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Zwar hat das Ford
Focus Coupé-Cabriolet keinen eigenständigen Namen wie das
Golf-Cabrio Eos, aber dennoch verfügt er über ein eigenständiges
Design. Natürlich kann die Front den Focus (siehe auch Neuvorstellung,
Focus ST, Focus
FFV)
nicht verleugnen, aber
dem Rest der Karosserie hat der italienische Kleinserienspezialist
Pininfarina, der auch schon beim Streetka mit Hand anlegen durfte,
eine eigene Identität eingehaucht. Das oben offene Highlight der
Focus-Palette basiert auf der Studie „Focus Vignale Concept“,
die 2004 auf dem Pariser Automobil-Salon vorgestellt wurde, und ist
eine Gemeinschaftsentwicklung mit Pininfarina.

In guten 29
Sekunden verschwindet das zweiteilige Stahldach in der Karosserie.
Dank des elektrisch versenkbaren Hardtops lässt sich der kalte
Winter ebenso genießen wie Sonne und blauer Himmel im Sommer. Der
offene Focus steht ab März 2007 beim Händler, zu den 500
Blindbestellungen (Stand Oktober 2006) kommen monatlich 200 bis 300
hinzu.
Zwei Türen
bieten den Frontpassagieren guten Zugang zum Innenraum, nach hinten
ist der Einstieg auf zwei ausgeformte Einzelsitze nicht ganz so
einfach. Vorne, auf gut konturierten straffen Sportsitzen sind die
Platzverhältnisse sehr bequem, hinten allerdings sitzen Erwachsene
nicht wirklich komfortabel. Die Übersicht ist zwar geschlossen
nicht wirklich gut, aber besser als bei Stoffverdeck-Cabrios. Offen
ist die Sicht besser, aber auch hier etwas eingeschränkt durch die
hohe Heckpartie. Dank der weit nach hinten gezogenen Frontscheibe
und bei hochgefahrenen Fenstern hält sich der Windzug zumindest für
nicht allzu groß gewachsene Personen in Grenzen, ein Windschott
gibt es gegen Aufpreis. Der Kofferraum fasst offen 248 Liter,
geschlossen sind es sogar rekordverdächtige 534 Liter. Die maximale
Zuladung für das 4,51 m lange, als Diesel knapp 1,6 t schwere
Cabrio liegt bei 437 kg.

Einen guten
Eindruck macht der Innenraum sowohl von der Materialauswahl her als
auch in punkto Verarbeitung. Die Handhabung von Anzeigen und
Schaltern ist ergonomisch und logisch aufgebaut, so dass der Fahrer
vor keinerlei Problemen steht. Zwei Ausstattungslinien hat der Käufer
zur Wahl: die Basisversion Trend und die luxuriösere Version
Titanium. Ab der Basisversion kommt das Focus Cabrio mit
funkfernbedienter Zentralverriegelung, elektrisch einstellbaren und
beheizbaren Außenspiegeln, elektrischen Fensterhebern, einem
elektro-hydraulischen Stahlfaltdach, Sportsitzen vorn, Klimaanlage
und Bordcomputer sowie 16-Zoll-Stahlräder mit Radzierblenden. Die
Top-Ausstattung Titanium verfügt zudem über automatisch
abblendende Innenspiegel, eine Geschwindigkeitsregelung, eine
Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Regensensor und Lichtassistent,
Teillederpolsterung und 17-Zoll-Leichtmetallräder. An
aufpreispflichtigen Extras gibt es u. a. das Windschott, ein
Sportfahrwerk, das schlüsselfreie Zugangs- und Startsystem KeyFree
sowie verschiedene Mobiltelefon-Vorbereitungen, Audio- und
Navigationssysteme, eine Alarmanlage. ein Park-Pilot-System und
Bi-Xenon-Scheinwerfer oder ein adaptives Frontlicht-System
(mitlenkende Scheinwerfer) mit Halogenleuchten.

Zwei
Duratec-Benzinmotoren mit 100 und 145 PS sowie ein
Duratorq-Dieselmotor mit 136 PS stehen für das Focus Cabrio zur
Wahl. Wir fuhren den 2-Liter-TDCi mit serienmäßigem
Dieselpartikelfilter und Sechsgang-Schaltgetriebe. Selbst für einen
modernen Common-Rail-Diesel ist die Laufkultur noch hervorzuheben.
Sehr ruhig und vibrationsarm läuft er im Leerlauf. Auch der erste
Tritt aufs Gaspedal offenbart nicht den Selbstzünder, was auch oben
offen ein besonders ruhiges Fahrvergnügen verspricht. Ordentlich
zieht er los und überzeugt mit seiner Leistungsentfaltung, sobald
der den Drehzahlkeller überwunden hat. Sein maximales Drehmoment
von 320 Nm liegt schon diesel-typisch früh bei 2.000 U/min. an. Auf
die Vorderräder übertragen wird die Motorkraft beim Dieselmotor
von einer manuellen Sechsgang-Schaltung, die mit kurzen, knackigen
und präzisen Schaltwegen die wahre Freude ist.

Für die
Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 braucht der 136-PS-TDCi
genauso wie der 145-PS-Benziner gute 10,3 Sekunden. Als
Spitzengeschwindigkeit erreicht er 205 km/h (der Benziner 208 km/h).
Genügsamkeit verspricht der Verbrauch von 7,7 Litern
Dieselkraftstoff je 100 km innerorts, 4,9 Liter außerorts und 5,9
Liter im gemischten Verbrauch nach EU-Norm (alles
Herstellerangaben). Der 2-Liter-TDCi ist mit Dieselpartikelfilter
ausgestattet (serienmäßig) und erfüllt die Abgasnorm EU4.
Das Fahrwerk verfügt
natürlich über die sportlichen Qualitäten eines Focus. Einige
Detaillösungen wurden vom Focus ST übernommen, was ein besonders
stabiles und verwindungssteifes Chassis garantiert, allerdings mit
etwas mehr Komfort, als es der Top-Sportler
der Baureihe bieten
muss. Dafür wurde das Fahrwerk komplett neu abgestimmt. Guter
Geradeauslauf und eine eher direkt ausgelegte, präzise und gut
ansprechende Lenkung sorgen für jede Menge Fahrspaß. Das Fahrwerk
ist einigermaßen straff geraten, ohne jedoch den Komfort zu
vernachlässigen. Dabei gibt das Fahrwerk immer noch ausreichend Rückmeldung
vom Fahrbahnbelag. Agil und dynamisch gibt er sich auf der Straße,
dabei aber auch völlig unproblematisch im
Handling. Schnell gefahrene Kurven sind sein Terrain: hier blüht
er auf und zeigt sich von seiner besten Seite. Fast unbeirrbar hält
er die Spur und folgt der vom Fahrer vorgegebenen Bahn. Lediglich
ein minimales Untersteuern deutet das Nahen des Grenzbereichs an,
wenn der Fahrer es zu doll treibt. Serienmäßig steht das Focus
Cabrio in der Titanium-Ausstattung auf 17-Zoll-Rädern mit 205/50er
Reifen, die zu ausreichender Traktion, guter Seitenführung und
einer stabilen Straßenlage beitragen. Die Bremsen (Scheibenbremsen
rundum, vorne innenbelüftet) verzögern gut und standfest.
Das
auf der viertürigen Limousine basierende Cabrio bietet eine hohe
Karosseriesteifigkeit, hochfeste Stähle verstärken
spezifische Karosserieteile der Cabrio-Karosserie. Der Sicherheit
der Insassen dient eine verstärkte Sicherheitsfahrgastzelle mit zusätzlichen
Versteifungsprofilen in A-Säulen, Türen und Seitenstrukturen,
Seitenaufprallschutz, ein aktives Überrollschutzsystem, Kopfstützen
und Drei-Punkt-Gurte auf allen vier Sitzplätzen und das
Intelligente Sicherheitssystem IPS mit Front- und Seitenairbags
vorne, Sicherheitsgurtstraffer und –gurtkraftbegrenzer vorne sowie
Sicherheitspedalen. Isofix-Kindersitzhalterungen gibt es nur als
nachträglichen Einbau beim Händler, dafür aber ohne Aufpreis. An
elektronischen Helfern unterstützen den Fahrer ABS mit
elektronischer Bremskraftverteilung, Sicherheits-Bremsassistent
sowie ESP mit Antriebsschlupfregelung. Gegen Aufpreis gibt es eine
Alarmanlage (auch mit Innenraumüberwachung), ein Park-Pilot-System
sowie ein Notrad anstelle des serienmäßigen Reifen-Reparatur-Sets.
Zu haben ist das
Focus Coupé-Cabriolet ab März 2007 zu Preisen ab 23.569,18 Euro
(inkl. 19 % MWSt), der TDCi ab 27.954,74 Euro. An
aufpreispflichtigen Extras gibt es unter anderem die Lackierungen
Nero-Schwarz sowie diverse Metallic-Lacke, Geschwindigkeitsregelung,
Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Sportfahrwerk, das schlüssellose
Zugangs- und Startsystem KeyFree, ein Park-Pilot-System für hinten,
Diebstahl-Alarmanlage sowie verschiedene Audio- und
Kommunikationssysteme.
Ford
gibt zwei Jahre gesetzliche Sachmängelhaftung mit
Ford-Partner-Garantie, zwei Jahre Ford Assistance (Mobilitätsgarantie)
sowie zwölf Jahre Garantie gegen Durchrostung. Gegen Aufpreis können
diese Garantieleistungen verlängert werden (FordProtect
Garantie-Schutzbriefe). Zum Ölwechsel muss der offene Focus alle
20.000 km oder einmal im Jahr, zur Inspektion alle 60.000 km oder
alle zwei Jahre. Die Versicherung stufen das Modell in die Klassen
17 / 22 / 23 (KH / VK / TK) ein.
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