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Eleganter und
dynamischer ist er geworden im Design. Filigraner, aber auch
markanter wirkt das immer noch kraftvolle Heck. Nach gut sieben
Jahren Laufzeit löst seit dem 24. Mai 2008 die zweite Generation
des Citroën C5 seinen Vorgänger ab. Erste Eindrücke sammelten wir
auf einer kurzen Ausfahrt mit einem C5 Tourer.
„Tourer“
nennt sich heutzutage die Kombi-Version. Auf annähernd der gleichen
Karosserielänge wie beim Vorgänger (minus 1 cm) bieten fünf Türen
exzellenten Zugang zum Innenraum. Mehr Breite (plus 8 cm) und mehr
Radstand (plus 7 cm) sorgen im Passagierraum für mehr Luft. Die Übersicht
über die Karosserie ... äh, ein optionales Technik-Paket mit u. a.
einer Einparkhilfe vorne und hinten ist unbedingt zu empfehlen!

Das Platzangebot
ist in beiden Reihen sehr großzügig bemessen. Sportlich
konturierte Sitze bieten den Frontpassagieren straffen Sitzkomfort
und guten Seitenhalt. Geschrumpft ist der Laderaum, der jetzt unter
der Laderaumabdeckung nur noch 533 Liter mit Pannenset (505 Liter
mit Ersatzrad) fasst; der Vorgänger bot 563 Liter. Über das
Fassungsvermögen dachhoch bei umgeklappten Rücksitzen (serienmäßig
asymmetrisch geteilt) macht Citroën keine Angabe, aber auch dieses dürfte
weniger üppig ausfallen als beim Vorgänger (vorher 1.658 Liter).
Das schicke, filigrane Heck kostet halt seinen Preis. Dafür ist die
Ladefläche aber immerhin topfeben. Am maximaler Zuladung sind etwa
546 kg möglich. Ein Schalter im Kofferraum ermöglicht bei den
Modellen mit Hydraktiv-Federung, die Ladekante um 6 cm zu erhöhen
oder zu senken. Ein Nutzlaster ist es nicht, auch wenn die niedrige
Ladekante das Einladen sehr erleichtert. Dann schon eher ein
Lustlaster ...

Materialqualität
und Verarbeitung im Innenraum überzeugen. Das Cockpit ist übersichtlich
gestaltet und gut zu bedienen. In vier Ausstattungsvarianten steht
der C5 zur Wahl. Die Basisausstattung Style, in der nur
Basisbenziner und Basisdiesel verfügbar sind, bietet schon sehr
viel Komfort mit einer funkfernbedienten Zentralverriegelung,
elektrischen Fensterhebern rundum, elektrisch einstellbaren und
beheizbaren Außenspiegeln, Dachreling,
Sonnenschutz-Windschutzscheibe, Geschwindigkeitsregler und –begrenzer,
Bordcomputer mit Multifunktionsdisplay, Klimaautomatik mit Lüftungsdüsen
im Fond, Lederlenkrad, Tagfahrlicht sowie 16-Zoll-Stahlfelgen mit
Radzierblenden. Die Ausstattungslinie Confort umfasst darüber
hinaus Features wie ein Gepäcktrennnetz, elektrisch anklappbare Außenspiegel,
Nebelscheinwerfer, CD-Radio mit mp3-Funktion sowie eine
Zwei-Zonen-Klimaautomatik und eine Skiklappe in der Rücksitzlehne.

Verschiedene Ausstattungsoptionen sind in Paketen zusammengefasst:
Komfort-Paket, vier Variationen von Technik-Paketen, verschiedene
Business-Pakete, ein Luxus-Paket und ein Hifi-Paket. Einige dieser
Pakete bieten auch mehr oder weniger deutliche Preisvorteile gegenüber
Einzelkomponenten. Einige Features (z. B. Einparkhilfen,
Fahrlichtautomatik und Regensensor) sind allerdings auch nur in
Paketen erhältlich.
Das „HDi 135“
stapelt ein bisschen tief: Es steht für den 136 PS starken
CommonRail-Dieselmotor aus dem PSA-Konzernregal, der außer bei Citroën
auch in verschiedenen Peugeot-Modellen zum Einsatz kommt.
In Antritt und Durchzug ist der C5 recht ordentlich, der
Motor hat aber mit der über 1,7 t schweren Karosserie kein leichtes
Spiel. Sportliches Temperament darf man von ihm nicht erwarten. Viel
eher ist das gelassene Gleiten seine Wildbahn, als komfortable
Reiselimousine empfiehlt er sich. Zumal er zwar den Selbstzünder
nicht verleugnen kann, aber doch mit einer ordentlichen Laufkultur
zu Werke geht. Das manuelle Sechsgang-Schaltgetriebe schaltet sich
leichtgängig und präzise. Die Getriebeübersetzung ist anscheinend
etwas lang geraten, um die Trinkmanieren gesittet zu halten. Dafür
zieht der C5 dann auch ein bisschen zäh.

Für die
Beschleunigung von Null auf Tempo 100 braucht der Tourer 12,1
Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit
erreicht er bei 200 km/h. Der Verbrauch hält sich angesichts des üppigen
Gewichts in akzeptablen Grenzen: 8 Liter Dieselkraftstoff sind es je
100 km im Stadtverkehr, 5 Liter außerorts und 6,1 Liter im
gemischten Verbrauch nach EU-Norm (alles Herstellerangaben,
ermittelt unter Idealbedingungen auf dem Rollenprüfstand). Der
Motor erfüllt die Abgasnorm EU4, der CO2-Ausstoß beträgt 160 g
pro km, ein guter Wert in dieser Fahrzeugklasse. Damit verfehlt er
die von Citroën selbst gesetzte Grenze, den Umweltstandard Airdream
zu erreichen, nur um 2 g/km. Und natürlich gibt es den Franzosen
mit serienmäßigem Dieselpartikelfilter FAP.
Der C5 überträgt
die Motorkraft über die Vorderachse auf die Fahrbahn. Tadellos ist
sein Geradeauslauf. Die Lenkung arbeitet gefühlvoll und leichtgängig:
Präzise setzt sie die Anweisungen des Fahrers um. Über
eine Stahlfederung verfügen nur die Basismotoren (1.8 16V und HDi
110). Die höheren Motorisierungen kommen alle serienmäßig mit der
hydropneumatischen Federung Hydractive III+. Die Hydropneumatik hat
bei Citroën Tradition, bereits seit 1955 in der legendären Göttin
(Citroën DS) bieten die Franzosen diese Technik in Serie an.
Experimentiert wurde mit der Hydropneumatik allerdings schon 1953 im
Citroën 15CV. Natürlich wurde sie im Laufe der Jahrzehnte weiter
entwickelt: In den Anfängen war sie noch rein mechanisch,
mittlerweile wird sie mit Sensoren und elektronischen
Rechnersystemen ergänzt. So ist es möglich, die
Fahrwerksabstimmung in Sekundenbruchteilen an die Erfordernisse von
Fahrstil und Fahrbahn anzupassen. Bei Autobahntempo legt die
Hydropneumatik das Fahrwerk leicht tiefer, um Aerodynamik und Straßenlage
zu verbessern. Damit bleibt das Fahrzeug beherrschbarer bis an den
recht hoch angesiedelten Grenzbereich. Die Dämpfung erfolgt auch
lastabhängig, da ein schwerer beladenes Fahrzeug in kritischen
Situationen anders reagiert. Komfortabel ist die Abstimmung auf
gerader Strecke, auch grobe Unebenheiten bügelt das Fahrwerk souverän
glatt. Straffer geht es dann in die Kurven, um die Bodenhaftung und
die Seitenführung zu verbessern. Wer es lieber straffer mag, kann
den Sport-Modus wählen, dann reagiert das Fahrwerk insgesamt etwas
sportlicher. Entsprechend unproblematisch ist der C5 auch im
Handling: Flott gefahrene Kurven meistert er spurtreu und sicher.
Leichtfüßig weicht er dem Hindernis aus, um hinterher genau so
locker in die alte Spur zurückzugleiten. Bei der flotten Kurvenhatz
macht sein Fahrverhalten seiner dynamischen Erscheinung alle Ehre!
In
der Confort-Ausstattung steht der HDi 135 auf 16-Zoll-Rädern mit
225/60er Reifen. Die Scheibenbremsen rundum (vorne innenbelüftet)
verzögern ordentlich, sicher und spurtreu. Ab der
Confort-Ausstattung gibt es eine Elektrische Parkbremse sowie eine
Berganfahrhilfe serienmäßig, allerdings nicht für die beiden
Basismotoren.
Für
die Sicherheit der Insassen hat Citroën dem C5 eine versteifte
Karosseriestruktur, die Aufprallenergie gezielt abbaut, mit verstärkter
Fahrgastzelle, Kopfstützen und Drei-Punkt-Gurte auf allen Sitzplätzen,
Front- und Seitenairbags vorne, ein Knieairbag für den Fahrer,
Kopf-Schulter-Airbags vorne und hinten, Isofix-Kindersitzvorrüstungen
hinten, Sicherheitspedale und Sicherheitslenksäule mitgegeben. Eine
Isofix-Kindersitzvorrüstung auf dem Beifahrersitz gibt es ab der
Confort-Ausstattung serienmäßig, und Seitenairbags hinten kann man
auch erst ab der Confort-Ausstattung gegen Aufpreis zuordern. Im
EuroNCAP erreichte der C5 Anfang des Jahres 5 Sterne für
Insassenschutz, 4 Sterne für Kindersicherheit und 2 Sterne für Fußgängerschutz.
Den Fahrer unterstützen Assistenzsysteme wie ABS mit Elektronischer
Bremskraftverteilung EBV und Bremsassistent und das Elektronische
Stabilitätsprogramm ESP mit Antriebsschlupfregelung ASR. Gegen
Aufpreis kann man die Sicherheit ab der Confort-Ausstattung mit dem
AFIL-Spurhalteassistenten (Vibrationen im Fahrersitz warnen beim Überfahren
einer durchgezogenen Linie ohne Blinker) sowie mitlenkenden
Bi-Xenon-Scheinwerfern erhöhen. Serienmäßig an Bord ist ein
Reparaturkit für die Reifen mit Pannenspray, gegen Aufpreis gibt es
ein Ersatzrad. Wer Leichtmetallräder ordert, bekommt eine
Reifenluftdruck-Überwachung dazu, die die Montage von Reifen mit
Notlaufeigenschaften ermöglicht. Eine Alarmanlage gibt es nur für
die Topversion Exclusive – und dort auch nur gegen Aufpreis.
Ab 21.990 Euro
ist der Citroën C5 zu haben, der Kombi mit der Bezeichnung Tourer
liegt um 1.100 Euro darüber. Den HDi 135 gibt es erst ab der
Confort-Ausstattung, in der Tourer-Version zu Preisen ab 28.450
Euro. Aufpreis kosten eine Zweischicht-Metallic-Lackierung,
Leichtmetallräder, ein Panorama-Glasdach, eine Sitzheizung für die
Vordersitze sowie ein Navigationssystem mit 7-Zoll-Bildschirm und
eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung (aber nicht mit dem Navi
bestellbar). Die meistens Extras sind für die Basisausstattung
nicht verfügbar und können erst ab der Confort-Ausstattung
mitgenommen werden.
Citroën gibt eine
zweijährige Neuwagen- und Mobilitätsgarantie, drei Jahre auf den
Lack sowie zwölf Jahre auf die Karosserie gegen Durchrostung. Gegen
Aufpreis gibt es die Möglichkeit, Neuwagen- und Mobilitätsgarantien
bis zum Ablauf des fünften Jahres zu verlängern. Zum Service muss
der C5 HDi 135 alle 20.000 km oder einmal im Jahr. Zwischen 1.500
und 2.500 km muss der Wagen allerdings wegen der Garantie zu einem
ersten – kostenlosen – Check in die Markenwerkstatt. Die
Versicherungen stufen das Modell in die Typklassen 18 / 19 / 21 (KH
/ VK / TK) ein.
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