Die gute Nachricht zuerst: Es gibt ihn
nicht nur in insgesamt vier Schattierungen von Silbergrau und Schwarz, sondern auch in
Farbe: Amulettrot, Steppengras Perleffekt (Dunkelgrün) sowie in Denimblau Perleffekt, in
dem unser Testwagen vorfuhr. Der permanente Allradantrieb qualifiziert ihn als
quattro-Modell. Motorisiert war das TT Coupé mit dem Einstiegsmotor, dem kleineren der
1.8-Liter-Turbo-Benziner mit 180 PS. Der größere 1.8T ist nur für den quattro zu haben
und verfügt über 225 PS.

Das Blau der rundlichen Außenhaut setzt
sich im Innenraum mit denimblauen Ledersitzen, blauen Teppichen und Verkleidungen fort.
Die Armaturenbrett-Oberseite ist Schwarz, ein angenehmer Kontrast. Liebevoll gestaltet ist
das Cockpit mit netten Alu-Details und Applikationen, die "farbige" Akzente
setzen und den Sportwagen unterstreichen. Dabei ist die Anordnung der Schalter und
Anzeigen aufgeräumt, ist ihre Bedienung problemlos zu handhaben.
Die Sportsitze sind angenehm straff, gut
konturiert und geben guten Seitenhalt. Die Sitzposition ist sportlich tief, die
Sitzfläche relativ schmal. Die Sitze sind höhenverstellbar. Nichts für Riesen ist das
Coupé wegen des flachen Daches. Die zweite Reihe ist bestenfalls was für Kinder: Die
Rückbank ist freigegeben als Kindersitz der Gruppe 3 (für Kinder zwischen 6 und 12
Jahren). Größere Kinder sollten dort aber vermutlich auch nicht sitzen: Ab einer
gewissen Größe stößt hier der Kopf an seine Grenzen oder vielmehr an die früh
flach abfallende Heckklappe. Und Kopfstützen gibt es hinten ohnehin nicht.

Die Ausstattung ist vom Feinsten:
Klimaautomatik und Sitzheizung vorn sind Serie, Sportlederlenkrad sowie ein
Schalthebelknauf mit Lederummantelung und Aluminiumring sorgen für das richtige Gefühl
in der Hand. Die Leder-/Alcantara-Sportsitze sind ebenfalls Serie, Ledersitze kosten
Aufpreis. Stau- und Ablageraum bieten das Handschuhfach, Netze an den Türen sowie ein
Fach vor dem Schaltknüppel auf dem Mitteltunnel.
Die Heckbanklehne ist mittig geteilt
umklappbar. Der Laderaum fasst 270 bis bei komplett umgeklappter Rückbanklehne
540 Liter Gepäck. Verzurrösen im Kofferraum erleichtern das Sichern der Ladung.
Für zwei Personen ist der Wagen fast schon alltagstauglich, auch wenn die Ladehöhe dank
der flach abfallenden Heckklappe nicht gerade toll ist.

Der 1,8-Liter-Turbo-Benziner stellt in der
180-PS-Version schon einen guten Einstieg für das sportliche Coupé dar. Der Antritt ist
gut, der Durchzug nach der Turbogedenksekunden auch. Sehr gut ist seine Laufruhe:
vibrationsarm und ohne den Drang, sich akustisch in den Vordergrund zu drängen,
verrichtet er seine Arbeit. Auch Windgeräusche sind an der Karosserie kaum zu vernehmen,
was das flottere Reisen wirklich angenehm macht.

Die Schaltung ist klasse: kurz und knackig
lässt sich der Schalthebel durch die sechs Gänge manövrieren, dass es die wahre Freude
ist. Allerdings braucht man die Schaltung auch im Stadtverkehr nicht ständig, da der
Motor über ausreichend Durchzugsvermögen auch in niedrigen Drehzahlregionen verfügt und
sich schön schaltfaul fahren lässt.
Aus dem Stand auf Tempo 100 sprintet das
allradgetriebene Coupé in 7,9 Sekunden (eine Zehntelsekunde langsamer als der gleich
motorisierte Fronttriebler). Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 226 km/h. So gut wie er
Gas gibt, so schnell beendet er den Vortrieb auch. Mit Scheibenbremsen rundum (vorne
innenbelüftet) und breiteren 225/45er 17-Zoll-Reifen (Serie sind 205/55 R 16) kommt er
abrupt und sauber zum Stand.
Der durchschnittliche Verbrauch im
gemischten Fahrzyklus nach EU-Norm liegt bei ca. 9,5 Litern SuperPlus, im Stadtverkehr
sind es 13,1 Liter, außerstädtisch 7,6 Liter bei gemäßigtem Tempo (alles
Herstellerangaben). Wer ständig auf der Autobahn Vollgas gibt, muss natürlich mit
entschieden mehr rechnen.

Die Lenkung ist direkt ausgelegt. Zielgenau
folgt das Fahrzeug den Anweisungen des Fahrers. In zu schnellen Kurven drängt er mit den
Heck nach außen. Dank des serienmäßigen ESP, welches früh eingreift, lässt sich diese
Situation aber gut in den Griff kriegen. Problemlos gestalten sich plötzliche Spurwechsel
und das ebenso plötzliche Wiedereinscheren in die alte Spur.
Sportlich sehr straff, fast schon hart
liegt der TT auf der Straße. Agil und sportlich nimmt er flott gefahrene Kurven. Dabei
sorgen Stabilisatoren und ein modifiziertes Fahrwerk in Zusammenarbeit mit
Fahrdynamiksystemen wie die Antriebsschlupf-Regelung, ABS mit elektronischer
Bremskraftverteilung und ESP für ein gewisses Sicherheitspolster.
Für den Fall eines Unfalls schützen die
hochfeste Karosserie mit definierten Knautschzonen und Seitenaufprallschutz in den Türen
sowie vier Airbags für Fahrer und Beifahrer vor allzu schlimmen Verletzungen.

Ab 58.185,94 Mark ist der TT zu haben, ab
62.879,94 Mark mit quattro-Antrieb. Die Perleffekt-Lackierung schlägt noch einmal mit
rund 978 Mark zu Buche, die 17- Zoll-Alu-Gußräder (statt der serienmäßigen 16-Zöller)
kosten 1.369 Mark extra, die Geschwindigkeitsregelanlage 597 Mark, die
Scheinwerferreinigungsanlage 489 Mark, Radio und CD-Wechsler 2.151 Mark, das
Navigationssystem 2.895 Mark und die Alarmanlage mit Innenraumüberwachung und
Wegfahrsperre 528 Mark.
Die Haftpflichteinstufung mit Typklasse 16
ist ok, die Kaskoeinstufungen (VK: 28 / TK: 32) sind dank einiger schlagzeilenträchtiger
Schadenfälle des vergangenen Jahres allerdings recht hoch.
Audi gibt ein Jahr Gewährleistung auf den Wagen sowie alle
beim Audi-Partner eingebauten Original-Ersatzteile sowie drei Jahre auf den Lack, eine
12-Jahres-Garantie für die Karosserie und eine LongLife-Mobilitätsgarantie beim
Einhalten der Wartungsintervalle. Der LongLife-Service erfolgt nach Service-Anzeige.
Abhängig von Einsatz und Fahrweise sind Laufzeiten von bis zu 30.000 km möglich.
Mindestens alle zwei Jahre muss der TT allerdings doch zur Inspektion. |