Suzuki Grand Vitara

Fahrbericht.
Suzuki Grand Vitara 2.5 V6
Mit viel Spaß und Power über Straße, Stock und Stein
Von Petra Grünendahl

Der neue Grand Vitara, der große Bruder des „kleinen“ Vitara, kann eine gewisse Familienähnlichkeit nicht verleugnen. Jedoch ist er größer und wirkt entsprechend kompakter.

Als das erste Modell einer neuen Vitara-Generation hat Suzuki den Grand Vitara als Fünftürer mit einem Sechszylinder-V-Motor jetzt auf den Markt gebracht. Ein Dreitürer und weitere Motorisierungen sollen folgen.

Der neue Grand Vitara ist ein „Sports Utility Vehicle“, zu Deutsch: ein Freizeit- und Alltagsfahrzeug par excellence. Er verbindet hervorragende Geländegängigkeit mit wohnlicher Behaglichkeit im Innenraum, Fahrkomfort und Alltagstauglichkeit auch auf der Straße.

Normal ausgestattet ist die Karosserie knapp 4,20 m lang, je nach Sonderausstattung (Front- und Heckschutzbügel) kann sie in der Länge bis auf fast 4,40 m wachsen. Mit ihren 1,78 m Breite und 1,74 m Höhe bietet sie Platz für 5 Passagiere mit Gepäck. Auf den Vordersitzen geht es bequem geräumig zu, die Fondpassagiere haben allerdings nicht so viel Kniefreiheit.

Die straff gepolsterten, strapazierfähigem Sitze bieten guten Seitenhalt. Der Fahrer fühlt sich auch auf langen Strecken wohl. Die hohe Sitzposition und große Fenster ermöglichen eine gute Rundumsicht, zu der auch das recht niedrig angebrachte Reserverad an der Hecktür beiträgt.

Übersichtlich und bedienungsfreundlich angeordnet sind die Instrumente im Armaturenbrett. Gute Qualität und ebensolche Verarbeitung zeichnen den Innenraum aus. Komfort und Eleganz sind gepaart mit großer Variabilität und Alltagstauglichkeit: Der Teppichbezug schützt den über eine niedrige Ladekante praktisch erreichbaren, gut nutzbaren Kofferraum vor den unerwünschten kleinen Kratzern im Lack, den unvermeidlichen Gebrauchsspuren. Die Laderaumabdeckung gehört zur Serienausstattung. Durch die geteilte, doppelt umlegbare Rücksitzbank und Lehne läßt sich der Kofferraum je nach Bedürfnis vergrößern.

Ablagefächer und -taschen finden sich vorne wie hinten in ausreichender Zahl ebenso wie Halter für Dosen und Straßenkarten. Die serienmäßige Dachreling sieht nicht nur pfiffig aus, sondern bietet zusätzlichen Nutzen. Ebenso wie die Spritzbleche, die den Karosserielack vor Beschädigungen durch Steinschlag schützen und dem Wagen in Verbindung mit den breiten Reifen (235er Reifen auf 16-Zoll-Felgen) einen kraftvollen Ausdruck verleihen.

Der Unterbau, ein neu entwickeltes, stabiles dem er nie im Unklaren über den Straßenzustand oder Geländeuntergrund.

Die Zahnstangen-Servolenkung sorgt für eine leichtgängige, präzise Lenkun4g, spurstabile Kurven und den sehr handlichen Wendekreis von 10,6 m. Sein tadelloser Geradeauslauf und gutes Traktionsvermögen auch auf schwierigem Untergrund zeichnen ihn aus. Die Bremsen – vorne innenbelüftete Scheibenbremsen, hinten selbstnachstellende Trommelbremsen – verzögern rasch, konsequent und spurtreu. Auf den Straßen macht eindeutig das Fünfgang-Schaltgetriebe mehr Spaß, während im unwegsamen Gelände natürlich die Viergang-Automatik klar ihre unnachahmlichen Stärken zeigt. Beide Getriebe zeichnen sich durch ihre saubere und exakte Schaltung aus, die eine wahre Freude ist.

Mit der Beschleunigung von 0 auf 100 in 10,9s schlägt sich der 1,4 Tonnen schwere Wagen sehr gut. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 165 km/h (Automatik: 155 km/h). Der durchschnittliche Verbrauch ist mit 10,6 Litern Normal-Benzin auf 100 km (Automatik: 11,5 l/100 km, beides Werksangaben) akzeptabel. Der Off-Roader erfüllt zudem die „D3“-Abgasnorm.

In der Serienausstattung kostet der Grand Vitara V6 2.5 42.900 Mark. Die Klimaanlage gibt es für 1.700 Mark, die elektronisch gesteuerte Viergang-Automatik für 2.950. Wer die Farbe lieber mit Metallic-Schimmer hätte, muß 550 Mark zuzahlen. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche Extras, mit denen man seinen Wagen ganz individuell ausstatten kann.

Ein unkonventionelles Fahrzeug für individuelle Nutzungsmöglichkeiten im Alltag, Komfort und kraftvollem Auftreten, das viel Funktionalität und noch mehr Fahrspaß auf und neben den Straßen bietet.

© März 1998 Petra Grünendahl, Fotos: grü

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