
Den Fiesta ST gibt es nur als
Dreitürer. Guten Zugang haben die Frontpassagiere, Easy Entry für den Einstieg hinten
gibt es nicht. Die Sportsitze vorne sind straff und gut konturiert, damit bieten sie
besseren Seitenhalt als das Basismodell. Platz ist
nicht üppig, aber für vier Leute völlig ausreichend. Der Laderaum fasst 268 Liter
Gepäck, 945 Liter sind es nach dem Umklappen der serienmäßig asymmetrisch geteilten
Rücksitzlehne bei dachhoher Beladung. Die erlaubte maximale Zuladung ist mit 453 kg
großzügig bemessen.

Auch im
Innenraum deutet mancher Zierrat wie Einstiegsleisten, Alu-Umrandungen für die Anzeigen,
Alu-Dekorleisten und Aluminium-Look-Frontblenden für Radio/CD-Spieler, Pedalerie mit
Edelstahl-Auflagen sowie ein Lederlenkrad im ST-Design auf das sportliche Topmodell hin,
der sportliche Anstrich ist insgesamt aber sehr zurückhaltend geraten. Das Interieur
überzeugt in punkto Materialauswahl und Verarbeitung. Das Cockpit ist sparsam
instrumentiert, was den Überblick und die Handhabbarkeit sehr erleichtert. Ablagen für
den nötigen Kleinkram gibt es zumindest für die Frontpassagieren in ausreichender
Anzahl, die Fondpassagiere müssen sich mit den Taschen auf den Rückseiten der
Vordersitze begnügen.
Mit der Ausstattungsvariante ST ist der
Fiesta jetzt in sechs verschiedenen Linien verfügbar: der Basis, Ambiente, Trend, Ghia,
Sport und ST. Der Basis-Fiesta ist ausgestattet mit einer höhenverstellbaren Lenksäule,
Servolenkung, von innen einstellbaren Außenspiegeln, getönter Wärmeschutzverglasung,
Stahlrädern mit Radzierblenden, Lederlenkrad, Spiegeln in beiden Sonnenblenden, einer
umklappbaren Rücksitzbank sowie mit einer asymmetrisch geteilt umklappbaren
Rücksitzlehne. Die Serienausstattung des sportlichen Topmodells ist natürlich weitaus
reichhaltiger und umfasst zusätzlich zur Ausstattung des Basismodells eine funkfernbediente Zentralverriegelung,
elektrische Fensterheber, elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel,
Nebelscheinwerfer, 16-Zoll-Leichtmetallräder, Klimaanlage, Sportsitze mit
Leder-Stoff-Polsterung und ein Audiosystem mit Radio und CD-Spieler sowie verschiedene
ST-Designelemente innen und außen. Aufpreis kosten der Dachspoiler, eine beheizbare
Frontscheibe, ein Schiebe-/Hubdach, die dritte Kopfstütze hinten, beheizbare Frontsitze
(nur Sitzfläche) oder Ledersitze sowie Aschenbecher und Zigarettenanzünder (anstelle des
serienmäßigen 12-Volt-Anschlusses) in der Mittelkonsole. Ebenfalls gegen Aufpreis
verfügbar sind 17-Zoll-Leichtmetallräder sowie eine Einparkhilfe hinten.
Der 2-Liter-Ottomotor stammt aus dem
Ford Focus (dort 145 PS) und wurde für die Fiesta ST optimiert. Mit seinen nun 150 PS
macht er einfach Spaß. Gut hängt der Motor am Gas und setzt den Tritt aufs Pedal
umgehend in Vortrieb um. Sehr flott ist man damit im Fiesta ST unterwegs. In punkto
Antritt und Durchzugsvermögen lässt er im immerhin über 1,1 t schweren Fiesta nichts
anbrennen. Die manuelle Fünfgang-Schaltung ist sportlich abgestimmt, mit kurzen
Schaltwegen und kurzer Getriebeübersetzung. Präzise, leichtgängig und zielgenau lässt
sich der Hebel durch die Schaltkulisse führen, dass es die wahre Freude ist.
Den Sprint von Null auf 100 km/h
absolviert der Fiesta ST in guten 8,4 Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit erreicht er
bei sportlichen 208 km/h, was ihm leichtes Spiel auf der Überholspur ermöglicht. Der
Verbrauch liegt mit 9,4 Litern Superkraftstoff je 100 km Stadtverkehr, 5,7 Litern
außerorts und 7,4 Litern im gemischten Verbrauch nach EU-Norm bei ökonomischer
Fahrweise, versteht sich im Durchschnitt ähnlicher Fahrzeuge (alles
Herstellerangaben). Der Motor erfüllt die Abgasnorm EU4.

Und hier ist auch fast das
Autoscooter-Feeling wieder, das ich im Basis-Fiesta
so vermisst hatte. Das knackig-straffe Sportfahrwerk gleicht vom Grundprinzip mit
McPherson-Federbeinen und unteren Querlenkern vorne und einer Verbundlenkerachse mit
progressiver Spursteuerung hinten natürlich dem normalen Fiesta, verfügt aber über eine
straffere Feder-Dämpfer-Abstimmung, einem versteifteren Fahrwerksrahmen sowie über eine
leicht geänderte Geometrie der vorderen Radaufhängung, um mehr Grip zu generieren. Die
Lenkung des Fronttrieblers ist sehr direkt ausgelegt (direktere Übersetzung der
Servolenkung im Vergleich zum Basis-Fiesta), was zur Dynamik
und Agilität des sportlichen Kleinwagens ungemein beiträgt. Die sportliche
Fahrwerksabstimmung lässt aber auch den Fahrkomfort nicht ganz außer acht. Sicher und
spurtreu fegt der Fiesta ST um scharf gefahrene Kurven, die breiten Reifen bieten
exzellenten Seitenhalt. ESP gehört in diesem Fiesta zur Serienausstattung.
Serienmäßig
steht der Fiesta ST auf 16-Zoll-Rädern mit 195/45er Reifen. Die breiten Reifen
garantieren gute Seitenführung und tragen zu guten Bremswegen bei. Die großen Reifen
bieten Platz für eine größer dimensionierte Bremsanlage mit Scheibenbremsen rundum,
vorne innenbelüftet, Bremskraftverstärker und Bremsassistent helfen im Notfall einer
Vollbremsung etwas nach.
Im Falle eines Unfalles schützen
die Sicherheitsfahrgastzelle mit Seitenaufprallschutz, Anti-Dive-Sicherheitssitze,
Drei-Punkt-Gurte auf allen fünf Sitzplätzen, höhenverstellbare Kopfstützen auf allen
Außenplätzen sowie Front- und Seitenairbags für die Frontpassagiere. Die dritte
Kopfstütze hinten sowie Kopf-Schulter-Airbags für vorne und hinten gibt es optional. Die
Kindersitzvorrüstung Isofix ist nicht verfügbar. Den Fahrer unterstützen ABS mit
elektronischer Bremskraftverteilung, ein Sicherheits-Bremsassistent sowie ESP (mit
Antriebsschlupfregelung), die bei dem sportlichen ST-Modell mit seinen 150 PS Serie sind.
Ab 10.600 Euro bekommt man einen Fiesta
mit 60 PS in Basisausstattung. Das 150 PS starke sportliche Spitzenmodell Fiesta ST steht
ab 18.025 Euro in der Preisliste. Aufpreis kosten eine Lackierung in Metallic oder
Colorado-Rot, Dachspoiler, eine beheizbare Frontscheibe, ein Schiebe-/Hubdach, die dritte
Kopfstütze hinten, beheizbare Frontsitze oder Ledersitze.
Der
Ford-Händler gibt eine zweijährige Ford-Partner-Garantie auf Basis der gesetzlichen
Sachmängelhaftung. Zwölf Jahre Garantie gibt es gegen Durchrostung. Eine
Mobilitätsgarantie gibt Ford für zwei Jahre ab Erstzulassung. Gegen Aufpreis können
Ford Partner Garantie und Mobilitätsgarantie bis zum fünften Jahr verlängert werden
(Ford Protect Garantie-Schutzbrief plus). Alle 60.000 km muss der Fiesta zur Inspektion,
alle 20.000 km oder einmal im Jahr sind Ölwechsel und Sicherheitskontrolle nötig. Die
Versicherungen stufen das Modell in die Typklassen 17 / 24 / 25 (KH / VK / TK, nach der
neuen Struktur in der Fahrzeugversicherung) ein.
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