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Seit dem 16. Juni
steht der neue Ford Mondeo beim Händler. 1993 kam die erste
Generation der Kölner Mittelklasse auf den Markt, in den Startlöchern
steht nun die Dritte. Zugelegt hat er in alle Dimensionen, so dass
er heute sogar die alte Oberklasse von Ford, den Scorpio, übertrifft.
Seine Gardemaße entsprechen ungefähr denen des aktuellen 5er BMWs.
Die viertürige Stufenheck-Limousine bringt es auf 4,84 m
Karosserielänge, der Fünftürer auf 4,78 m und der Turnier auf
4,83 m. Alle drei Karosserievarianten messen 1,89 in der Breite und
haben einen Radstand von großzügigen 2,85 m. Gute 1,50 m hoch sind
die Limousinen, 1,51 m der Turnier.
Zum Marktstart
der Kölner Mittelklasse sind gleich alle drei Karosserievarianten
verfügbar. Einen ersten Eindruck von der neuen Mondeo-Baureihe
vermittelten ein Mondeo Turnier mit dem 2.5-Liter-Turbomotor (220
PS) in der Ausstattung Titanium X sowie das viertürige
Mondeo-Stufenheck 2.0 TDCi (140 PS) in der
Ghia-Ausstattung.

Der Zugang ist über
vier bzw. fünf Türen natürlich nicht zu beanstanden. Die Übersicht
über die Karosserie dagegen schon eher, das optionale
Park-Pilot-System (Einparkhilfe) für vorne und hinten ist eine sehr
gute Empfehlung. Platz haben die Passagiere in beiden Sitzreihen
reichlich, ganz besonders was Knie- und Kopffreiheit angeht. Gute
550 Liter Gepäck fasst der Kofferraum der viertürigen Limousine,
540 Liter sind es beim Fließheck und sogar 554 Liter beim Kombi
(jeweils bei serienmäßigem Reifenreparatur-Set). Durch Umklappen
der serienmäßig asymmetrisch geteilten Rückbanklehne
bekommt man im Fünftürer bis zu 1.460 Liter Laderaum, beim
Kombi bis zu 1.745 Liter. Für das Stufenheck liegen hierzu keine
Daten vor. Die erlaubte maximale Zuladung beträgt je nach
Motorisierung und Ausstattungsumfang zwischen 500 und 690 kg. Beim
Turnier gibt es einen 12-V-Anschluss im Laderaum, Verzurrösen
erleichtern das Sichern der Ladung. Extra kosten beim Turnier
allerdings ein Sicherheitstrennnetz oder Trenngitter für den
Laderaum sowie die Dachreling.

Der Innenraum
wirkt von Materialauswahl und Verarbeitung her hochwertiger als der
Vorgänger. Trotz vieler Funktionen wirkt das Armaturenbrett nicht
überladen. Die Anordnung ist übersichtlich und ergonomisch
gestaltet, die Einsicht in Anzeigen und die Bedienung von Schaltern
und Knöpfen ist einfach und ohne Probleme machbar.
Sechs
Ausstattungslinien stehen für die gesamte Baureihe zur Wahl, aber
noch nicht in allen Karosserie- bzw. Motorvarianten zum Marktstart.
In der Ambiente-Ausstattung (Basisversion) ist bislang erst der
Turnier zu haben, für den Fünftürer beginnt die Auswahl mit der
Trend-Version eine Stufe höher und die Stufenheck-Limousine ist
bislang erst ab der Luxus-Ausstattung Ghia zu haben. Darüber
rangiert die sportliche Top-Ausstattung Titanium. Ghia und Titanium
erklimmen mit Ghia X und Titanium X noch eine weitere Stufe an
klassischem und sportlichem Luxus. Bei diesen Abstufungen sei aber
anzumerken, dass das Stufenheck noch nicht mit dem 1.6er Benziner
oder dem 1.8er TDCi zu haben ist.

Ab der
Basis-Ausstattung Ambiente ist der Mondeo serienmäßig ausgestattet
mit einer funkfernbedienten Zentralverriegelung, elektrischen
Fensterhebern vorne, elektrisch einstellbaren und beheizbaren Außenspiegeln,
getönter Wärmeschutzverglasung rundum, Klimaanlage, höhenverstellbarem
Fahrersitz mit einstellbarer Lendenwirbelstütze, in Höhe und
Reichweite verstellbarem Multifunktionslenkrad, Bordcomputer und
16-Zoll-Stahlfelgen. Darüber rangiert die Ausstattungslinie Trend
mit elektrischen Fensterhebern vorne und hinten, einem elektrisch höhenverstellbaren
Fahrersitz, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Multifunktions-Lederlenkrad
und Lederschaltknauf sowie Nebelscheinwerfern und einer
Mittelarmlehne hinten. Die klassisch-luxuriöse Ausstattung Ghia
basiert ebenso wie die sportliche Top-Variante Titanium auf der
Trend-Ausstattung. Serienmäßig umfasst die Ghia-Ausstattung
unseres Stufenheck-Mondeos zusätzlich zu den in Trend enthaltenen
Features einen höhenverstellbaren Beifahrersitz mit einstellbarer
Lendenwirbelstütze, Innenraum-Dekor im Holz-Look, eine
Geschwindigkeitsregelanlage, Regensensor und Fahrlichtassistent,
automatisch abblendende Innenspiegel und beheizbare Vordersitze, Außenspiegel
mit Umfeldbeleuchtung sowie 16-Zoll-Leichtmetallräder im
7x2-Speichen-Design. Außerdem sind die Frontscheibe und die
Scheibenwaschdüsen beheizbar. Die sportlicher Topvariante Titanium
ziert eine Innenraumdekor im Aluminium-Look, blau getönte Wärmeschutzverglasung,
eine Instrumententafel mit Fahrerinformationssystem, Sportsitze
sowie – genau wie die Ghia-Version - ein höhenverstellbarer
Beifahrersitz mit einstellbarer Lendenwirbelstütze, Regensensor und
Fahrlichtassistent, automatisch abblendende Innenspiegel, Außenspiegel
mit Umfeldbeleuchtung und beheizbare Vordersitze sowie
16-Zoll-Leichtmetaller (hier im 24-Speichen-Design). Zudem sind auch
hier Frontscheibe und Scheibenwaschdüsen beheizbar. Die
Titanium-X-Ausstattung unseres Turnier toppt das Ganze dann noch mit
der FordPower Key-free Startfunktion für schlüsselfreies Starten,
Lederpolster, 17-Zoll-Leichtmetallräder sowie Adaptive
Frontscheinwerfer mit Abbiegelicht (nur in Verbindung mit
Halogenleuchten). Aufpreis kosten sämtliche Audiosysteme, aber auch
Extras wie ein Park-Pilot-System für vorne und hinten, Adaptive
Cruise Control (eine Adaptive Geschwindigkeitsregelung) sowie
Bi-Xenon-Scheinwerfer.
Zum Marktstart
geht der Mondeo mit drei Benzinmotoren in vier Leistungsstufen (110
– 220 PS) sowie zwei Diesel in drei Leistungsstufen (100 – 140
PS) ins Rennen um die Käufergunst. Der 2,5-Liter-Turbobenziner aus
unserem Turnier ist vom Focus ST her bekannt. Hier leistet er 220
PS, beim Focus sind es 5 PS mehr. Der Motor rundet die Modellpalette
nach oben hin ab. Er nimmt gierig Gas an und bietet in Punkto
Antritt, Durchzugsvermögen und Leistungsentfaltung mehr als
ordentliche Leistung. Dabei läuft er kultiviert und vibrationsarm.
Erst der ordentliche Tritt aufs Gaspedal offenbart akustisch seinen
Charakter. Deutlich braver, aber in keinster Weise schwächlich geht
der TDCi in unserem Stufenheck zur Sache. Auch er bietet ordentliche
Fahrleistungen, auch wenn er natürlich sportlichen Ansprüchen
nicht genügen kann. Der 140 PS starke 2-Liter-TDCi ist zwar im
Moment das stärkste Diesel-Aggregat der Baureihe, aber hier soll
noch ein Fünf- oder Sechszylinder folgen – der Konzernbaukasten
bietet ja Alternativen, eine Entscheidung ist aber noch nicht
getroffen.

Das
Sechsgang-Schaltgetriebe des Benziners (Typbezeichnung M66) ist
mehr noch als das Sechsganggetriebe des TDCi (Typbezeichnung
MMT6) für bessere Kraftstoffökonomie eher lang übersetzt, aber
der Motor verfügt natürlich über mehr als ausreichende Reserven für
ein flottes Vorankommen. Der 140-PS-TDCi stürmt da nicht ganz so
locker vom Hocker vorwärts. Für die Beschleunigung von Null auf
Tempo 100 braucht der 2.5T Turnier gute 7,7 Sekunden, der 2.0 TDCi
9,5 Sekunden. Ihre Höchstgeschwindigkeit erreichen der Turnier bei
240 km/h, das Stufenheck bei 210 km/h. Trotz auf Kraftstoffökonomie
hin ausgelegter Getriebeübersetzung bleibt der 2.5T ein
Sechszylindermotor mit entsprechendem Verbrauch, der bei 13,6 Litern
Superkraftstoff je 100 km in der Stadt, 6,8 Litern außerorts sowie
9,3 Litern im gemischten Verbrauch nach EU-Norm liegt – bei gemäßigter
Fahrweise, versteht sich. Der TDCi dagegen spielt neben dem
kleineren Brennraum den Dieselbonus der größeren Energiedichte aus
und konsumiert lediglich 7,6 Liter
Kraftstoff je 100 km innerorts, 4,9 Liter außerorts sowie 5,9 Liter
im gemischten Verbrauch nach EU-Norm (alles Herstellerangaben). Der
TDCi kommt serienmäßig mit Dieselpartikelfilter, beide
Motoren erfüllen die Abgasnorm EU4. Der CO2-Ausstoß beträgt beim
2.5-Turbo-Benziner 222 g pro km und beim TDCi sogar nur 156 g pro
km.
Mit dem neuen,
auch in der dritten Generation frontgetriebenen Mondeo hat Ford ein
sportlich-dynamisches Fahrzeug auf die Räder gestellt, das den
Wettbewerb mit den sportlicheren Marken nicht zu scheuen braucht.
Tadelloser Geradeauslauf und eine recht direkt ausgelegte Lenkung
machen ihn souveränen und fahraktiven Begleiter.
Die
Fahrwerksauslegung geht in Richtung straff, ohne jedoch ein nötiges
Maß an Komfort vermissen zu
lassen. Lenkung und Fahrwerk vermittelt hervorragenden
Fahrbahnkontakt. Sicher liegt der Mondeo auf der Straße, auch bei höheren
Geschwindigkeiten in engen Kurven. Problemlos meistert er plötzliche
Ausweichmanöver. Der Grenzbereich beginnt erst spät, dann macht er
durch ein leichtes Schieben über die Vorderräder darauf
aufmerksam.

Die
Ghia-Version des TDCi-Stufenhecks steht auf 16-Zoll-Rädern mit
215/55er Reifen, der Titanium-X-Turnier auf 17-Zoll-Rädern mit
einer Bereifung im Format 235/45. Beiden Fahrzeugen mangelte es
damit weder an Traktion noch an Seitenhalt in schnellen Kurven. Die
Scheibenbremsen rundum (vorne innenbelüftet) verzögerten in beiden
Fällen schnell und zuverlässig.
Der
Insassensicherheit dienen die Ganzstahlkarosserie mit
Computer-optimierter Struktur und Aufprallenergie abbauenden
Elementen und Lastpfaden, die bei schweren Kollisionen den Überlebensraum
der Passagiere sichern, sowie eine steife Fahrgastzelle mit
hochfesten Stählen in A- und B-Säulen, Dach, Dachträgern und
Schwellern und versteifende Elemente in Türen und Bodengruppe. Das
Ford Intelligent Protection System (IPS) umfasst darüber hinaus die
ganze Palette der heutzutage üblichen Rückhaltesystem von
Drei-Punkt-Sicherheitsgurten und Kopfstützen auf allen Sitzplätzen,
aktiven Kopfstützen vorn über Sicherheits-Lenksäule und
Sicherheitspedalerie bis hin zu Front- und Seitenairbags vorne,
Knieairbags für den Fahrer und Kopf-Schulterairbags für beide
Sitzreihen sowie zwei Isofix-Kindersitzvorrüstungen hinten.
Optional kann beim Händler eine Beifahrer-Airbag-Deaktivierung
installiert werden, damit Kindersitze auch gegen die Fahrtrichtung
montiert werden können. Mit elektronischen Helfern hat Ford den
neuen Mondeo ebenfalls ganz zeitgemäß und ordentlich ausgestattet.
Die Palette reicht von ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung
EBD und Bremsassistent BA bis hin zum Elektronischen Stabilitätsprogramm
ESP inkl. Antriebsschlupfregelung ARS. Optional gibt es ein Aktives
Fahrwerkssystem IVDC inkl. elektronischer Dämpferregelung CCD sowie
eine adaptive Geschwindigkeitsregelung. Serienmäßig kommt der
Mondeo mit einem Reifen-Reparatur-Set, optional gibt es ein Notrad
oder Reifen mit Notlaufeigenschaften und Reifendruckkontrollsystem.
Zu haben ist der
Ford Mondeo ab 21.990 Euro als Fünftürer in der Trend-Ausstattung
mit 1,6-Liter-Motor, allerdings ist zum Marktstart der Basismotor für
die Stufenheck-Limousine noch nicht verfügbar. Der Viertürer
startet bei 25.775 Euro, allerdings dann mit 2-Liter-Motor in
Ghia-Ausstattung. Den Turnier gibt es ab 22.500 Euro als 1.6er in
der Basisausstattung Ambiente. Unser Mondeo Fünftürer 2.0 TDCi
Ghia mit 140 PS beginnt bei 28.700 Euro, der Turnier 2.5 Turbo
Titanium X als Top-Modell der Baureihe mit 32.725 Euro. Aufpreis
kostet neben den Metallic-Lackierungen auch die Farbe Colorado-Rot.
Auf
den Neuwagen gibt es eine zweijährige Ford-Partner-Garantie (Sachmängelhaftung),
zwei Jahre Mobilitätsgarantie (Ford Assistance) sowie zwölf Jahre
auf die Karosserie gegen Durchrostung. Anschlussgarantien sind gegen
Aufpreis bis zum Ende des 5. Jahres oder bis maximal 100.000 km zu
haben. Für den Ölwechsel gibt Ford Wartungsintervalle von 20.000
km oder einmal im Jahr an. Die Versicherungen stufen die Modelle in
die Typklassen 18 / 19 / 21 für den Mondeo 2.0 TDCi bzw. 17 / 22 / 23 für den Mondeo 2.5T (KH
/ VK / TK) ein.
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