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Optischen
Feinschliff hat Honda seiner Mittelklasse Accord (Marktstart 2008)
zum neuen Modelljahr gegönnt: Die Frontpartie setzt sportliche
Akzente mit feiner konturierten Frontscheinwerfern, modifizierten
Stoßfängern, stärker akzentuierten Lufteinlässen und einem voll
verchromten Kühlergrill. Mit dem Facelift wurden auch Fahrwerk und
Motoren optimiert. Seit April steht der facegeliftete Accord als
Limousine und Kombi beim Händler. Wir fuhren den Accord Kombi, der
bei Honda Tourer heißt, mit 2.2 i-DTEC 180 in der Top-Ausstattung
Executive.
Fünf Türen
bieten optimalen Zugang für Passagiere und Gepäck. Die Übersicht
ist nicht wirklich prickelnd, aber eine Einparkhilfe für vorne und
hinten ist schon ab der Lifestyle-Ausstattung Serie (darunter gegen
Aufpreis erhältlich. Dank besserer Dämmung ist das Geräuschniveau
im Innenraum sehr dezent. Platz haben die Insassen in beiden Reihen
reichlich. Der Laderaum fasst 406 Liter, bei ungeklappter Rücksitzlehne
(asymmetrisch geteilt umklappbar) passen bis zu 1.252 Liter hinein.
Materialqualität und Verarbeitung sind in keinster Weise zu
beanstanden. Die übersichtliche Gestaltung des Armaturenbretts
erleichtert die Handhabung.

Insgesamt fünf
Ausstattungslinien hat der Accord-Käufer zur Wahl. Ab der
Basisversion verfügt der Accord Tourer über eine funkfernbediente
Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber rundum, elektrisch
einstellbare, beheizbare und anklappbare Außenspiegel, ein
klimatisiertes Handschuhfach, Zwei-Zonen-Klimaautomatik,
Multiinformationsdisplay mit Wartungsintervallanzeige, Dachreling,
getönte Wärmeschutzverglasung rundum und 16-Zoll-Leichtmetallräder.
Der i-DTEC 180 steht zudem
schon in der Basisversion auf 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. Unsere
Top-Ausstattung Executive kommt darüber hinaus mit einer
elektrischen Heckklappenbedienung, Tempomat, automatisch
abblendendem Innenspiegeln, Premium-Sound-System mit CD-Wechsler,
Sitzheizung vorn, Bluetooth-Freisprecheinrichtung und
Nebelscheinwerfern sowie Bi-Xenon-Scheinwerfern mit aktivem
Kurvenlicht (ACL) und Fernlichtassistent, einem elektrischen
Glas-Hub-Schiebedach und abgedunkelten Scheiben (Privacy Glass)
hinten. Das Fach unter der Mittelarmlehne vorne ist (neben dem
Handschuhfach) ebenfalls klimatisiert. An aufpreispflichtigen Extras
fuhren wir hier mit einem DVD-Navigationssystem durch die Gegend.
Neu im Programm
ist unser 2,2-Liter-i-DTEC-Dieselmotor mit 180 PS. Er basiert auf
dem bekannten 2.2 i-DTEC mit 150 PS. Da die innermotorischen
Reibungsverluste weiter reduziert
werden konnten, sanken Verbrauch und CO2-Ausstoß. Und was für
den 150-PS-Diesel gut war, konnte für den 180 PS starken i-DTEC
kaum schlechter sein. Dazu verbesserte Honda beim Facelift die
Aerodynamik der Karosserie, verringerte die Reibung der Radlager und
stieg auf Reifen mit geringem Rollwiderstand um. Für die
leistungsstärkere Variante des 2.2 i-DTEC kitzelten die
Entwicklungsingenieure auch mehr Drehmoment aus dem
Leichtmetallaggregat. Satte 380 Nm (statt 350 Nm) liegen zwischen
2.000 und 2.750 U/min. an der Antriebswelle an. Spritzig ist der
Accord Tourer 2.2 i-DTEC 180 im Antritt, souverän sind
Durchzugsvermögen und Leistungsentfaltung. Dabei läuft das
Triebwerk ruhig und vibrationsarm, auch wenn es den Selbstzünder
nicht ganz verleugnen kann.
Leichtgängig und
präzise arbeitet das manuelle Schaltgetriebe. In den unteren Gängen
ist die Übersetzung kurz für eine bessere Beschleunigung, in den
oberen Gängen dagegen lang ausgelegt für maximale Kraftstoffökonomie.
In nur 8,6
Sekunden beschleunigt das über 1,7 t schwere Gefährt aus dem Stand
auf 100 km/h. Seine Höchstgeschwindigkeit erreicht er bei 217 km/h.
Sein Verbrauch liegt bei 7,2 Litern je 100 km innerorts, 4,9 Litern
außerorts und 5,7 Litern im gemischten Verbrauch nach EU-Norm
(alles Herstellerangaben, ermittelt unter Idealbedingungen auf dem
Rollenprüfstand). Der Dieselpartikelfilter reinigt die Abgase
serienmäßig. Der Motor erfüllt die Abgasnorm EU5, der CO2-Ausstoß
beträgt 149 g pro km (beim 2.2 i-DTEC 150 sind es 143 – 146 g).
Der Fronttriebler
glänzt mit souveränem Geradeauslauf und einer direkt ausgelegten
Lenkung, die eine gewisse Sportlichkeit verspricht. Das Fahrwerk ist
eher straff ausgelegt, mit einem gesunden Maß an Komfort, der die
sportliche Note unterstreicht. Im Fahrverhalten ist der Accord
problemlos. Plötzliche Ausweichmanöver und das anschließende
wieder Einscheren absolviert er leichtfüßig, spurtreu und souverän.
Tückische Lastwechselreaktionen sind ihm fremd. Zu forsch
angegangene Kurven quittiert er mit minimalem Untersteuern, das
serienmäßige ESP muss kaum eingreifen. Serienmäßig
steht der Accord Tourer auf 16-Zoll-Leichtmetallrädern mit 205/60er
Reifen. Beim 180-PS-Diesel bzw. beim kleineren Diesel ab der
Lifestyle-Ausstattung sind 225/50er Breitreifen auf
17-Zoll-Leichtmetallern aufgezogen. Sehr gut dosierbar und im
Notfall prompt und standfest verzögern groß dimensionierte
Scheibenbremsen rundum (vorne innenbelüftet).
Der
Insassensicherheit dient die hochstabile und gezielt versteifte
ACE-Karosserie (steht für Advanced Compatibility Engineering) mit
Seitenaufprallschutz, Kopfstützen und Drei-Punkt-Gurte auf allen Plätzen,
aktive Kopfstützen vorne, Front- und Seitenairbags vorne,
Kopfairbags vorne und hinten sowie Isofix- und
TopTether-Kindersitzvorrüstungen auf der Rückbank. Der
Beifahrerairbag ist abschaltbar, damit hier auch Kindersitze gegen
die Fahrtrichtung montiert werden können. Im EuroNCAP nach den
neuen Bewertungsnormen (seit 2009) erreichte der Accord (in der
Limousinen-Version) das Maximum von fünf Sternen für seine
Sicherheit. Das neue System berücksichtigt neben Insassen- und
Kindersicherheit sowie Fußgängerschutz auch die serienmäßige
Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs mit Fahrassistenzsystemen. Hier
ist alles an Bord, was heutzutage üblich ist: ABS mit
Elektronischer Bremskraftverteilung EBD, Bremsassistent und ESP (heißt
hier VSA für Vehicle Stability Assist) sowie einem Anhänger-ESP
(TSA für Trailer Stability Assist) bis hin zum
„Honda-Advanced-Safety-Paket“, welches gegen Aufpreis angeboten
wird. Dieses beinhaltet eine Adaptive Geschwindigkeitsregelung,
einen Aktiven Spurhalteassistenten und ein Präventives
Fahrassistenzsystem, welches den Fahrer vor einer möglichen
Kollision warnt, die Geschwindigkeit verringert und den Fahrergurt
straffer zieht, um nachdrücklicher auf die Gefahr hinzuweisen.
Reagiert der Fahrer dann immer noch nicht, leitet das System eine
Notbremsung mit bis zu 60 Prozent der vollen Bremsleistung ein. Bei
einer Reifenpanne helfen Reifendichtmittel und Kompressor, ein
Reserverad ist deshalb nicht vorhanden. Eine Alarmanlage gibt es ab
der Elegance-Ausstattung serienmäßig.
Ab
27.750 Euro ist der Accord Tourer zu haben – in Basisausstattung
„S“ und mit dem 150 PS starken 2-Liter-Ottomotor. Mit dem
„kleinen“ Dieselmotor (150 PS) steht er ab 30.250 Euro in den
Preislisten mit dem „großen“ 2.2 i-DTEC (180 PS) ab 31.900 Euro
– jeweils in der „S“-Variante. Die Executive-Variante des
„Großen“ beginnt mit 38.290 Euro. An Ausstattungsoptionen hat
Honda hier noch Metallic- oder Pearl-Lackierungen, ein
DVD-Navigationssystem sowie ein Honda-Advanced-Safety-Paket
anzubieten.
Honda
gibt eine dreijährige Neuwagengarantie (bis max. 100.000 km), drei
Jahre auf den Lack, 10 Jahre Korrosionsschutzgarantie auf wichtige
Fahrzeugkomponenten und zwölf Jahre auf Karosserie und tragende
Teile gegen Durchrostung. Eine dreijährige Mobilitätsgarantie
sowie eine optionale Anschussgarantie runden das Angebot ab. Wann
das Fahrzeug zur Inspektion muss, wird vom Bordcomputer in Anhängigkeit
von Einsatz und Fahrstil errechnet und über die
Wartungsintervallanzeige ausgegeben. Rechnen kann man hier bei
normalem Einsatz mit etwa 20.000 km oder einmal im Jahr. Die
Versicherungen stufen das i-DTEC-Modell (in beiden Leistungsstufen)
in die Typklassen 17 / 23 / 24 (KH / VK / TK) ein.
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