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Mit dem Grand
C-Max bringt Ford neben dem kompakteren C-Max (als Nachfolger
des Focus C-Max) eine zweite, sehr eigenständige Variante für
seine C-Max-Baureihe auf den Markt. Anfang Dezember wird der große
Kompaktvan beim Händler stehen. Die beiden C-Max-Varianten wurden
auf der neuen C-Segment-Plattform von Ford entwickelt, auf der auch
der neue Focus ab 2011 stehen wird.

Der Grand C-Max
verfügt im Vergleich zum C-Max über einen größeren
Radstand und bietet bis zu sieben Personen Platz. Die 14 Zentimeter
mehr Randstand finden sich auch in der längeren Karosserie wieder,
die mit 4,52 m schon am oberen Ende der Kompaktklasse-Vans
angesiedelt ist. Fords Vans im D-Segment, S-Max und Galaxy,
sind allerdings noch einmal 25 bis 30 Zentimeter länger.

Optisch wirkt der
Grand C-Max nicht mehr ganz so pfiffig und jugendlich wie der C-Max,
sondern doch eine Spur erwachsener. Familientauglichkeit setzt halt
schon eine gewisse Reife voraus. Was der „große“ Kompakte sonst
noch zu bieten hat, erkundeten wir auf einer ersten Ausfahrt mit
einem 2-Liter-TDCi in der Titanium-Ausstattung.

Der Grand C-Max
ist nicht nur länger als der C-Max, sondern auch fast 6
Zentimeter höher. Normal an der Karosserie angeschlagene vordere Türen,
Schiebetüren für die zweite (und dritte) Sitzreihe sowie die hoch
öffnende Heckklappe bieten einen guten Zugang zum Innenraum. Guten
Seitenhalt bieten die straffen Vordersitze. Beim optionalen
Sitzsystem FoldFlat lassen sich in der zweiten Reihe durch
Wegklappen des Mittelsitzes die Außenplätze in die Mitte schieben,
wodurch der Weg nach hinten noch komfortabler wird. Bei diesem
System ist die dritte Sitzreihe enthalten. Basismodell des Grand
C-Max ist der Fünfsitzer. Im Gegensatz zum C-Max ist beim größeren
Grand C-Max die Übersicht eher bescheiden, trotz der hohen
Sitzposition. Sehr zu empfehlen sind hier die Einparkhilfe für
vorne und hinten oder der Einpark-Assistent.

Die ersten beiden
Sitzreihen bieten auch groß gewachsenen Menschen viel Platz. Die
dritte Reihe ist eher was für Leute mit kürzeren Beinen –
zumindest auf längeren Strecken. Als Siebensitzer
konfiguriert verbleiben hinter der letzten Reihe bescheidene
56 Liter unter der Laderaumabdeckung. Bis an die Dachunterkante
passen bis zu 115 Liter hinein. Größer werden die Laderaumkapazitäten,
wenn man den Grand C-Max nur als Fünfsitzer nutzt: Mit 439 Litern
fasst er jetzt schon etwas mehr als der kleine C-Max.
Dachhoch bin hinter die Vordersitze lässt sich das Volumen auf bis
zu 1.742 Liter erweitern. Man muss dafür noch nicht einmal auf den
Siebensitzer verzichten: die dritte Sitzreihe – soweit vorhanden
– lässt sich im Laderaumboden versenken.

An Materialqualität
und Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Die übersichtliche
Gestaltung erleichtert die Handhabung von Anzeigen und Schaltern.
Wie auch beim C-Max hat der Käufer drei Ausstattungslinien
zur Wahl. Die Basis-Ausstattung Ambiente bringt eine
funkfernbediente Zentralverriegelung, elektrisch einstellbare Außenspiegel,
elektrische Fensterheber vorn sowie einen Bordcomputer und
16-Zoll-Stahlfelgen mit. Der Fahrersitz ist höhenverstellbar, das
Lenkrad in Höhe und Reichweite. Serienmäßig an Bord sind beim
Grand C-Max schon in der Basisversion die beiden Schiebetüren
hinten mit integrierten elektrischen Fensterhebern. Die
„sportlich-komfortable“ Ausstattungslinie Trend bietet zusätzlich
ein CD-Radio, beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber
hinten, eine manuelle Klimaanlage sowie Stahlräder mit
Radzierblenden im 7-Speichen-Y-Design und eine Lendenwirbelstütze
in der Fahrersitzlehne. Der untere Teil der Kühlergrill-Umrandung
ist mit einer Chromleiste versehen. Die „sportlich-luxuriöse“
Titanium-Version verfügt darüber hinaus über Lederlenkrad und
-schaltknauf, Nebelscheinwerfer, eine Geschwindigkeitsregelung mit
Geschwindigkeitsbegrenzer, Zwei-Zonen-Klimaautomatik,
Scheinwerfer-Assistent und Regensensor, ein höherwertiges
Soundsystem inklusive Mobiltelefon-Vorbereitung mit
Bluetooth-Schnittstelle und 16-Zoll-Leichtmetallräder. Die hinteren
Schiebetüren verfügen in dieser Ausstattungsvariante über eine
elektrische Kindersicherung. Hier ist dann auch der Beifahrersitz höhenverstellbar
und mit einer Lendenwirbelstütze versehen. Der Kühlergrill ist in
Klavierlack-Optik gehalten und vollständig mit einer
Chromzierleiste umrandet. Auch unter den Seitenscheiben setzen
Chromzierleisten Akzente. Gegen Aufpreis gibt es Extras wie ein schlüsselloses
Zugangs- und Startsystem (KeyFree-System), eine Rückfahrkamera,
Tagfahrlicht, abgedunkelte Scheiben hinten (Privacy Glass), das
Sitzsystem „Komfort“ mit verschiebbaren Sitzen außen und nach
hinten klappbaren Mittelsitz, beheizbare Vordersitze sowie höherwertige
Audio- und Navigationssysteme.

Für den Grand
C-Max steht die gleiche Motorenpalette zur Wahl wie für den C-Max.
Wir fuhren im Grand C-Max einen Zweiliter-Dieselmotor, einen
Common-Rail-Diesel-Direkteinspritzer (TDCi) der zweiten Generation.
Die von uns gefahrene stärkste Variante leistet 163 PS. Dank eines
Leergewichts von über 1,6 t ist er kein Temperamentsbündel, aber
doch sehr zügig unterwegs. Antritt und Leistungsentfaltung sind
nicht zu beanstanden. Das optionale Sechsgang-Automatikgetriebe ist
– ebenso wie die manuelle Schaltung – eher lang übersetzt, um
den Kraftstoffverbrauch ökonomisch zu halten. Dennoch schöpft der
Motor aus einem maximalen Drehmoment von 340 Nm zwischen 2.000 und
3.250 U/min. ausreichend Reserven, um zügig unterwegs zu sein. Die
Automatik schaltet ruhig und kaum spürbar. Der Motor nimmt gut Gas
an. Einem kräftigen Tritt aufs Gaspedal quittiert er mit einem
sonoren Brummen, das den Selbstzünder nicht verleugnen kann, und
mit einem spürbaren fixen Runterschalten, um die Drehzahl zu erhöhen.
Ansonsten läuft der Selbstzünder außergewöhnlich ruhig und
vibrationsarm.

Für die
Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h braucht der Grand C-Max
9,8 Sekunden. Bei 204 km/h erreicht er seine Höchstgeschwindigkeit.
Er konsumiert auf 100 km Strecke 7,4 Liter Dieselkraftstoff in der
Stadt, 5,0 Liter außerorts und 5,5 Liter im gemischten Verbrauch
nach EU-Norm (alles Herstellerangaben, ermittelt unter
Idealbedingungen auf dem Rollenprüfstand). Alle Motoren der
Baureihe erfüllen die Abgasnorm EU5. Der CO2-Ausstoß beträgt beim
2.0 TDCi mit Automatik-Getriebe in allen Varianten 154 g pro km
(manuelle Schaltung: 139 g/km).
Das
Fahrwerk ist nicht ganz so straff abgestimmt wie beim C-Max.
Als Familiengefährt will der Grand C-Max ja auch nicht ganz so
sportlich sein. Die Seitenneigung in flotten Kurven hält sich
dennoch in akzeptablen Grenzen. Als Fronttriebler ist er problemlos
im Handling. Auch seine Lenkung ist sehr direkt ausgelegt: Fahrspaß
wollen schließlich auch Mütter und Väter, wenn sie ohne den
Nachwuchs unterwegs sind. Präzise folgt der Van den Lenkbefehlen
und lässt sich auch in flotten Kurven oder bei plötzlichen
Ausweichmanövern nicht aus der Ruhe bringen. Die in der
Titanium-Ausstattung serienmäßigen 16-Zoll-Leichtmetallräder sind
– wie beim C-Max – auch hier kombiniert mit breiteren
215/55er Reifen (Basismodell: 205/55 R 16). Scheibenbremsen rundum
(vorne innenbelüftet) verzögern prompt, gut dosierbar und auf den
Punkt.
Die
computeroptimierte, besonders verwindungssteife Ganzstahlkarosserie
verfügt über Aufprallenergie absorbierende Elemente vorne und
hinten, eine Sicherheitsfahrgastzelle mit Verstärkungen an A- und
B-Säulen sowie im Dach- und Schwellerbereich
(Seitenaufprallschutz). Zum Intelligent Protection System IPS gehören
für den Insassenschutz Kopfstützen und Drei-Punkt-Gurte auf allen
Sitzen, aktive Kopfstützen vorn, Front- und Seitenairbags vorne und
Kopf-Schulter-Airbags für beide Sitzreihen, Sicherheitslenksäule
sowie auskuppelnde Sicherheitspedale und zwei
Isofix-Kindersitzbefestigungen hinten. Noch nicht auf dem Markt,
aber schon einem Crashtest nach EuroNCAP unterzogen: sowohl der
Grand C-Max und C-Max erreichten hier das Maximum von fünf
Sternen. Die seit 2009 gültigen Normen schließen die serienmäßige
Ausstattung mit Fahrassistenzsystemen mit ein. An Fahrassistenten
hat Ford seinem kompakten Van alle Fahrassistenzsystemen mitgegeben,
die heutzutage zum Standard gehören: ABS mit Bremsassistent EBA und
Elektronischer Bremskraftverteilung EBD, Traktionskontrolle TCS und
das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP. Ab der Titanium-Version
ist auch ein Berganfahrassistent dabei. Serienmäßig an Bord ist
ein Reifen-Reparatur-Set mit Dichtmittel und Kompressor, gegen
Aufpreis gibt es ein Notrad, das allerdings den Laderaum
verkleinert.
Mit Preise ab
20.100 Euro ist der Grand C-Max 1.500 Euro teurer als sein kürzerer
Bruder. Dafür gibt es einen Grand C-Max mit 1,6-Liter-Ottomotor
und 105 PS in der Basisausstattung Ambiente. Der 163 PS starke
2-Liter-TDCi steht ab 26.600 Euro in den Preislisten, mit manueller
Gangschaltung und der Trend-Ausstattung. Mit Automatik (plus 1.750
Euro) und Titanium-Ausstattung (plus 2.000 Euro) blättert man dann
schon ab 30.350 Euro auf den Tisch des Hauses. Dazu kommen Kosten für
Sonderausstattungen wie Metallic- oder Sonderlackierungen, den
unvermeidlichen Zigarettenanzünder (statt 12-V-Anschluss) mit
Aschenbecher bis hin zu diversen Paketen, die alle erst ab der
Trend-Variante zu haben sind.
Ford
gibt eine zweijährige Neuwagengarantie inklusive der Ford
Assistance Mobilitätsgarantie sowie 12 Jahre auf die Karosserie
gegen Durchrostung. Als optionalen Garantie-Schutzbrief kann man die
Garantien bis zum 5. Jahr bzw. 100.000 km erweitern. Zu einer
Sicherheitskontrolle und zum Ölwechsel muss der Grand C-Max alle
20.000 km oder einmal im Jahr, zur Inspektion alle 60.000 km oder
alle zwei Jahre. Die Versicherungen stufen das Modell in die
Typklassen 16 / 22 / 21 (KH / VK / TK)
ein.
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