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Wo
sonst in dieser Klasse eher Retro-Design angesagt ist, wagt sich
Citroen mit dem eher futuristisch gestylten DS3 auf den Markt.
Wettbewerber sind jene Kleinwagen, die im Lifestyle-Segment
positioniert sind – wie zum Beispiel der BMW Mini, Alfa
MiTo oder Fiat 500. Der
Citroen DS3 basiert technisch auf der zweiten Generation des Citroen
C3 (seit 2009), von der er sich jedoch äußerlich unterscheidet.
Optisch wurde hier die 2009er Studie Citroen DS Inside umgesetzt.
Mit „DS“ bezeichnet Citroen heutzutage Modelle mit einem
besonders luxuriösen Anspruch – in Anlehnung an die historischen
„DS“-Modelle. Seit dem Frühjahr 2010 ist der DS3 auf dem Markt.
Eine kurze Ausfahrt im DS3 VTi120 mit 1,6-Liter-Ottomotor und 120 PS
vermittelte erste Eindrücke.
Mit seinen 3,95 m
ist er genau 7 mm länger als der aktuelle C3. Der Dreitürer bietet
eigentlich nur den Frontpassagieren optimalen Zugang. Die Übersicht
ist nach hinten gar nicht schlecht, nach vorne braucht es allerdings
etwas Fingerspitzengefühl einzuschätzen, wo die Karosserie zu Ende
ist. Optional ist hier eine Einparkhilfe hinten vorhanden. Vorne
sitzt man einigermaßen geräumig auf komfortablen, gut konturierten
Polstern. Hinten ist das Platzangebot für einen Kleinwagen
angemessen: Mit drei Leuten kommt man sich schon recht nahe. Der
Laderaum fasst 285 Liter. Durch Umlegen der serienmäßig
asymmetrisch geteilt umklappbaren Rückbanklehen lässt sich das Gepäckabteil
bis hinter die Rücksitze erweitern. Schwarze Klavierlack-Dekoreinsätze
verraten im Innenraum die SoChic-Ausstattung. Materialqualität und
Verarbeitung sind vom Premium-Anspruch noch ein wenig entfernt. Der
verspielte Innenraum ist nicht ganz so ergonomisch, wie ihn sich ein
Fahrer, der seine Aufmerksamkeit lieber der Straße widmet, wünschen
würde.

Die
Basisausstattung Chic ist nur für den 1,4-Liter-Basismotor verfügbar
und ist schon sehr umfangreich. Sie umfasst eine funkfernbediente
Zentralverriegelung, elektrisch einstellbare Außenspiegel,
elektrische Fensterheber, CD-Radio, Bordcomputer, Lederlenkrad,
Geschwindigkeitsregelung und Geschwindigkeitsbegrenzer,
Nebelscheinwerfer sowie 16-Zoll-Stahlräder mit Radzierblenden.
Fahrersitz und Lenkrad sind in Höhe und Reichweite verstellbar. Die
Sonnenblenden für Fahrer und Beifahrer sind mit Spiegeln bestückt.
Über der Linie Chic rangieren SoChic und als sportliche Spitze
SportChic sowie für den Diesel Ultra-Prestige. Unsere
SoChic-Variante hat serienmäßig zusätzlich zur Basisausstattung
u. a. eine Ambientebeleuchtung für Fußraum und Mittelkonsole, eine
Klimaanlage, Privacy Glass (abgedunkelte Scheiben) hinten,
LED-Tagfahrlicht sowie (außer beim Basis-Diesel)
16-Zoll-Leichtmetallfelgen mit an Bord. Auch der Beifahrersitz ist
nun höhenverstellbar, die Sonnenblenden auf beiden Seiten
beleuchtet. Das optionale Selection-Paket umfasst eine
Klimaautomatik, Fahrlichtautomatik, Regensensor, automatisch
abblendende Innenspiegel, elektrisch anklappbare und beheizbare Außenspiegel,
eine Einparkhilfe hinten und eine Mittelarmlehne vorne. Weitere
Extras gibt es ab der SportChic-Ausstattung (oder gegen Aufpreis),
so zum Beispiel ein Navigationssystem, Sportsitze oder
Lederausstattung.

Die Motoren der
Baureihe stammen aus dem PSA-Konzernregal. Unser
1,6-Liter-Benzinmotor mit 120 PS ist die Saugvariante des 1.6ers,
zwei Turbo-Benzindirekteinspritzer mit 156 und 207 PS runden die
Ottomotoren-Palette nach oben hin ab. Einstiegsmotor ist ein
1,4-Liter-Sechzehnventiler mit 95 PS. Ein Common-Rail-Diesel mit 1,6
Litern Hubraum rundet mit zwei Leistungsstufen (92 und 112 PS) das
Motorenprogramm der Baureihe ab. Mit der nur gut 1,2 t schweren
Karosserie hat der 120-PS-Motor ein ausreichend leichtes Spiel.
Ordentlich im Antritt, angemessen in Durchzug und
Leistungsentfaltung ist der Kleinwagen ein angenehmer Begleiter.
Angemessen ist seine Laufruhe, die Dämmung zum Motorraum ist
ausreichend. Der Motor nimmt gut Gas an und dreht freudig hoch. Das
maximale Drehmoment von 160 Nm liegt erst bei 4.250 U/min. an. Kurze
Schaltwege und eine präzise Linienführung kennzeichnen das
manuelle Fünfgang-Schaltgetriebe. Aus dem Stand auf Tempo 100
beschleunigt der VTi120 in 8,9 Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit
erreicht er bei 190 km/h. Im Verbrauch ist er im Stadtverkehr kein
Sparfuchs: 7,9 Liter Superbenzin schluckt er je 100km. Besser sind
die Werte außerorts: Hier begnügt er sich mit 4,8 Litern, im
Durchschnittsverbrauch nach EU-Norm sind es 5,9 Liter (alles
Herstellerangaben, ermittelt auf 16-Zoll-Rädern unter
Idealbedingungen auf dem Rollenprüfstand). Der Motor erfüllt die
Abgasnorm EU5, der CO2-Ausstoß beträgt 136 g pro km.
Der Fronttriebler
ist wendig und verfügt über einen guten Geradeauslauf. Die Lenkung
ist leichtgängig und präzise, hat aber um die Mittellage etwas
Spiel. Komfortabel ist das Fahrwerk ausgelegt, was den Kleinwagen
aber in Kurven eher schwerfällig wirken lässt. Sicher absolviert
er plötzliche Ausweichmanöver. An die Leichtfüßigkeit manch
anderer Kleinwagen kommt er aber nicht heran. Serienmäßig steht
der DS3 auf 16-Zoll-Rädern (als SoChic
sind es sogar Leichtmetallräder) mit 195/55er Reifen. Die
Scheibenbremsen rundum (vorne innenbelüftet) verzögern gut und
sicher.
Die
Sicherheitskarosserie mit hochstabiler Fahrgastzelle ist mit Kopfstützen
und Drei-Punkt-Gurten für alle fünf Sitzplätze, Front- und
Seitenairbags vorne, Kopfairbags vorne und hinten sowie zwei
Isofix-Kindersitzhalterungen hinten ausgestattet. Der
Beifahrerairbag ist deaktivierbar, damit Kindersitze dort auch gegen
die Fahrtrichtung montiert werden können. Im EuroNCAP nach den
neuen Bewertungsnormen (seit 2009) erreichte der DS3 das Maximum von
fünf Sternen für seine Sicherheit. Das neue System berücksichtigt
neben Insassen- und Kindersicherheit sowie Fußgängerschutz auch
die serienmäßige Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs mit
Fahrassistenzsystemen. Serienmäßig an Bord ist, was heutzutage zum
Standard zählt: ABS mit Elektronischer Bremskraftverteilung und
Bremsassistent, das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP und die
Antriebsschlupfregelung ASR.
Ab 15.300 Euro
ist der DS3 zu haben, in Basisausstattung Chic und mit 95 PS starkem
1,4-Liter-Benzinmotor. Alle höheren Motorisierungen sind erst ab
der zweiten Ausstattungslinie SoChic verfügbar. Unser VTi120 SoChic
steht ab 17.700 Euro in den Preislisten der Händler. Aufpreis
kosten verschiedene Pakete mit Sonderausstattung, Navigationssystem,
Metallic- oder Sonderlackierungen sowie eine zweifarbig lackierte
Karosserie.

Citroen gibt eine
zweijährige Neuwagengarantie inkl. Mobilitätsgarantie, 3 Jahre auf
den Lack sowie 12 Jahre auf die Karosserie gegen Durchrostung. Gegen
Aufpreis gibt es Garantieverlängerungen und Wartungs-Pakete (ggf.
inkl. Verschleißteile). Zum Service muss der DS3 alle 30.000 km
(als Benziner, Diesel: 20.000 km) oder einmal in zwei Jahren. Die
Versicherungen stufen das Modell in die Typklassen 16 / 17 / 19 (KH
/ VK / TK) ein.
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