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Er erscheint ja nicht ganz so rund wie sein geschlossener Bruder. Ob
mit geschlossenem Stoffverdeck oder offen – wenn das Heckbürzel
richtig ins Auge fällt –, zeigt er mehr Linien und Kanten. Und das
steht ihm definitiv sehr gut!

Wie das Coupé ist
der Roadster nur mit 1,8-Liter-Turbo-Vierzylindermotoren zu haben, als
Einstieg ist aber die offene Variante mit der 150 PS starken
Ausführung des 1.8T zu haben. Die Varianten mit 180 und 225 PS runden
die Motorenpalette ab. Wir fuhren den TT Roadster mit der
Einstiegsmotorisierung in der Lackierung Steppengras Perleffekt.
Reichlich Platz
finden zwei Passagiere auf den straffen, gut konturierten Sportsitzen.
Sowohl Knie- als auch Kopffreiheit sind großzügig bemessen. Die
Sportsitze gehören zur Serienausstattung und bieten guten Seitenhalt
auch bei rasanter Kurvenfahrt. Für den sportlichen Anstrich sorgen im
Cockpit liebevoll gestaltete Alu-Applikationen. Das Armaturenbrett ist
übersichtlich,
Anzeigen gut einzusehen und Bedienelemente einfach zu handhaben. Das
Handschuhfach und Netze in den Türen dienen der Ablage von Kleinkram,
ebenso die Ablage unterm Handschuhfach, ein kleines Fach seitlich
unter dem Lenkrad, ein Fach auf dem Mitteltunnel sowie verschließbare
Ablagefächer hinter den Sitzen.

Nach dem manuellen
Entriegeln des Verdecks verschwindet dieses elektrisch im
Verdeckkasten. Die Persenning aus Hartkunststoff wird von Hand
montiert. Das ist zwar lästig, aber mit etwas Übung recht einfach zu
handhaben. Für die kalte Jahreszeit ist ein Hardtop als Zubehör
verfügbar, so dass der TT Roadster auch als Ganzjahresfahrzeug
eingesetzt werden kann. Der Laderaum fasst 220 Liter, was sogar für
das Wochenend-Gepäck für zwei Personen reicht. Allerdings nimmt im
Laderaum die Kunststoff-Verdeckabdeckung mächtig Platz weg.

Das Windschott
gehört zur Sonderausstattung, allerdings macht es keinen großen
Unterschied, ob mit oder ohne Windschott: Es zieht so oder so ganz
schön! Ebenfalls nur als Sonderausstattung zu haben sind beim
kleinsten Roadster Klimaautomatik und Sitzheizung, beim Coupé sowie
den beiden stärkeren Roadstern sind sie Serie. Zur Serienausstattung
gehören aber so kleine Annehmlichkeiten wie funkfernbediente
Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, elektrisch einstellbare
und beheizbare Außenspiegel, Sonnenblenden mit beleuchteten Spiegeln
eine beheizbare Heckscheibe aus Glas sowie ein
Fahrer-Informationssystem (FIS) mit Bord-Computer und Check-Control.

Der
Turbo-Vierzylinder-Motor schöpft in dieser Version 150 PS aus
turboaufgeladenen 1,8 Litern Hubraum, die über eine manuelle
Fünfgang-Schaltung auf die Vorderräder übertragen werden. Das
150-PS-Aggregat ist der Einstieg in die Motorenpalette des TT
Roadster, das Coupé ist dagegen nicht unter 180 PS zu haben.
Als Einstieg spricht
er vor allem diejenigen Autofahrer an, die mit offenen Autos die
gelassene Fortbewegung suchen. Dafür ist der TT Roadster sowohl im
Antritt als auch im Durchzugsvermögen gut: Kein Sportler, aber immer
noch zügig unterwegs und gut auch für schnelle Überholmanöver.
Angemessen ruhig und vibrationsarm verrichtet er seine Arbeit unter
der Motorhaube. Kalt liegt der mit einem Alu-Ring verzierte
Schaltknauf in der Hand, warm ums Herz wird‘s dem Fahrer aber beim
Betätigen desselben, der sich leichtgängig und präzise durch die
Schaltkulisse dirigieren lässt.

Die lange
Übersetzung der ersten beiden Gänge bremst ihn im Sprint auf Tempo
100, den er aus dem Stand in 8,9 Sekunden bewältigt, etwas aus. Bei
214 km/h liegt seine Höchstgeschwindigkeit, im Gegensatz zu den
beiden stärkeren TT-Motoren (180 und 225 PS, die wollen Super Plus) gibt sich der kleine
1.8T mit Superbenzin zufrieden. Der Verbrauch hält sich mit 11,3
Litern auf 100 km in der Stadt, 6,5 Litern je 100 km außerorts sowie
8,3 Litern im gemischten Verbrauch nach EU-Norm (alles
Herstellerangaben) in Grenzen, was allerdings eine ökonomische
Fahrweise voraussetzt. Im Test verbrauchte der häufig offen gefahrene
Roadster bei viel Stadtverkehr und alles andere als ökonomischer
Fahrweise 11,2 Liter. Der Motor erfüllt die Abgasnorm EU4.

Das serienmäßige
Sportfahrwerk ist das Glanzstück bei unserem frontgetriebenem TT
Roadster. Nicht so zickig wie mit quattro-Antrieb,
sicher und neutral liegt der Fronttriebler auf der Straße. Dabei
vermittelt die direkt ausgelegte Lenkung sehr guten Kontakt zur
Fahrbahn. Dämpfer und Federn sind straff ausgelegt, vermitteln aber
immer noch den nötigen Restkomfort.
Auch wenn der TT
Roadster mit adellosem Geradeauslauf glänzt: Mehr Spaß macht er in
der Kurve. Agil und dynamisch lässt er sich auch durch enge Kurven
dirigieren. Bei sehr forschem Tempo deutet er dann den Grenzbereich
durch leicht beherrschbares Untersteuern an. Das serienmäßige ESP
braucht hier aber – im Gegensatz zur quattro-Version
– kaum eingreifen, um das Fahrzeug stabil in der Spur zu halten.
Plötzliche Spurwechsel absolviert er spurtreu und sicher, ebenso das
wieder Einscheren auf die alte Spur.

Beitragen zur guten
Straßenlage, aber auch zum straffen Fahrwerk tun sicherlich die
aufpreispflichtigen 17-Zoll-Leichtmetallräder (Serie sind 16-Zöller)
mit 225/45er Reifen. In Verbindung mit der Bremsanlage
(Scheibenbremsen rundum, vorne innenbelüftet) und dem
Bremsassistenten sorgen sie für den schnellen Stand, wenn der Fahrer
eine Notbremsung hinlegt.
Die wichtigsten
Sicherheitsfeatures gehören komplett zur Serienausstattung:
Seitenaufprallschutz, Überrollbügel aus hochfestem Aluminium hinter
den Kopfstützen, Drei-Punkt-Sicherheitsgurte und Kopfstützen auf
beiden Sitzen, Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer
bieten Schutz im Falle eines Unfalles. Aktive Sicherheitsfeatures
umfassen ABS und Bremsassistent, elektronische Differentialsperre,
Antriebsschlupfregelung und ESP. Xenonlicht gibt es nur gegen
Aufpreis.

Ab 28.550 Euro ist
der 150-PS-Roadster als das Einstiegsmodell zu haben. Zur
Serienausstattung gehören neben den fast schon üblichen
Annehmlichkeiten des Autofahrerlebens ein Fahrer-Informationssystem
(inkl. Bordcomputer), Sportsitze und Sportlederlenkrad. Das Verdeck
verfügt über eine beheizbare Heckscheibe aus Glas. Aufpreis kosten
das Windschott, ein Elektronik-Paket (elektrische Verdeckbetätigung,
Navigationssystem, Handyvorbereitung, Geschwindigkeitsregelung und
Alarmanlage), die 17-Zoll-Leichtmetallräder (Serie
16-Zoll-Leichtmetaller), die Lederpolster, Klimaautomatik und
Sitzheizung, Xenonlicht sowie Radio und CD-Wechsler. Auch ein Hardtop
ist als Zubehör verfügbar.
Die Versicherungseinstufungen für
den kleinsten TT Roadster lauten 12 / 19 / 32 (KH / VK / TK).
Inspektionen sind nach Service-Intervallanzeige vorzunehmen und
können entsprechend nach Intervallen bis zu 30.000 km je nach
Fahrweise und Einsatzbedingungen fällig werden, spätestens jedoch
nach zwei Jahren. An Gewährleistungen gibt Audi auf das Fahrzeug zwei
Jahre, den Lack drei Jahre und die Karosserie 12 Jahre.
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