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Seit Herbst 2004
gibt es die zweite Generation von Fords Bestseller Focus (siehe auch
Focus II, Focus
II ST, Focus II FFV
und Focus II CC), am 23.
Februar dieses Jahres kam die überarbeitete Variante (Facelift) zu
den Händlern (siehe auch Focus II
LPG). Mit dem Facelift führte Ford den 109 PS starken
1,6-Liter-TDCi als Fünftürer oder Kombi in der Econetic-Linie ein.
Für die Econetic-Version hat Ford den stärkeren 1.6er überarbeitet,
die Feinkalibrierung des Motormanagements, Modifikationen an der
elektro-hydraulischen Servolenkung und der Einsatz von
reibungsreduzierendem Getriebeöl kommen aber auch den anderen 1,6er
TDCis zugute. Weitere Maßnahmen betreffen die Ausstattung und
umfassen eine verbesserte Aerodynamik durch neugestaltete Stoßfänger
vorne und Schwellerleisten sowie ein Sportfahrwerk mit dezenter
Tieferlegung (8 mm) und 15-Zoll-Stahlräder mit Leichtlaufreifen.
Einen ersten Eindruck bekamen wir vom 1.6er Econetic in der
Kombi-Version auf einer kurzen Ausfahrt.

Der Zugang zum
Innenraum über fünf Türen ist praktisch für Passagiere und Gepäck.
Das Passagierabteil ist großzügig bemessen für beide Sitzreihen.
Auf 4 mm weniger Karosserielänge hat der facegeliftete Turnier mit
503 bis 1.546 Litern mehr Laderaum zu bieten als der Vorgänger (475
bis 1.525 Liter). Gepäcktrennnetz und Dachreling kosten Aufpreis.
Materialqualität und Verarbeitung im Innenraum sind ebenso wenig zu
beanstanden wie Bedienbarkeit und Handhabung der Anzeigen und
Schalter im funktional gestalteten Cockpit.

An
Basisausstattung bringt der Focus Features mit wie eine
funkfernbediente Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber
vorne, elektrisch einstellbare Spiegeln, eine getönte Wärmeschutzverglasung
rundum und 15-Zoll-Stahlräder mit Radzierblenden. Das Lenkrad ist
in Höhe und Reichweite verstellbar, beide Sonnenblenden sind
mit Spiegeln bestückt. Der Econetic basiert auf dem
Editionsmodell Style, das beheizbare Außenspiegel, Bordcomputer,
Klimaanlage sowie ein Audiosystem mit Radio und CD-Spieler umfasst.
Dazu kommen die bereits oben genannten Features zur Verbesserung von
Aerodynamik, Straßenlage und Rollwiderstand. Gegen Aufpreis gibt es
noch eine Geschwindigkeitsregelung, eine Einparkhilfe hinten, einen
Dachspoiler, Nebelscheinwerfer und Bi-Xenon-Scheinwerfer. Die
Heckscheibe und die Seitenscheiben ab der zweiten Sitzreihe sind
dunkel getönt (Privacy Glass). Leichtmetallräder sind für das
Econetic-Modell nicht verfügbar.
Den
1,6-Liter-TDCi-Motor gibt es in zwei Leistungsstufen: mit 90 und mit
109 PS. Für den Econetic hat Ford das 109-PS-Aggregat weiter
verfeinert. Mit 115 g/km markiert er die saubere Spitze der
Kompakt-Baureihe, die beiden anderen Motorvarianten, die von den
Modifikationen auch zum Teil profitierten, schaffen mit 119 bzw. 118
g/km (90 bzw. 109 PS) ebenfalls hervorragende Werte.
Sein
Antriebskonzept kann der Selbstzünder nicht verleugnen, akustisch
wirkt er etwas rustikal. Antritt und Durchzugsvermögen gehen in
Ordnung, in Punkto Leistungsentfaltung reißt der 109-PS-TDCi aber
keine Bäume aus. Sein maximales Drehmoment von 240 Nm erreicht der
Dieselmotor schon früh, nämlich bei 1.750 U/min. Durch eine
Overboost-Funktion wird das Drehmoment zeitlich begrenzt noch einmal
um 20 Nm erhöht, um zum Beispiel Überholvorgänge zügiger
abschließen zu können. Das manuelle Fünfgang-Schaltgetriebe
schaltet sich leichtgängig und sauber. Die Getriebeübersetzung ist
bis zum dritten Gang recht kurz gehalten, um der mit 1,4 t
Leergewicht recht massiven Karosserie ausreichendes Temperament zu
verleihen. Die Gänge 4 und 5 sind dagegen aus Gründen der
Kraftstoffökonomie lang ausgelegt.

Für die
Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 braucht der Kombi 11,1
Sekunde, seine Höchstgeschwindigkeit erreicht er bei 188 km/h. Auf
100 km in der Stadt verbraucht er 5,6 Liter Dieselkraftstoff, 3,6
Liter sind es außerorts und 4,5 Liter schluckt er im gemischten
Verbrauch nach EU-Norm (alles Herstellerangaben, ermittelt unter
Idealbedingungen auf dem Rollenprüfstand). Der Verbrauch liegt
damit um 0,2 Liter unter dem Verbrauch des 1.6ers in den
konventionellen Ausstattungen. Der Motor erfüllt die Abgasnorm EU4,
den Dieselpartikelfilter gibt es außer beim 90-PS-Modell bei allen
Dieselmotoren der Baureihe ab Werk inklusive.
Der Fronttriebler
Focus ist mehr als nur ein problemloser Begleiter auf geraden wie
kurvigen Straßen. Seine Fahrdynamik vermittelt jede Menge Fahrspaß.
Davon lässt sich auch bei einer Motorisierung für automobile
Grundbedürfnisse noch ein wenig vermitteln. Guter Geradeauslauf und
eine direkte, präzise Lenkung vermitteln Sicherheit. Auch in flott
gefahrenen Kurven bleibt der Focus beherrschbar, ein nur minimales
Untersteuern deutet das Nahen des Grenzbereichs an. Das serienmäßige
ESP braucht aber erst spät eingreifen, denn der kompakte Kombi
macht auch bei plötzlichen Spurwechseln und Ausweichmanövern eine
gute Figur. Die leichte Tieferlegung (8 mm) hat praktisch kein
Auswirkungen auf den bekannten Fahrkomfort (leicht straff, aber
immer noch komfortabel). Serienmäßig
steht der Focus auf 15-Zoll-Stahlrädern mit 195/65 Reifen, beim
Econetic-Focus handelt es sich um Leichtlaufreifen. Scheibenbremsen
rundum (vorne innenbelüftet) verzögern prompt und verlässlich.
Für
die Sicherheit der Insassen sorgen eine computeroptimierte
Stahlkarosserie mit hochfesten Stählen und Tailored Blanks, eine
starre Fahrgastzelle, Energie absorbierende Knautschzonen vorne und
hinten, Seitenaufprallschutz, Kopfstützen und Drei-Punkt-Gurte auf
allen Sitzplätzen, Front- und Seitenairbags vorne,
Kopf-Schulter-Airbags vorne und hinten, Sicherheitslenksäule und
-Pedalerie sowie Kindersitzbefestigungspunkte auf der Rückbank.
Isofix-Kindersitzhalterungen gibt es zwar nur als Nachrüstsatz beim
Händler, dafür aber ohne Aufpreis. Dafür gab es 2004 zum
Marktstart der zweiten Generation im EuroNCAP die Maximalwertung von
fünf Sternen für Insassenschutz, vier Sterne für Kindersicherheit
und zwei Sterne für Fußgängerschutz. An aktiven Helfern hat Ford
seiner Kompaktklasse alles mitgegeben, was in dieser Klasse üblich
ist: ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung EBD,
Sicherheits-Bremsassistent EBA sowie das Elektronische Stabilitätsprogramm
ESP mit Antriebsschlupfregelung ASR. Verfügbar ist außer einer
Alarmanlage auch ein Reifendruckkontrollsystem, welches bei Montage
von Reifen mit Notlaufeigenschaften vorgeschrieben ist. Serienmäßig
an Bord ist ein Reifenreparatur-Set mit Dichtmittel und Kompressor.
Als Basismodell
kostet der Focus in der dreitürigen Variante mit 80-PS-Ottomotor ab
15.000 Euro. Der 109 PS starke 1.6er beginnt mit 17.250 Euro. Die fünftürigen
Varianten kosten 750 Euro Aufpreis, der Kombi 1.500 Euro gegenüber
dem Basismodell. Der 109 PS starke Kombi steht in der
Basisausstattung Ambiente ab 19.750 Euro in den Preislisten, in der
Ausstattung Style mit 21.250 Euro und als Econetic für 21.750 Euro,
was einem Econetic-Aufschlag von 500 Euro entspricht, die auch für
die fünftürige Variante gelten. Als Dreitürer oder Stufenheck ist
der 1.6 Econetic nicht verfügbar.
Auf
den Neuwagen gibt es für zwei Jahre die gesetzliche Sachmängelhaftung,
eine Neuwagengarantie sowie die Ford-Assistance-Mobilitätsgarantie,
12 Jahre gibt Ford auf die Karosserie gegen Durchrostung. Gegen
Aufpreis gibt es den FordProtect-Garantie-Schutzbrief u. a. mit
einer Erweiterung der Garantie bis zum 4. Jahr. Zur Wartung mit Ölwechsel
muss der 2-Liter-Focus alle 20.000 km (oder einmal im Jahr), zur
Inspektion alle 40.000 km oder alle zwei Jahre. Die Versicherungen
stufen den Fünftürer in die Typklassen 19 / 19 / 20 (KH
/ VK / TK) und den Kombi in 19 / 18 / 19 ein.
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