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Bereits zu seiner
Präsentation im Jahr 2000 begeisterte der 147 mit seinem
unkonventionellen, ausdrucksstarken Design. Seit dem Facelift zum
Modelljahr 2005 wirkt er noch eine Spur glatter, gereifter, ohne
seinen jugendlichen italienischen Charme verloren zu haben. Die neu
gestaltete Front wird dominiert von einem im Vergleich zum Vorgänger
größeren Kühlergrill – dem Scudetto –, der die seitliche
Montage des Nummernschildes verlangt. Die Lufteinlässe sind
ebenfalls größer geworden, was einen stämmigen, fast aggressiven
Eindruck hinterlässt. Auch das Heck wurde leicht modifiziert. Ob
der kompakte Italiener mehr kann, als nur gut aussehen, zeigte eine
kurze Testfahrt. Zur Ausfahrt stand ein 147 mit 1,9-Liter-JTD-Motor
und 115 PS in der Top-Ausstattung Distinctive für uns bereit.
Wir fuhren die fünftürige
Variante, die natürlich einen besseren Zugang zum Innenraum bietet,
als die ebenfalls verfügbare dreitürige Version. Das Platzangebot
ist in beiden Sitzreihen des 4,22 m Kompakten ausreichend. Der Gepäckraum
mit 292 Litern für einen Kompaktwagen ist nicht gerade üppig
bemessen, durch Umlegen der asymmetrisch geteilten Rückbanklehne
sind bis zu 1.042 Liter Fassungsvermögen drin. Die Karosserie
gewinnt keinen Preis für Übersichtlichkeit, aber dafür ist für
hinten zumindest optional eine Einparkhilfe zu haben. Das Interieur
ist mit dem Facelift komplett neu gestaltet worden und wirkt jetzt
hochwertiger und gut verarbeitet. Das Cockpit ist aufgeräumt und
problemlos zu handhaben.

Unsere
Motorisierung ist in allen drei Ausstattungslinien verfügbar. In
der Basisausstattung Impression kommt er serienmäßig mit einer
funkfernbedienten Zentralverriegelung, elektrisch einstellbaren und
beheizbaren Außenspiegeln, elektrischen Fensterhebern vorne, Wärmeschutzverglasung
rundum und 15-Zoll-Stahlrädern. Die mittlere Variante Progression
verfügt unter anderem zusätzlich über eine Klimaanlage und ein
Cassetten-Radio. Und die Top-Ausstattung Distinctive schließlich
hat darüber hinaus solche Features wie elektrische Fensterheber
hinten, Lederlenkrad und –Schaltknauf, ein CD-Radio sowie eine
Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Nebelscheinwerfer und Leichtmetallräder.
Als Ausstattungsoptionen finden zudem sich Dinge wie Tempomat,
Alarmanlage mit Innenraumüberwachung, Xenon-Scheinwerfer, ein
elektrisches Glasschiebedach, ein Einparkhilfe hinten,
Sportfahrwerk, Lederausstattung sowie verschiedene Ausstattungspakete in den Preislisten.

Fiat ist ein
Pionier der Common-Rail-Dieseltechnik. Der 1,9-Liter-JTD steht in
mehreren Leistungsstufen mit acht oder sechzehn Ventilen zur Wahl.
Wir fuhren noch den auslaufenden 115-PS-Motor, die neue
M-Jet-Version (Multijet) des Achtventiler-Triebwerks bringt es sogar
auf 120 PS und löst sowohl die Varianten mit 100 sowie 115 PS ab,
mit denen der facegeliftete 147 im Januar 2005 gestartet war.
Top-Diesel ist ein 150 PS starker 16V-M-Jet. Die 115-PS-Version des
ruhig und kultiviert laufenden Aggregats überzeugt durch guten
Antritt, einen ordentlichen Durchzug über das ganze relevante
Drehzahlband und eine angemessene Leistungsentfaltung. Dieseltypisch
liegt sein maximales Drehmoment von 275 Nm schon früh, nämlich bei
2.000 U/min. an. Erfreulich leichtgängig, präzise und gut
schaltbar ist das manuelle Fünfgang-Schaltgetriebe.

Für die
Beschleunigung von Null auf 100 km/h benötigt der Alfa 147 1.9 JTD
mit 115 PS knappe 9,9 Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit
erreicht er bei 191 km/h. Er verbraucht 7,8 Liter Dieselkraftstoff
je 100 km in der Stadt, 4,7 Liter außerorts und 5,8 Liter im
gemischten verbrauch nach EU-Norm – bei ökonomischer Fahrweise,
versteht sich (alles Herstellerangaben). Die Verbrauchsdaten sind übrigens
identisch mit denen des neuen 120 PS starken V8-M-Jet. Der
„alte“ 1.9 JTD erfüllt bislang nur die Abgasnorm EU3, die neuen
M-Jet-Versionen schaffen Euro 4.
Der
Alfa 147 ist ein agiler sportlicher Fronttriebler, dessen direkte
Lenkung eine gute Portion Fahrspaß garantiert. Die Feder-Dämpfer-Abstimmung
ist eher straff ausgelegt, bügelt kurze Bodenwellen und Querfugen
aber nicht sauber glatt. Abhilfe verspricht hier das neue
Komfortfahrwerk (inkl. serienmäßiger Vehicle Dynamic Control), das
aber nur für die Topmotoren 1.9 JTD 16V M-Jet und 2.0 T.Spark –
dort aber ab Werk – angeboten wird.
Der
Alfa 147 glänzt mit gutem Fahrbahnkontakt und einer sicheren Straßenlage.
Leichtfüßig und präzise setzt der kompakte Italiener die
Lenkbefehle des Fahrers um. Problemlos gibt er sich im Handling,
spurtreu in schnell gefahrenen Kurven und solide bei plötzlichen
Ausweichmanövern. Ein minimales Untersteuern deutet den hoch
angesetzten Grenzbereich an, wenn es der Fahrer mit dem Gasfuß bei
der flotten Kurvenhatz zu gut meint. Der Alfa 147 steht serienmäßig
auf 15-Zoll-Rädern (in der Distinctive-Ausstattung Leichtmetaller)
mit 195/60er Reifen. Die Scheibenbremsen rundum (vorne innenbelüftet)
verzögern gut und standfest.
Der
Insassensicherheit dient die Ganzstahlkarosserie mit verstärkter
Fahrgastzelle, Seitenaufprallschutz in den Türen sowie Energie
absorbierendem Front- und Heckteil. Im Innenraum schützen
Drei-Punkt-Gurte auf allen fünf Sitzen, Kopfstützen auf den Außenplätzen
(mittlere Kopfstütze ab Progression optional), Front- und
Seitenairbags vorne sowie Kopfairbags für vorne und hinten.
Isofix-Kindersitzvorrüstungen sind nicht verfügbar. Das reichte im
Jahr 2001 nur für drei Sterne im EuroNCAP. Ab Werk ist ein
Reifenreparatur-Kit an Bord, auf Wunsch gibt es ein Notrad. ABS mit
Elektronischer Bremskraftverteilung sowie eine Traktionskontrolle
(ASR) sind bei allen Modellen Serie. ESP (heißt bei Fiat VDC
Vehicle Dynamic Control) gibt es nur für die Modelle mit 150 PS
serienmäßig, ist aber für die Motoren darunter gegen Aufpreis zu
haben.
Ab 15.950 Euro
ist der Alfa 147 in der dreitürigen Form zu haben, der Fünftürer
kostet ab 16.750 Euro. Der 120-PS-JTD-M-Jet, der den 115-PS-JTD
mittlerweile abgelöst hat, steht mit Preisen ab19.450 Euro (Fünftürer)
in der Preisliste, die Distinctive-Ausstattung beginnt mit 22.700
Euro. Einige 115-PS-Variante sind aber noch bei den Händlern verfügbar.
Gegen Aufpreis gibt es eine reichhaltige Auswahl an Extras von der
Metallic-Lackierung und Leichtmetallräder über Lederausstattung
und verschiedene Audiosysteme bis hin zu Einparkhilfe, Sportfahrwerk
und Tempomat, um hier nur ein paar Features zu nennen.
Alfa
Romeo gibt zwei Jahre Garantie auf den Neuwagen, eine zweijährige
Mobilitätsgarantie, drei Jahre auf den Lack sowie acht Jahre auf
die Karosserie gegen Durchrostung von innen nach außen. Die
Service-Intervalle betragen 20.000 km. Die Versicherungen stufen das
Modell in die Typklassen 17 / 26 / 34 (KH
/ VK / TK – nach der neuen Struktur in der Fahrzeugversicherung:
VK 23, TK 21) ein.
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