Prius)
und nicht wie der Civic Hybrid auch als konventionelles
Modell nur mit Verbrennungsmotor zu haben. Die zweite Generation kam
im Frühjahr 2009 auf den Markt. Eine erste Generation lief von 1999
– 2006, wurde aber offiziell nicht in Deutschland verkauft. Gebaut
wird das Modell im Honda-Werk in Suzuka. Zum Test fuhr ein Honda
Insight Hybrid in Elegance-Ausstattung und der Lackierung Alabaster
Silver Metallic vor.
Mit seinen 4,40 m
Karosserielänge liegt er schon über den Maßen der Kompaktklasse.
Für den relativ kurzen Radstand von 2,55 m ist der Passagierraum
sehr geräumig. Fünf Türen bieten guten Zugang zum Innenraum, das
gilt für Passagiere wie fürs Gepäck. Die sportlich konturierten
Vordersitze bieten guten Seitenhalt. Das gilt in gewissem Rahmen
auch für die Außenplätzen hinten. Der Laderaum bietet Platz für
339 Liter Gepäck unter der (hier nicht vorhandenen) Gepäckraumabdeckung,
408 Liter sind es bis unter die Heckklappe. Die Zahlen schließen
ein 50 Liter großes Unterbodenfach mit ein. Bis zu 1.017 Liter
schluckt der Insight bei dachhoher Beladung, wenn beide Teile der
asymmetrisch geteilten Rücksitzlehne umgeklappt sind.

Die Übersicht
über die Karosserie ist nicht gut. Speziell die horizontal geteilte
Heckklappe dient allem anderen als einer guten Rücksicht. Die
Einparkhilfe hinten gibt es in der Top-Ausstattung serienmäßig.
Schade, dass es vorne keine gibt. Das Cockpit ist ordentlich
verarbeitet und auch von der Materialqualität nicht zu beanstanden.
Die Plastikoberflächen sind zweifarbig gehalten: unten beige, oben
dunkel, um Reflexionen zu minimieren. Eine übersichtliche
Gestaltung erleichtert Bedienung und Handhabbarkeit.

Honda bietet den
Insight in drei Ausstattungslinien an. Das Basismodell kommt ab Werk
mit einer funkfernbedienten Zentralverriegelung, elektrisch
einstellbaren Außenspiegeln, elektrischen Fensterhebern rundum,
Multiinformationsdisplay und Klimaautomatik sowie
15-Zoll-Stahlfelgen. Der Fahrersitz ist höhenverstellbar, das
Lenkrad in Höhe und Neigung. Die Comfort-Variante verfügt darüber
hinaus über beheizbare Außenspiegel, ein CD-Radio,
Multifunktionslenkrad und 15-Zoll-Leichtmetallräder. Auch
abdeckbare Spiegel in beiden Sonnenblenden, eine Gepäckraumabdeckung
und die Kofferraumbeleuchtung sind hier serienmäßig an Bord. Die
Elegance-Ausstattung bietet schließlich all die kleinen Extras, die
das Autofahrerleben angenehmer machen: Lederlenkrad und
Lederschaltknauf, Sitzheizung vorne, USB-Anschluss für das
Audiosystem, Fahrlicht-Automatik und Regensensor,
Geschwindigkeitsregelung, Alarmanlage und
Bluetooth-Freisprecheinrichtung, eine Einparkhilfe hinten,
Nebelscheinwerfer sowie 16-Zoll-Leichtmetallfelgen. Extra kosten
Sonderausstattungen wie Xenonlicht und das DVD-Navigationssystem.

Der
1,3-Liter-Benzinmotor ist aus dem Civic Hybrid bekannt und leistet
hier 88 PS. Unterstützt wird er von einem Elektromotor. Hondas
System heißt IMA, das steht für Integrated Motor Assist. Es ist
ein Parallelhybrid (oder Mild Hybrid), der den Verbrennungsmotor
unterstützt, aber – im Gegensatz zum Vollhybrid wie im Toyota
Prius – nicht allein antreiben kann. Über zehn Jahre
Entwicklung und Weiterentwicklungen seit dem ersten Insight, dem
Civic IMA (2001) und Civic Hybrid (2006) stecken in dem heutigen
System. Der Elektromotor steuert beim Beschleunigen Energie bei und
lädt beim Rollen ohne Gasgeben (aus der Bewegungsenergie im
Schubbetrieb) die Batterie wieder auf. Die 88 PS des
Verbrennungsmotors und die 14 PS des Elektromotors „addieren“
sich auf ca. 98 PS Gesamt-Systemleistung. Für ein Fahrzeug dieser
Größe mit fast 1.3 t Leergewicht ist das nicht gerade üppig
bemessen. Die nötigen 12,5 Sekunden für die Beschleunigung von
Null auf 100 km/h bestätigen diesen Eindruck. Die Höchstgeschwindigkeit
von 182 km/h ist allerdings mehr als ausreichend. Der
Verbrennungsmotor läuft ruhig und vibrationsarm. Antritt und
Durchzugsvermögen befriedigen aber eher nur automobile Grundbedürfnisse.

Ein stufenloses
CVT-Automatikgetriebe überträgt die Motorkraft auf dem Asphalt. Für
den Insight wurde es weiter optimiert und auf noch mehr
Kraftstoffeffizienz getrimmt. In der Elegance-Version ermöglichen
Schaltwippen am Lenkrad den sequenzielle Gangwechsel von Hand. Auch
ein Sport-Modus ermöglicht ein sportlicheres Fahren. Beide Optionen
erlauben ein höheres Ausfahren der Gänge. Je grüner der
Hintergrund der Geschwindigkeitsanzeige leuchtet, umso
wirtschaftlicher ist der Fahrer unterwegs. Das Ganze nennt sich
„Eco Assist“. Bei einer weniger effizienten Fahrweise mit
starker Beschleunigung und hoch ausdrehendem Motor leuchtet der
Hintergrund blau. Der Econ-Modus
wird über einen grünen Knopf links vom Lenkrad zugeschaltet. Er
maximiert über verschiedene Maßnahmen (inkl. Start-Stopp-Automatik
und effizientere Arbeit der Klimaautomatik) die Kraftstoffeffizienz.

Beim Insight in
der Elegance-Ausstattung ist der Verbrauch etwas höher, weil sich
die umfangreichere Ausstattung in einem höheren Karosseriegewicht
niederschlägt und die breiteren Reifen einen höheren
Rollwiderstand haben. Sehr gute 4,7 Liter Superbenzin verbraucht er
je 100 km im Stadtverkehr, 4,5 Liter außerorts und 4,6 Liter im
gemischten Verbrauch nach EU-Norm (alles Herstellerangaben,
ermittelt unter Idealbedingungen auf dem Rollenprüfstand). Der
Motor erfüllt bereits die Abgasnorm EU5, der CO2-Ausstoß beträgt
105 g pro km (bei den unteren beiden Ausstattungslinien sind es nur
101 g CO2 / km).
Der Insight verfügt
über Frontantrieb und bietet einen ordentlichen Geradeauslauf. Die
elektronische Servolenkung EPS ist für eine gute Fahrdynamik recht
direkt ausgelegt. Die Feder-Dämpfer-Abstimmung
lässt leicht sportliche Gefühle aufkommen. Gleiches gilt für sein
Fahrverhalten: Sehr gut hält der Fünftürer die Spur sogar in
flott angegangenen Kurven. In Annäherung an den Grenzbereich
untersteuert er leicht, das ESP greift dann sanft ein. Spurtreu und
sicher meistert er plötzliche Ausweichmanöver und den flott
gefahrenen Slalom. Insgesamt ist er problemlos und sogar einigermaßen
dynamisch im Handling. Leider kann man mit dem wenig
temperamentvollen Motor kaum die Fähigkeiten des Fahrwerks
ausloten. Die Top-Version steht auf 16-Zoll-Rädern mit 185/55er
Reifen (Basisversion: 175/65 R 15). Die Bremsen (Scheibenbremsen
rundum, vorne innenbelüftet) sprechen gut an und verzögern
wirkungsvoll.
Die
Sicherheitsfahrgastzelle mit Seitenaufprallschutz besteht aus
hochfesten Stählen mit Lastpfaden zum gezielten Abbau von
Aufprallenergien. Darüber hinaus dienen Drei-Punkt-Gurte auf allen
Plätzen, zwei aktive Kopfstützen vorn, drei Kopfstützen hinten,
Front- und Seitenairbags vorn, Kopfairbags für vorne und hinten
sowie Isofix- und TopTether-Kindersitzbefestigungen auf den Außenplätzen
hinten dem Schutz der Insassen. Der Beifahrerairbag ist abschaltbar,
so dass dort Kindersitze auch gegen die Fahrtrichtung montiert
werden können. Im EuroNCAP nach den neuen Bewertungsnormen (seit
2009) erreichte der Insight im vergangenen Jahr das Maximum von fünf
Sternen für seine Sicherheit. Die neue Wertung berücksichtigt
neben Insassen- und Kindersicherheit sowie Fußgängerschutz auch
die serienmäßige Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs mit
Fahrassistenzsystemen. An aktiven Systemen hat Honda dem Insight
alle heutzutage üblichen wie ABS, Bremsassistent, EBD und das
Elektronische Stabilitätsprogramm VSA (für Vehicle Stability
Assist, heißt woanders ESP) mitgegeben.
Ab 19.950 Euro
ist der Honda Insight zu haben. Die Elegance-Version steht ab 22.600
Euro in den Preislisten der Händler. Die Aufpreisliste ist kurz:
Extra kosten eine Metallic- oder Pearl-Lackierung, ein
DVD-Navigationssystem und Xenonlicht.

Drei Jahre
Neuwagen-Garantie (bis 100.000 km) mit europaweiter Mobilitätsgarantie,
drei Jahre auf den Lack sowie gegen Korrosion des Abgassystems und 8
Jahre (bis 160.000 km) auf die Hybridkomponenten gibt Honda seinem
Kunden, 10 Jahre auf die Fahrzeugkomponenten sowie 12 Jahre auf die
Karosserie gegen Durchrostung. Die Versicherungen stufen das Modell
in die Typklassen 16 / 19 / 20 (KH / VK /
TK) ein.
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