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Es gibt in
Deutschland Gegenden, in denen man die Schneetage pro Jahr an einer
Hand abzählen kann! Hier darf ich mal ganz einfach das gemäßigte
Klima in den Ballungsräume an Rhein und Ruhr in den Raum werfen,
welches mir nur zu bekannt ist. Wer in solchen Gegenden zu Hause ist
und nicht regelmäßig in schneereiche Gefilde fährt, für den
lohnen sich auch Ganzjahresreifen, zumal wenn sie – wie bei heute
aktuellen Top-Ganzjahresreifen üblich – nicht nur das weniger
aussagekräftig M+S-Kennzeichen tragen: Der Vector 4Seasons gilt mit
dem Schneeflocken-Symbol das ganze Jahr über als angepasste
Bereifung und entspricht damit der 2006 eingeführten, so genannten
situativen Winterreifenpflicht. Das Schneeflocken-Symbol dürfen nur
solche Reifen auf der Flanke tragen, die in einem genormten Test
gute Wintereigenschaften bewiesen haben. Sie gelten damit als
vollwertige Winterreifen.

Rund 80 Prozent
der deutschen Autofahrer rüsten in der kalten Jahreszeit auf
Winterreifen um, knappe zehn Prozent nutzen Ganzjahresreifen.
Weitere zehn Prozent wurschteln sich (laut Winterreifen-Umrüststudie
2007) auf Sommerreifen durch den Winter, immer in der Gefahr, bei
Eis und Schnee nicht nur den Grip verlieren, sondern auch mit dem
Gesetz in Konflikt zu kommen, welches ganz eindeutig eine den
aktuellen Witterungsbedingungen angepasste Bereifung vorschreibt und
bei Verstößen ein Bußgeld vorsieht. Aber von diesen letzten zehn
Prozent lässt nicht jeder den Wagen stehen, wenn die Sommerreifen
nicht mehr ausreichend sicher sind. Gründe, nicht zwei Mal im Jahr
zum Reifenwechsel zu fahren, gibt es viele: kein Lagerplatz, kein
Geld – aber es ist falsch, gerade an der Sicherheit zu sparen!
Umgekehrt ist
aber auch die Tendenz zu verzeichnen, dass sich Autofahrer zwar
Winterreifen zugelegt haben, um dem Gesetz Genüge zu tun.
Allerdings haben sie keinen zweiten Satz Reifen für den Sommer und
fahren ebenfalls ein halbes Jahr auf nicht angepasster Bereifung.
Denn Winterreifen sind wegen ihrer weichen Laufflächen keine
geeignete Bereifung für warme Tage: längere Bremswege, höherer
Kraftstoffverbrauch und größerer Verschleiß sind die Folge. Auch
hier wird am falschen Ende gespart!
Der weltweit
erste Ganzjahresreifen hieß Tiempo und wurde 1977 von Goodyear
vorgestellt. Über 30 Jahre Entwicklungserfahrung und Kompetenz
stecken denn nun auch in der neuesten Entwicklung, die schon lange
kein modifizierter Winterreifen ist, wie es noch die ersten Modelle
waren. Der erste Ganzjahresreifen dieser neuen Generation war 1986
der Vector, dessen Nachfolger immer besser wurden, je mehr die
Entwickler ihre Forschungen und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten
voran trieben.

Der Vector
4Seasons ist die fünfte Generation dieses Allrounders und als
Reifen für alle vier Jahreszeiten dennoch keine Eier legende
Wollmilchsau, sondern ein Kompromiss aus allen Anforderungen, die im
Laufe des Jahres an einen Reifen gestellt werden. So, wie übrigens
auch jeder Sommer- oder Winterreifen ein Kompromiss ist, wenn auch
nur an die Anforderungen, die die jeweilige Jahreszeit stellt. Das
sind im Sommer trockene und nasse Straßen, im Winter kommen die Kälte
(zu nass und trocken) und ggf. Schnee hinzu.
Unterm Strich
bewies aber schon der Vorgänger Vector 5+ bzw. Eagle Vector2+ auch
in Vergleichstests mit Sommer- und mit Winterreifen, dass er zwar
die wirklich guten Reifen in ihrem jeweiligen Spezialdisziplinen
nicht schlagen kann. Aber im Vergleich zu durchschnittlichen Reifen
beider Kategorien bot schon der Vorgänger des neuen
Ganzjahresreifens exzellente Leistungen. Meilenweit überlegen ist
der Ganzjahresreifen von Goodyear aber auf jeden Fall selbst dem
besten Sommerreifen im Winter bzw. dem besten Winterreifen im
Sommer!
Der Vector
4Seasons wurde von Grund auf als Allrounder entwickelt und nicht als
Winterreifen in Details überarbeitet. Der Vector 4Seasons setzt wie
schon der Vorgänger auf die SmartTRED-Technologie für möglichst
ausgewogene Fahreigenschaften, die hier weiterentwickelt wurden, um
die angestrebten Verbesserungen (bessere Leistungen bei Nässe, Eis
und Schnee sowie reduzierter Kraftstoffverbrauch) zu erzielen.
SmartTRED nutzt die dynamische Radlastverlagerung: Auf Eis und
Schnee nutzt der Reifen primär die
stark lamellierte Laufflächenmitte, auf trockener Straße
die volle Reifenbreite bis hin zu den stabilen Schulterblöcken.
Beste Traktion bietet er durch die gleichmäßige Druckverteilung über
die gesamte Laufflächenbreite bei Geradeausfahrt, bei Kurvenfahrten
garantieren die stabilen Schulterblöcke eine optimale Seitenführung.

Wichtig für
optimale Bodenhaftung auf trockener wie schneebedeckter Fahrbahn ist
die Laufflächengestaltung: 3D-Lamellen in der Profilmitte und
starke Schulterblöcke außen heißt die Lösung der
Goodyear-Entwickler. Viele Lamellen in der Profilmitte bilden
Greifkanten bei Eis und Schnee. Konventionelle Lamellen schwächen
aber das Profil, wenn Stabilität und Seitenführungskräfte
verlangt werden. Goodyears Patentrezept sind 3D-Lamellen über die
gesamte Profiltiefe, die sich gegenseitig verriegeln und damit
stabilere Profilblöcke bilden, also nicht nur bei Eis und Schnee,
sondern auch auf trockener Strecke gute Dienste leisten, wo optimale
Kraftübertragung bei hohen Reibwerten gefragt ist.
Das
laufrichtungsgebundene V-TRED-Profil leitet das Wasser nach außen
hin ab und minimiert so das Aquaplaning-Risisko insbesondere bei höheren
Geschwindigkeiten. Die einzelnen Profilzonen (stabile Schultern,
stark lamellierte Profilmitte sowie die umlaufende Mittelrippe)
gehen harmonischer und fließender ineinander über als noch beim
Vorgänger. Das Reifendesign und die optimierte Silica-Laufflächenmischung
bieten verbesserten Abrollkomfort, der sich zum einen in einem
minimierten Geräuschpegel, aber auch in höherer Laufleistung
(lange Lebensdauer) sowie einem niedrigeren Kraftstoffverbrauch mit
weniger Schadstoff-Ausstoß niederschlägt.
So viel zur
Theorie, aber auch in der Praxis macht der Vector 4Seasons einen
guten Eindruck. Auf trockener Strecke glänzt er mit ausreichender
Traktion und sehr guter Seitenführung. Die mehr oder weniger engen
Kurven der Teststrecke lassen sich flott, aber sicher umzirkeln,
dass es eine wahre Freude ist. Durch die geöffneten Fenster
vernimmt man die dank niedrigem Rollwiderstand minimierten Abrollgeräuschen:
Der Vergleich zu einem Wettbewerber stach auf dem
Trockenhandling-Kurs richtig ins Auge – oder vielmehr ins Ohr!

Gute
und sichere Eindrücke hinterlässt ein mit Vector 4Seasons rundum
bereiftes Fahrzeug auch beim Bremsen auf nasser Fahrbahn, auch hier
im Vergleich zu einem Wettbewerber, d. h. zu einem anderen
Ganzjahresreifen. Fahrten bei Schnee simulierten wir auf einem bewässerten
glatten Untergrund, der mit seinen niedrigen Reibwerten bei
sommerlichen Temperaturen dem Winter noch am nächsten kommt. Dank
hervorragender Traktion erklimmt unser Testfahrzeug zügig und ohne
durchdrehende Reifen die Steigung, wo der Wettbewerber durchaus
schon mal die Bodenhaftung verliert.
Unabhängige
Tests des TÜV Süd bescheinigten dem neuen Vector 4Seasons bessere
Leistungen als dem Vorgänger sowie den beiden wichtigsten
Wettbewerbern auf Schnee, bei Nässe und auf trockener Fahrbahn.

Fazit: Wer viel
auf Schnee unterwegs ist, kommt um einen guten Winterreifen im
Winter nicht herum. Dass dann im Sommer nur ein Sommerreifen
gefahren werden sollte, versteht sich wohl von selbst. Und wer gerne
jederzeit die fahrdynamischen Fähigkeiten ausreizen will, ist auch
auf den Jahreszeiten-Spezialisten besser unterwegs. – Aber wo im
Winter nur selten Schnee liegt, ist ein guter Ganzjahresreifen eine
sinnvolle Alternative, die Platz und Kosten spart. Zumal wenn es
sich um einen Ganzjahresreifen der Spitzenklasse handelt, was man
von dem Goodyear Vector 4Seasons mit Fug und Recht behaupten kann.
Vergleichstests renommierter Fachmagazine werden dies wohl auch in Kürze
belegen.
Bis
zum Herbst geht der Vector 4Seasons in den heutzutage gängigen Größen
für Kleinwagen, für die Kompaktklasse und die untere Mittelklasse
an den Start – für Felgen zwischen 13 und 18 Zoll. Erste Größen
gibt es ab Herbst auch schon als RunOnFlat-Versionen – Goodyear
ist ja immerhin einer der Pioniere von Reifen mit
Notlaufeigenschaften – sowie in einer gängigen SUV-Größe.
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