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Er fällt
definitiv auf! Die super-kastige Form auf kleinem Grundriss täuscht
darüber hinweg, dass wir es hier mit einem Kompakt-Van (oder doch
eher Mini-Van?) von nur 3,80 m
Länge und 1,69 m Breite zu tun haben. Auch seine 1,64 m Höhe
fallen als Zahl nicht wirklich aus dem Rahmen. Ob man den Daihatsu
Materia schön findet, ist Geschmackssache, darüber lässt sich
nicht streiten. Ein extravagantes Design muss man ihm aber
zweifellos zugestehen. Was der kompakte Japaner kann, zeigte eine
erste Ausfahrt mit einem 1,5-Liter-Exemplar.
Von außen ist er
trotz seiner massiven Optik sehr kompakt, im Innenraum dafür aber
überraschend geräumig. Fünf Türen bieten einen guten Zugang für
Passagiere und Gepäck. Fünf Passagiere finden in den beiden
Sitzreihen großzügige Platzverhältnisse, auch wenn man sich natürlich
auf der Rückbank mit drei Erwachsenen schon etwas näher kommt. Die
Rückbanklehne ist neigungsverstellbar, die komplette Rückbank um
16 cm längs verschiebbar: Das ermöglicht eine flexible Anpassung
des Innenraumes an verschiedene Transportbedürfnisse. Die Rücksitzlehnen
sind asymmetrisch geteilt umklappbar, der Laderaum erhöht sich dann
von 294 auf 619 Liter (bis Fensterunterkante). Maße für die vollständige
Nutzung des Innenraumes – hier steht eine Laderaumlänge von
immerhin 2,20 m bis hinter die Vordersitze zur Verfügung – gibt
es leider nicht. Der Innenraum wirkt schlicht, funktional und ist
gut verarbeitet. Die eher sparsame Instrumentierung ist übersichtlich,
Regler und Schalter sind leicht zu bedienen.

Die Ausstattung
richtet sich nach Motor und Antriebskonzept (Frontantrieb oder
Allrad), unterscheidet sich aber nur minimal voneinander. Serienmäßig
verfügt der Materia unter anderem über eine Zentralverriegelung
mit Funkfernbedienung, elektrisch einstellbare Außenspiegel, eine wärmedämmende
Colorverglasung, 15-Zoll-Leichtmetallräder, dunkel getönte
Heckscheibe und Seitenscheiben hinten, elektrische Fensterheber
rundum, Klimaanlage und ein RDS-CD-Radio. Die Modelle 1.3 und 1.5
Eco 4WD haben zudem eine Frontscheibenrahmenheizung als
Serienausstattung extra, dafür ist der 1.5 auch mit einem
Automatik-Getriebe verfügbar. Ohne Aufpreis gibt es die Lackierung
Callaweiß, die Perleffekt-Lackierungen kosten extra. Ebenso nur als
Sonderausstattung gibt es Kopfairbags für alle Modelle und eine
Elektronische Stabilitäts- und Traktionskontrolle, letzteres aber
nur für das 1.5er Modell.

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Angeboten wird
der Materia mit einem 1,3- und einem 1,5-Liter-Ottomotor mit 91 bzw.
103 PS. Der 1,5-Liter-Motor ist in punkto Antritt, Durchzugsvermögen
und Leistungsentfaltung ein adäquater Begleiter. Natürlich reißt
er keine Bäume aus, aber für knapp eine Tonne Leergewicht ist er völlig
ausreichend dimensioniert. In 10,8 Sekunden sprintet er von Null auf
Tempo 100, seine Höchstgeschwindigkeit erreicht er bei 170 km/h.
Dank guter Dämmung zum Motorraum zeigt der Motor erst bei höheren
Drehzahlen im Innenraum spürbare Präsenz.

Das serienmäßige
Fünfgang-Schaltgetriebe schaltet sich präzise und gängig und
harmoniert in seiner Abstufung gut mit dem Motor. Die Getriebeübersetzung
ist sehr lang und auf Kraftstoffökonomie hin ausgelegt, Temperament
kann dafür aber nicht erwarten. Wie alle Fahrzeuge von Daihatsu
fahren auch die Materia-Modelle mit Normalbenzin. Im Verbrauch liegt
der alles andere als aerodynamisch gestylte Van bei 8,9 Litern je
100 km innerorts, 6,1 Litern außerorts und 7,2 Liter im gemischten
Verbrauch nach EU-Norm (alles Herstellerangaben), Der Motor erfüllt
die Abgasnorm EU4, der CO2-Ausstoß beträgt 169 g pro km.
Der
1,5-Liter-Motor ist auch mit automatisch zuschaltbarem Allradantrieb
mit Viskokupplung zu haben, wir fuhren allerdings die
frontgetriebene Variante. Der Geradeauslauf ist nicht zu
beanstanden. Die Lenkung ist eher direkt ausgelegt, wirkt aber um
die Mittellage etwas schwammig. Der Materia ist erstaunlich agil im
Handling.
Das
Fahrwerk bietet eine gute Mischung aus Komfort und Sicherheit bei
erstaunlich wenig Seitenneigung. Problemlos meistert der kompakte
Japan-Van enge Kurven auch mit etwas mehr Tempo, plötzliche
Spurwechsel bringen ihn nicht aus der Ruhe. Ein leichtes Schieben über
die Vorderräder zeigt dem Fahrer rechtzeitig an, wenn sich die
Grenzen der Fahrphysik nähern.
Serienmäßig
steht der Materia in allen Motorvarianten auf 15-Zoll-Rädern mit
185/55er Reifen. Die Bremsen (Scheibenbremsen vorne, Trommelbremsen
hinten) packen ordentlich zu und verzögern prompt und standfest.
ABS mit Elektronischer Bremskraftverteilung EBD und Bremsassistent
gehören zur Serienausstattung. Die Elektronische Stabilitäts- und
Traktionskontrolle VST + TRC (zu Deutsch: ESP und
Antriebsschlupfregelung) sind nur für den Materia 1.5 und hier auch
nur gegen Aufpreis verfügbar.
Zur
Sicherheit der Insassen hat Daihatsu dem Materia eine hochfeste
Sicherheitskarosserie mit Aufprallenergie abbauenden
Verformungszonen und Seitenaufprallschutz in den Türen mitgegeben.
Im Innenraum dienen Drei-Punkt-Sicherheitsgurte und höhenverstellbare
Kopfstützen auf allen fünf Plätzen, Front- und Seitenairbags
vorne sowie Isofix-Kindersitzbefestigungen auf der Rückbank dem
Insassenschutz. Der Beifahrerairbag ist abschaltbar, so dass hier
auch Kindersitze gegen die Fahrtrichtung montiert werden können.
Kopfairbags gibt es in allen Motorisierungen nur gegen Aufpreis.
Ab 14.490 Euro
steht der Materia in den Preislisten der Händler, mit
1,3-Liter-Basismotor und Grundausstattung. Den Materia 1.5 gibt es
ab 15.490 Euro, mit Allrad-Antrieb ab 16.490 Euro. Aufpreis kosten
eine Perleffekt-Lackierung, Kopfairbags sowie eine Elektronische
Stabilitäts- und Traktionskontrolle. Optional verfügbar ist für
den 1.5 außerdem ein Automatik-Getriebe.

Daihatsu
gibt eine dreijährige Neuwagen-Garantie (bis 100.000 km) inkl.
Mobilitätsgarantie, drei Jahre auf den Lack sowie acht Jahre auf
die Karosserie gegen Durchrostung. Gegen Aufpreis ist eine
Garantieverlängerung auf bis zu fünf (oder bis max. 150.000 km) möglich.
Zum Service muss der Materia alle 15.000 km oder einmal jährlich.
Die Versicherungen stufen das Modell in die Typklassen 14 / 19 / 15
(KH / VK / TK) ein.
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